Dieter Hallervorden...

Geschrieben am 10/02 09:57
Dieter Hallervorden in Osterholz-Scharmbeck
...gehört für mich seit frühster Kindheit zu den besten Komikern überhaupt. Im Fernsehen lachte (und lache) ich über ihn besonders gerne bei "Nonstop Nonsens" und im Kino war "Alles im Eimer" der erste Film mit ihm, den ich mir angesehen hatte. Unvergessen und bisher unerreicht ist natürlich sein Film "Didi der Dopelgänger", den ich mir schon unzählige Male angesehen habe. Aus diesem Film stammt das Zitat "Schreiben Sie es auf, ich beschäftige mich später damit", welches Einzug in meinen Wortschatz gefunden hat. Die Hoffnung, dass ich Dieter Hallervorden mal irgendwo live erleben würde, hatte ich eigentlich schon aufgegeben.

"Stationen eines Komödianten" mit Dieter Hallervorden

Gestern durfte ich ihn allerdings in der Stadthalle in Osterholz-Scharmbeck im Rahmen seines aktuellen Programmes "Stationen eines Komödianten" live auf der Bühne bewundern! Die Karten dafür hatten wir früh geordert und konnten uns daher über Plätze in der ersten Reihe freuen!

"Palim, palim" – dieser Klingelton war schon vor über dreißig Jahren aktuell und erfunden hat ihn damals Dieter Hallervorden. Der gespielte Witz aus seiner Sketch-Sendung "Nonstop Nonsens", in dem zwei Gefängnisinsassen vor lauter langer Weile ein imaginäres Verkaufsgespräch führen, amüsierte damals die gesamte Fernseh-Nation und wurde zum Kult. Doch das ist nur eine Episode aus dem 50jährigen Bühnenleben des beliebten Komikers, Kabarettisten und Schauspielers Dieter Hallervorden, der sein aktuelles Bühnenprogramm "Stationen eines Komödianten" stets vor ausverkauften Häusern spielt. Am Donnerstag, den 9. Februar 2012 ab 20 Uhr gastiert "Didi", die Figur aus zahlreichen Kinofilmen, gemeinsam mit dem Schauspieler Harald Effenberg in der Stadthalle Osterholz-Scharmbeck.

50 Jahre, das ist nicht viel – im Leben einer Riesenschildkröte. 50 Jahre verheiratet dagegen kann sehr viel sein und wenn jemand 50 Jahre auf den sogenannten Brettern, die die Welt bedeuten, gestanden hat, dann kann das wirklich ganz schön viel sein. Und da Dieter Hallervorden auch nach fünf Jahrzehnten noch vor prall gefüllten Sitzreihen spielt, lässt sich der Komiker nicht lumpen und bietet die ultimative Publikumsherausforderung: Eine Kreuz- (und quer-) fahrt durch die verschiedenen Stationen seiner Bühnenlaufbahn.

Vom politischen Kabarett bis zu "Nonstop Nonsens", vom ersten satirischen Soloprogramm bis zur Marty-Feldman-Hommage, vom schwarzen Humor bis zum gespielten Witz und von der "Didi-Show" bis zu "Hallervordens Spott-Light". Kurzum, ein Programm, dass aus den Höhepunkten einer erfolgreichen Bühnenkarriere besteht, die das Publikum begeistern wird. Dieter Hallervorden gründete bereits in jungen Jahren gemeinsam mit einigen Schauspielerkollegen das Berliner Kabarett-Theater "Die Wühlmäuse", dem er bis heute vorsteht. Es folgten Fernseh- und Filmauftritte, bis ihm in den Siebziger Jahren mit der Slapstick-Reihe "Nonstop Nonsens" der Durchbruch gelang. Zu den bekanntesten Sketchen zählen der Zumsel, Palim-Palim und die Kuh Elsa. Mit Songparodien wie "Die Wanne ist voll" im Duett mit Helga Feddersen amüsierte er ebenso wie mit seinen Kinofilmen, in dem der tollpatschige "Didi" von einer Katastrophe in die nächste gerät. Dabei spielte er nicht nur die Hauptrolle, sondern war auch gleichzeitig der Drehbuchautor. Vom Klamauk kehrte Dieter Hallervorden dann später wieder zum politischen Kabarett zurück mit Sendungen wie "Spottschau" oder "Hallervordens Spottlight". Gemeinsam mit seinem langjährigen Sketch-Partner, dem Schauspieler Harald Effenberg, wird der beliebte Komiker und Entertainer einen unterhaltsamen Einblick in seine langjährige Bühnenkarriere geben.


Zusammen mit dem Schauspieler Harald Effenberg wurde ein Querschnitt aus allen Epochen seiner Karriere aufgeführt. Eine wirklich gelungene Mischung, die mir sehr viel Freude bereitet hat. Da durften natürlich Sketche wie "Kaufmannsladen" (das ist der Sketch mit der Flasche Pommes Frites) oder "Die Kuh Elsa" nicht fehlen. Dieter Hallervorden hat es auch mit 76 Jahren noch drauf, seine Mimik und Gestik sind unverwechselbar! Der Abend war ein echtes Highlight, der nach der Vorstellung mit einem Autogramm und einem persönlichen Foto abgerundet wurde.

"Stationen eines Komödianten" / Presse-Fotos

Alfred Tetzlaff...

Geschrieben am 09/10 10:09
"Theaterschiff Bremen" an der Weser
...haben wir gestern in Bremen live erlebt! Diese einmalige Begegnung ist momentan auf dem "Theaterschiff Bremen" im Rahmen der satirischen Kult-Komödie von Wolfgang Menge mit dem Namen "Ekel Alfred" möglich. Die Karten hatten wir schon seit längerer Zeit und ebenso lange hatte ich mich gefragt, wie man den Stoff der damaligen Serie "Ein Herz und eine Seele" wohl in der heutigen Zeit auf die Bühne bringen würde. Ich bin seit meiner Kindheit ein absoluter Fan dieser Serie und besonders die Rolle des damaligen Darstellers Heinz Schubert, der den Alfred verkörperte, gefiel und gefällt mir heute noch sehr. Alle Folgen habe ich bis zum Abwinken im Fernsehen, auf Video und DVD angeschaut, habe jeden Wortlaut inklusive der genauen Betonung im Kopf. Daher war ich vor unserem Besuch auf dem "Theaterschiff Bremen" eigentlich eher skeptisch.

Familie Tetzlaff
Silberne Hochzeit & Silvesterpunsch

Als der Begriff „Kult“ noch gar nicht erfunden war, startete der WDR im Januar 1973 die Serie „Ein Herz und eine Seele“.
Aus dem Protagonisten Alfred Tetzlaff wurde bald umgangssprachlich „Ekel Alfred“ und der ist heute unumstritten Kult!

Alfred sagt wie´s ist: „Die Regierung ist unfähig“. Seine Frau Else, die „dusselige Kuh“, gehört in die Küche. Und Tochter Rita, die „alberne Gans“, hat mit SPD-Anhänger Michael eine „langhaarige bolschewistische Hyäne“ als Schwiegersohn ins Haus geholt.

Erleben Sie auf dem THEATERSCHIFF BREMEN ein Wiedersehen mit der Bochumer Familie.


Alle Skepsis war allerdings unnötig gewesen! Die beiden Episoden der Serie, die während der Vorstellung aufgeführt wurden, wurden nahezu 1:1 auf die Bühne übertragen. So, wie man es aus dem Fernsehen kannte! Damals wurden die Episoden ja auch vor Publikum aufgeführt und aufgezeichnet. Und so fühlte man sich an diesem Abend, als wäre man damals im Publikum gewesen. Wir hatten hervorragende Plätze in der 1. Reihe (der frühe Vogel fängt den Wurm!) und konnten die Darsteller ganz genau beobachten und erleben. Marcus Rudolph glänzte in der Rolle als "Ekel Alfred". Er verkörperte diese Figur absolut perfekt und es stimmte einfach alles! Alfred Tetzlaff, wie er leibt und lebt! Ich hätte das so nicht für möglich gehalten. Auch seine Frau Else, die von Martina Flügge verkörpert wurde, war eine absolute Kopie der "dusseligen Kuh" (damals Elisabeth Wiedemann) aus den 70er Jahren! Auch bei ihr stimmte alles, besonders die Mimik und Gestik. Auch die Rollen von Michael und Rita wurden von den beiden Darstellern Marco Linke und Petra Stockinger perfekt dargestellt. Im Schatten der beiden anderen Charaktere ist das natürlich eine etwas undankbare und schwierige Aufgabe. Aber das ging Dieter Krebs und Hildegard Krekel damals sicherlich nicht anders.

Wir haben uns köstlich amüsiert, bestens unterhalten und in die 70er Jahre zurückversetzt gefühlt. Zum Glück wurde die Thematik von damals übernommen und es wurde nicht versucht die Familie Tetzlaff in die heutige Zeit zu versetzen. Das war nämlich auch Teil meiner skeptischen Gedanken vor Beginn der Vorstellung gewesen. Ich kann einen Besuch dieses Stückes auf dem "Theaterschiff Bremen" wirklich nur empfehlen und hoffe auf eine Fortsetzung!!!!

Dieser Artikel wurde am 21. 10. 2011 berichtigt

So, das war's dann...

Geschrieben am 23/12 23:59
Der Abend in Bildern
...mit der Vorweihnachtszeit für 2009. Gleichzeitig habe ich nach ziemlich anstrengenden 3 Arbeitstagen in dieser Woche auch für dieses Jahr die Arbeit bereits abgeschlossen. Nach den vielen freien Tagen in der letzten Zeit war es für mich in der Brauerei nur ein kurzer Aufenthalt gewesen. Es gab ziemlich viele Komplikationen und daher hat es mit diesen 3 Tagen aber auch schon wieder gereicht.
Heute stand für uns ein Theaterbesuch im "Neuen Schauspielhaus" auf dem Programm und meine Eltern kümmerten sich während unserer Abwesenheit mal wieder um John. Bevor wir uns aber das Stück "Blühende Landschaften" ansehen konnten, mußten wir noch drei Stunden überbrücken. Das war nicht schwer: Am letzten Tag des "Schlachte-Zaubers" haben Simone und ich heute unseren letzten Glühwein in der Hütte vom "Paulaner's" getrunken. Anschließend haben wir im "Beck's in'n Schnoor" ein leckeres Abendessen genossen, welches wir mit einem noch vorhandenen Gutschein bezahlen konnten. Da schmeckte Simone der "Grillteller" und mir das "BECK'S Steak" doch gleich noch besser! Anschließend gingen wir im "Schnoor" noch auf ein (irisches) Bier in den "Irish Pub". Das wollte ich schon seit Jahren mal machen und heute ergriffen wir endlich mal die sich bietende Gelegenheit! Die Bestellung der Getränke erfolgte zu meiner (kleinen und kurzen) Verwunderung in englischer Sprache. Ebenso das Gespräch mit den finnischen Bremen-Besuchern am Nachbartisch. War wirklich mal wieder etwas ganz anderes und hat uns gut gefallen. Leider war unser Besuch im "Irish Pub" relativ kurz, denn die eigentliche Attraktion des heutigen Abends war ja das Theaterstück. Zu bemerken wäre da allerdings noch, dass im Pub geraucht werden durfte. Es war glaube ich mein einziger Besuch einer nicht rauchfreien Lokalität in diesem Jahr.
Beim "Neuen Schauspielhaus" trafen wir dann gegen 19.40 Uhr ein und erlebten nach einem Glas Wein im Foyer ein unterhaltsames, heiteres und sehr interessantes Theaterstück. Man muß allerdings schon ziemlich viel über die Verhältnisse in der damaligen DDR und der Zeit der Wende wissen, damit man der Inszenierung folgen kann. Wie bisher immer, hat mich das "Bremer Theater" nicht enttäuscht und hoffentlich ergibt sich möglichst bald wieder die Gelegenheit für einen Besuch...
"Blühende Landschaften" im "Neuen Schauspielhaus"
1989? War da was? In der Produktion „Blühende Landschaften“ treffen sich sechs Menschen in der Halle der Wiedervereinigung in Bremen. Sie suchen nach den Resten der Begeisterung, die der Fall der Mauer ausgelöst hat und finden – sich selbst. Anfang der 90er Jahre ist wenig ist von der anfänglichen Begeisterung über den Fall der Mauer übrig geblieben. Aber warum denn eigentlich? Sie schauen zurück und stellen fest, die „Deutsche Revolution 1989“ für jeden etwas anderes bedeutet. Über 40 Jahre gewachsene Vorurteile ließen sich nicht über Nacht abbauen, und so begegneten sich „Ossis“ und „Wessis“ ohne wirklich etwas übereinander zu wissen. Aber ihre persönlichen Geschichten verweben sich zu einer Suche nach Solidarität, nach Gemeinschaft oder einfacher nach Glück.
Autor: sbecker
Kategorie: Theater & Musical

"ABBA hallo 2"...

Geschrieben am 22/11 10:47
Theaterschiff Bremen
...stand für uns gestern auf dem Programm. Die Fortsetzung des Stückes "ABBA hallo" sahen wir uns um 17.00 Uhr auf dem "Theaterschiff Bremen" an. Als ich damals die Karten für "ABBA hallo" hatte, konnte ich mir nicht viel darunter vorstellen und schon gar nicht, was 3 Klo-Frauen mit "ABBA" in einem Theaterstück zu tun haben könnten. Heute weiß ich inzwischen, dass es sich um Sanitäranlagenwartungspersonalfachfrauen handelt und dass das mit "ABBA" auch sehr harmoniert und absolut lustig war. Sehr bemerkenswert, was da auf einer ganz kleinen Bühne mit drei Darstellern, ein wenig Dekoration und Requisite und viel Musik auf die Beine gestellt wird. Dass es einen zweiten Teil geben würde, hatte ich von Manfred beiläufig erfahren. So gingen wir gestern also mit insgesamt 6 Personen auf das "Theaterschiff Bremen" um zu erfahren, wie es mit Sophie, Babs und Rosi weitergeht. Mir persönlich hat diese Fortsetzung noch besser gefallen als die Vorgeschichte, die damals ausschließlich in einer Toilette spielte. Diesmal ging es für die drei Damen auf eine "einsame Insel" und es gab wieder jede Menge zu lachen:

"ABBA hallo 2"
Sie sind zurück! Die Geißeln der Großraumklos stürzen sich in ihr nächstes verrücktes Abenteuer.
Gerade ihrem Toilettenverlies entkommen, investieren die drei Lokusladies - Sophie, Babs und Rosi - den jüngst errungenen Reichtum in eine Kreuzfahrt der Luxuslative! Doch Neptun hat anscheinend eine verschleppte Grippe und gibt einen Moment nicht Acht: der gesamte Luxusliner geht mit Mann, Maus und Sanitäranlagenwartungspersonalfachfrauen unter. Angespült an einen von Gott und allen Beckensteinen verlassenen Strand, kämpfen die drei Streithühnchen gegen die Kochkünste kannibalischer Eingeborener, verstimmte Dschungelgötter und natürlich gegen den drohenden Inselkoller.


Anschließend ging es zur Stärkung zur "China-Flora" in die Martinistraße, wo wir einen Tisch bestellt hatten. Für knapp 13 Euro konnte man sich dort vom reichhaltigen Buffet bedienen. Wir kamen total ausgehungert in das Lokal, waren aber schon bald so satt, dass man sich gegen 22.00 Uhr auf den Fußmarsch nach Hause freute. Bewegung tut nach einem reichhaltigen Essen ja bekanntlich gut. Und der "SV Werder Bremen" hat ganz nebenbei nach einem 0:6 in Freiburg die Tabellenführung übernommen...

"Das stille Kind"...

Geschrieben am 23/04 23:13
"Das stille Kind"
...ist der Titel eines Theaterstückes, welches heute Premiere im "Neuen Schauspielhaus" feierte. Kurzfristig hatte ich für diese Premiere über das Internet zwei Eintrittskarten gewonnen, worüber ich mich sehr gefreut habe! Bisher haben mir alle besuchten Theaterstücke auf dieser Bühne bestens gefallen, die Inzenierungen waren alle einmalig gut gelungen! So war es auch am heutigen Abend:

Martin Crimps Stücke sind im allerbesten Sinne des Wortes „realistisch“ und werden europaweit erfolgreich aufgeführt, denn sie zeigen wirkliche Menschen in ihrem privaten Glück und Unglück. Seit Beginn der Neunzigerjahre ist der britische Autor einer der gefragtesten Chronisten unserer westlichen Gesellschaft. In seinem Stück „Das stille Kind“ greift Martin Crimp ein Thema auf, das leider schrecklich aktuell zu sein scheint und doch mit einem gesellschaftlichen Tabu belegt ist: Kindsmord. Die junge Mutter Carol wird zwischen ihrer Tochter Sharon und ihrem Lebensgefährten Nick aufgerieben. Überfordert versucht sie alles richtig zu machen und kann doch die drohende Katastrophe nicht aufhalten. Die Nachbarn schauen zu und die Sozialarbeiterin lässt sich an der Nase herum führen. Und irgendwann ist die kleine Sharon tot. Crimp stellt in seinem Stück die nötige Frage: „Musste es wirklich so kommen?“

Simone hatte bereits im Vorfeld eine Inhaltsangabe des Stückes gelesen und hatte sich dazu entschieden, dass sie sich diese Thematik nicht antun wollte. Deshalb bin ich heute mit Manfred ("Schlachte-Manni") zum Theater gegangen. Das Stück ging eigentlich von der ersten Minute unter die Haut und strahlte eine ständig bedrohliche Stimmung aus. Das Kind war allerdings niemals zu sehen, lebte hinter einer immer verschlossenen Tür, wurde nicht richtig ernährt und mußte z.B. durch zu heißes Baden körperliche Schmerzen aushalten. Die Thematik war (leider) aus dem Leben gegriffen und wurde sehr realistisch rübergebracht. Trotzdem gab es diverse Situationen, die dann doch mal zum Schmunzeln einluden. Für mich war es ein weiteres Meisterwerk des "Theater Bremen" und meine hohen Erwartungen wurden voll erfüllt! Das Bühnenbild war sehr interessant und abwechslungsreich gestaltet worden und die Darsteller waren einmal mehr spitzenmäßig. Man muß wirklich dankbar sein, dass in Bremen solche tollen Theaterstücke aufgeführt werden und vielleicht achtet man nun mehr auf sein Umfeld, damit sich solche Szenen nicht (mehr) im realen Leben wiederholen...
Autor: sbecker
Kategorie: Theater & Musical

"ABBA Hallo!"...

Geschrieben am 09/04 23:59
"ABBA Hallo"
...auf dem "Theaterschiff" sollte am Abend den absoluten Höhepunkt des heutigen Tages darstellen. Die Karten dafür hatte ich von Manfred und Jessica zum Geburtstag bekommen. Die Inhaltsbeschreibung auf der Website konnte meine Neugier auf dieses Stück nicht unbedingt befriedigen:

ABBA Hallo!
Die drei Lokusladies Sophie, Babs und Rosi werden über Nacht in einer Großraumtoilette eingeschlossen. Überlaufende Toilettenspülungen, eine mysteriöse Schatzkarte und düstere Mafia-Geheimnisse schweißen das verzankte Grüppchen zusammen.
Zu Gunsten der Lachmuskeln verwandeln die drei Toiletten-Entertainerinnen das sonst so stille Örtchen in einen Revuepalast der schönsten ABBA-Melodien.


Aber eigentlich wurde mit diesen Worten alles gesagt, was man wissen muß. Die Aufführung war total klasse und die drei Darsteller brachten wohl alle Besucher im ausverkauften Saal zum Lachen. Was musikalisch geboten wurde, waren erwartungsgemäß lustige Texte, die in bekannte ABBA-Songs eingearbeitet wurden. Wir haben uns bestens unterhalten gefühlt und die Aufführung bildete damit den krönenden Abschluß eines schönen Tages, der um 11.00 Uhr bei schönem Wetter an der "Schlachte" beim "Feldmann's BIerhaus" begann. Dort trafen Simone, John und ich uns mit Manfred und Jessica. Es gab erfrischende Getränke, ein Mittagessen und die Zeit verging mal wieder wie im Fluge. Nach einer kurzen Pause am Nachmittag machten Simone und ich gegen 17.15 Uhr einen ersten Besuch im neu eröffneten Biergarten beim "Hofbräuhaus Bremen". Der Biergarten befindet sich in einem geräumigen Innenhof und wirkte auf mich sehr einladend. Sehr positiv finde ich die Tatsache, dass man dort bedient wird und alle Speisen und Getränke an den Tisch gebracht bekommt. Da wir uns anschließend zum Abendessen verabredet hatten, beließen wir es bei einem Getränk. Das besagte Abendessen erfolgte dann in der "Comturei" in der Osterstraße - also direkt gegenüber vom "Hofbräuhaus Bremen". Hier konnten wir mal wieder unsere beliebten Gutscheinhefte einsetzen. Die bestellten Gerichte schmeckten uns allen ganz hervorragend und der Service war dort wieder einmal absolut super und freundlich! Dazu bildet das Gewölbe aus dem 13. Jahrhundert, in dem man dort sitzt, eine sehr gemütliche Atmosphäre. Direkt nach dem Abendessen ging es dann zur Vorstellung "ABBA Hallo!" zum nahgelegenen "Theaterschiff". Die Vorstellung endete gegen 22.15 Uhr. Fast zeitgleich endete im "Weserstadion" die Begegnung "SV Werder Bremen : Udinese Calcio" mit 3:1. Die Zusammenfassung dieses Spiels sahen wir uns anschließend im "Hofbräuhaus Bremen" an, wo wir den Abend ausklingen ließen. Simone "erlöste" allerdings unmittelbar nach dem Theaterbesuch meine Eltern, die zu Hause auf John aufgepaßt hatten. Das war ein wirklich ereignisreicher Tag, der komplett ausgefüllt war...
"Hofbräuhaus Bremen"
Autor: sbecker
Kategorie: Theater & Musical

"Die schmutzigen Hände"...

Geschrieben am 07/03 23:30
...konnten wir uns heute im "Neuen Schauspielhaus" ansehen. Die Karten dafür hatte ich im Internet gewonnen. Da meine Eltern im Urlaub sind und daher während dieser Zeit als "Aufpasser" für John ausfielen, stand das Theatererlebnis anfangs etwas auf der Kippe. Aber zum Glück hatte Sabrina kurzfristig Zeit und so konnten wir uns das Stück ansehen. "Die schmutzigen Hände" war meiner Meinung nach kein einfacher Stoff, jedoch unglaublich gut inszeniert und die schauspielerischen Leistungen waren absolut super!

Ist es möglich und nötig, sich als Einzelner mit ideellen Überzeugungen gesellschaftlich verantwortungsbewusst einzusetzen - ohne sich schmutzige Hände zu machen? In Zeiten sozialer und demokratischer Krisen überall auf der Welt scheinen die in Sartres Drama gestellten, grundsätzlichen Fragen nach persönlicher wie politischer Entscheidungsfreiheit und Verantwortung aktueller als gewünscht. Um mit seiner verhassten großbürgerlichen Herkunft zu brechen, schließt sich der junge, intellektuelle Hugo der kommunistischen Partei des Phantasiestaates Illyrien an. Er hungert danach, für die Partei eine Tat zu begehen und somit beweisen zu können, dass er auf der richtigen Seite steht. Schließlich bekommt er den ersehnten Auftrag: Er soll den Parteifunktionär Hoederer erschießen, der verdächtigt wird, mit der bürgerlichen Partei zu kooperieren. Und schneller als geahnt bieten sich Gelegenheiten zum geforderten Schuss - doch von Hemmungen geplagt und von Hoederer fasziniert schiebt Hugo den Mord mehr und mehr hinaus. Bis er plötzlich seine Ehefrau in Hoederers Armen findet... Die Situation hat sich gedreht: Eifersucht oder politischer Akt?

Zum Glück gab es während der Aufführung im "Neuen Schauspielhaus" keine Pause. Diese hätte die ganze Aufführung, die fast exakt 2 Stunden dauerte, auch total zerstört. Alle Raucher, die unter den Zuschauern waren, wurden auf eine harte Probe gestellt: Es wurde auf der Bühne nämlich fast durchgehend geraucht. Hätte ich die Karten für dieses Stück nicht gewonnen, hätte ich mir wohl dafür auch keine Karten gekauft. Daher habe ich mich über diesen Gewinn auch besonders gefreut. Eigentlich kann man sich vermutlich jede Aufführung des "Bremer Theaters" ansehen. Wir waren bisher von allen Aufführungen, die wir gesehen und erlebt haben, absolut begeistert. Daher werden wir auch weiterhin nach geeigneten Stücken Ausschau halten. Für ein Theaterstück würde ich auf jedes andere Event verzichten - absolut geniale Unterhaltung!
Autor: sbecker
Kategorie: Theater & Musical

"Das A.K.-System"...

Geschrieben am 18/02 05:26
"Das A.K.-System"
...haben wir uns gestern im "MOKS" hier in Bremen angeschaut. Für dieses Theaterstück hatte ich kurzfristig Karten gewonnen und da meine Eltern auf John aufgepaßt haben, konnten Simone und ich uns die Aufführung des "Schauspiel Bremen" ansehen:

Eine heutzutage recht gewöhnliche Situation schlägt ins Absurde um: Ein Unternehmen ist mitten im wirtschaftlichen Umbruch hin und her gerissen ist zwischen dem Mithalten mit der Moderne und dem Festhalten an Altbewährtem. A.K., der unsichtbare Chef, gibt lediglich Durchhalteparolen weiter. Sehr humorvoll und mit viel Charme hat der französische Autor Lionel Spycher diese skurrile Geschichte gestaltet: Er beobachtet die fünf Mitarbeiter des Unternehmens bei ihrer individuellen Strategien im Umgang mit dem drohenden Untergang: Patrick, der Projektmanager, ist von den unkonkreten Aufträgen völlig überfordert, vertuscht es aber, indem er seine Mitarbeiter immer wieder zu mehr Aktivität treibt; seine Vorgängerin Ines durchschaut ihn und vertraut dem Erfolg der Ideen ihres Schützlings Marina; Arthur intrigiert bei Patrick gegen Marina, mit der er eine Affäre hatte; und Fiona setzt ihre weiblichen Reize ein. Rettung ist allerdings nicht in Sicht, denn das Spiel um private und geschäftliche Interessen hat seine eigene Dynamik. So ist schließlich Patricks ureigenste Flucht aus der Misere in ein Leben mit Ackerbau und Viehzucht überraschend und konsequent zugleich …

Es war unser erster Besuch im "MOKS" und wir waren mehr als angenehm überrascht! Bereits als die Zuschauer ihre Plätze einnahmen, hatten die Aktivitäten auf der Bühne begonnen. Wir bekamen sogar noch zwei Plätze in der 1. Reihe, denn die Platzwahl war frei. Das Stück selber hat mir von der Inszenierung bestens gefallen und die Leistung der Schauspieler war großartig. Wir haben uns im laufe der Zeit bereits mehrere Aufführungen des "TheaterBremen" anschauen können und sind immer wieder davon sehr angetan! Einige der Darsteller kannten wir bereits aus anderen Produktionen. Es ist schon toll, was schauspielerisch in Bremen geboten wird und eigentlich sollte man viel öfter ins Theater gehen. Ich nehme es mir immer wieder vor. "Das A.K.-System" war so inszeniert, dass eigentlich kein Beifall vom Publikum während der Aufführung möglich war. Etwas ungewöhnlich, aber für die Wirkung sehr passend - ebenso die kurzen Zwischenmusiken! Das Theaterstück glich eigentlich einem Film, den man sich im Kino ansieht. Eine Pause gab es nicht und so war die grandiose und packende Aufführung nach 90 Minuten beendet. Es war wirklich ein tolles Erlebnis und wir werden nun verstärkt auf weitere Aufführung der Bremer Bühnen achten...
Autor: sbecker
Kategorie: Theater & Musical

Nennenswerte Aktivitäten...

Geschrieben am 08/03 23:59
"Schlachte-Feeling" is back!
...haben sich in dieser Woche nur am Wochenende ereignet. Das liegt vermutlich daran, dass ich nachts gearbeitet und tagsüber geschlafen habe. Trotzdem muß das ein wenig anders werden und sich in der Zukunft wieder besser verteilen. Um Punkt 11.00 Uhr trafen Simone und ich heute bei schönstem Sonnenschein an der "Schlachte" ein, um das schöne Wetter zu genießen. Einige Sekunden später erschien dort auch Manfred am üblichen "Stammplatz", den wir dann auch bis 14.30 Uhr nicht mehr verließen. Ausgenommen von einigen kurzen Versuchen des (kalten) Windes, uns den Aufenthalt dort zu vermiesen, war es ein sehr frühlingshafter Tag und sogar die Biergärten beim "LUV" und "Feldmann's" lockten bei der heutigen Eröffnung bereits die ersten Gäste an! Ein perfekter Tag, der nur durch das schmerzliche Erlebnis, auf das ich hier nicht weiter eingehen möchte, in der Zeit von 15.30 Uhr bis 17.15 Uhr getrübt wurde.
"Haake Beck Ausspann" im "Schnoor"
Um unsere Laune wieder aufzupuschen gingen Manfred, Jessica, Simone und ich anschließend zum Abendessen zum "Haake Beck Ausspann" in den "Schnoor". Bekanntlich stehen im "Schnoor" so ziemlich die ältesten Häuser Bremens, die in Form von kleinen Läden, Wohnhäusern und Restaurants restauriert und erhalten wurden. Die Decke und die Deckenbalken im "Haake Beck Ausspann" waren so niedrig, dass man nur in stark gebückter Haltung zu seinem Sitzplatz gelangen konnte. Für das dort arbeitende Personal eine echte Herausforderung, besonders beim Servieren der Speisen und Getränke. Wenn man dort als Gast sitzt, ist es allerdings urgemütlich! Preislich zahlt man natürlich für dieses Erlebnis in dieser touristischen Attraktion etwas drauf, wenn auch dafür das Essen sehr gut ist. Dazu kommt ja auch noch, dass Simone und ich durch den Einsatz der "Happy Dinner Card" nur ein Gericht bezahlen mußten. Wie schon bei unserem ersten Besuch im letzten Jahr, hat es uns dort wieder mal sehr gut gefallen!
"Vier linke Hände"
Anschließend gingen Simone und ich dann noch in "Packhaus Theater", wo wir ja Karten für die heutige Vorstellung von "Vier linke Hände" mit Gernot Endemann und Sabine Schmidt-Kirchner hatten. Nachdem wir uns in der Vergangenheit im Theater eher ernstere Stücke angesehen haben, konnten wir uns in diesem Fall bei einer Komödie bestens amüsieren! Das Stück, bei dem nur zwei Personen mitwirkten, paßte ganz hervorragend in dieses kleine Theater:

Die bekannte Komödie des französischen Autors Pierre Chesnot erzählt die Geschichte von Sophie und dem Junggesellen Bertrand. An ihrem 45. Geburtstag will Sophie ihrem tristen Dasein mit Hilfe einer Überdosis Schlaftabletten und einer gefüllten Badewanne ein Ende setzen. Doch der Plan misslingt gründlich! Schließlich führt das übergelaufene Badewasser sogar dazu, dass die Wohnung des unter ihr lebenden Bertrands überschwemmt wird... Und so lernen sich die beiden Protagonisten dieser Komödie kennen. Was danach folgt, ist ein amüsanter und witziger Schlagabtausch zweier Menschen, die miteinander nicht leben können, es aber ohne einander auch nicht lange aushalten.In jedem Fall ist bei diesem amüsanten Kampf der Geschlechter Lachen garantiert.

Unter der Regie von Florian Battermann spielen Sabine Schmidt-Kirchner und Gernot Endemann.

Sabine Schmidt-Kirchner absolvierte nach einem Studium an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover eine Ausbildung zur Musicaldarstellerin in Graz. Neben klassischen Rollen schlägt ihr Herz auch immer wieder für die Boulevard-Komödie. So stand sie u.a. auf den Bühnen der Komödie Düsseldorf und des Neuen Theaters Hannover. Zudem sang sie deutschlandweit Titelpartien in den Musicals „Kissme Kate“, „My Fair Lady“, „Cabaret“, „Evita“ u.v.m.

Gernot Endemann gehört bereits seit Jahrzehnten zu den beliebtesten und gefragtesten deutschen Film- und Fernsehschauspielern. Seine erste große Rolle spielte er neben Inge Meisel in der Serie „Die Unverbesserlichen“. Seitdem kennt ihn ein Millionenpublikum z.B. aus der „Sesamstraße“, „Tatort“, „Moselbrück“ und „Küstenwache“, um nur einige der TV-Serien zu nennen, in denen Endemann mitgewirkt hat. Doch immer wieder kehrt er gerne zum Theater zurück.
Autor: sbecker
Kategorie: Theater & Musical

Eine ereignislose Woche...

Geschrieben am 19/01 23:20
"Die Katze auf dem heißen Blechdach"
...nähert sich dem Ende und findet mit unserem heutigen Theaterbesuch doch noch ihren Höhepunkt: Wir haben uns heute im "Neuen Schauspielhaus" in Bremen "Die Katze auf dem heißen Blechdach" angesehen. Es hat uns, wie bisher alle von uns besuchten Aufführungen in diesem Theater, absolut super gefallen! Es überrascht mich immer wieder, wie diese wirklich begnadeten Schauspieler das Publikum für 2 Stunden fesseln können! Diesmal gab es sogar nicht einmal eine Pause und mir ist niemand aufgefallen, der während der Vorstellung unbedingt zur Toilette oder dem Drang nach einer Zigarette nachgeben musste. Wir saßen diesmal in der ersten Reihe im Rang und mussten auch für diesen klasse Sitzplatz nur 23 Euro bezahlen. Steht in keinem Verhältnis zu einem Kinobesuch, der ja auch schon annähernd so viel kostet...

"Big Daddy" führt seine Familie wie ein Kleinunternehmen. Patriarchalisch, stets mit strenger Hand und ohne jemals Schwäche zu zeigen. Der Mann ist allerdings todkrank und seine Tage sind gezählt. Er selber weiß allerdings nichts von seinem Schicksal, denn die Diagnose wird ihm streng geheim gehalten. Das Zusammentreffen der ganzen Familie auf Big Daddys 65. Geburtstag wird dann leider alles andere als ein Fest der Harmonie: Die Fassade der perfekten Familie zerbricht schlagartig mit dem Beginn von eskalierenden Streitgesprächen über Big Daddys Erbe nach dessen Ableben. Sohn Gooper, habgieriger Rechtsanwalt und Vater von fünf Kindern, will seinen Bruder Brick unbedingt vom Erbe ausschließen. Brick, ein ehemals vielversprechendes Footballtalent und dem Alkohol verfallen, hat jedoch wenig Interesse an seinem Erbe, sodass seine Frau Maggie den Kampf aufnehmen muss. Ihr wird als Kinderlose allerdings eher Verachtung als Respekt entgegengebracht.
Autor: sbecker
Kategorie: Theater & Musical

"Loriots dramatische Werke II"...

Geschrieben am 01/01 12:22
"Loriots dramatische Werke II"
...war für uns der angestrebte Höhepunkt unseres Silvester-Abends und wurde auf dem "Theaterschiff Bremen" aufgeführt. Bereits vor 2 Jahren hatten wir uns, ebenfalls an Silvester, dort den ersten Teil dieser überaus dramatischen Werke angeschaut. Eigentlich war ich der Meinung, dass man "Loriot" nicht ersetzen oder kopieren kann und wenn, dann schon gar nicht live vor Publikum. Was die Darsteller allerdings auf einer derart kleinen Bühne mit einfachsten Mitteln dem begeisterten Publikum darboten, lässt dieses Vorurteil schon während der ersten Minuten sofort verpuffen! Es funktioniert tatsächlich und sogar Sketche wie "Bettenkauf" oder "Liebe im Büro" kommen so rüber, dass wohl auch Vico von Bülow selber mit der Inszenierung einverstanden wäre. Manchmal glaubte man tatsächlich, dass "Loriot" persönlich auf der Bühne stünde!
Dem Theaterstück ging an diesem Tag noch ein Buffet voraus, welches wir schon vor längerer Zeit gebucht hatten. Gegen 17.45 Uhr kamen wir auf dem "Theaterschiff Bremen" an, wo man sich leider erstmal in eine ziemlich lange Warteschlange einreihen durfte. Gäste für die nächste Vorstellung und Gäste für das Abendessen mussten sich leider in der selben Wartereihe anstellen, was wirklich etwas unglücklich organisiert war. Und war man endlich an der Reihe, dann erfuhr man von der Dame nur an welchem Tisch man sitzen sollte. Hier hätte auch ein Schild am jeweiligen Tisch ausgereicht und die Bedienung hätte die Buchungsbestätigungen einsammeln können. Dann hätte man sich 15 Minuten Wartezeit ersparen können. Das Essen war dann aber sehr lecker und die nervige Warteschlange bald vergessen. Es gab dann später am Abend, als wir zur Vorstellung kamen und unsere Jacken an der Garderobe abgeben wollten, zwar dort wieder eine längere Warteschlange, was aber baulich auf diesem Schiff wohl nicht anders lösbar gewesen ist. Das tolle Theaterstück ließ darüber hinwegblicken...
Das Jahr 2008 hat begonnen!
Die Jahreswende verbrachten wir dann erstmals auf der "Wilhelm-Kaisen-Brücke", von wo wir auf das angekündigte Feuerwerk des "Theaterschiffes Bremen", auf den "Teerhof" und die "Schlachte" einen sehr schönen Ausblick hatten. Auf dem Foto hier sehen wir alle etwas verfroren aus, denn natürlich war die Silvester-Nacht mal wieder richtig kalt! Ich muss sagen, dass ich ein derartiges Feuerwerk zu Silvester in Bremen bisher noch nicht erlebt hatte. Die Leute haben offensichtlich Unmengen an Geld für das diesjährige Feuerwerk ausgegeben. Es sah aber alles wirklich wunderschön aus und der Bremer Nachthimmel erleuchtete in den schönsten Farben zur Jahreswende! Nach etwa 30 Minuten senkte sich allerdings der dadurch entstehende Qualm hinunter und man konnte nicht einmal mehr bis zur "Teerhofbrücke" (wo wir sonst immer das neue Jahr begrüßt hatten) hinüberblicken. Nachdem wir unseren mitgebrachten Sekt geleert hatten, ließen wir Silvester bei uns zu Hause noch bis etwa 4.00 Uhr ausklingen...

"Ich war noch niemals...

Geschrieben am 29/12 23:59
"Ich war noch niemals in New York"
...in New York" im "Operettenhaus" in Hamburg stand heute dem Programm! Dafür waren wir ja hauptsächlich nach Hamburg gekommen. Bis die Vorstellung um 15.00 Uhr anfing, hatten wir aber noch jede Menge Zeit: Nach dem Frühstück machten wir einen größeren Rundgang durch die Innenstadt zur Speicherstadt, den Landungsbrücken, genossen die Aussicht vom "Michel" und landeten schließlich noch auf "St. Pauli". Hier fand dann nach einem Mittagessen bei "Burger King" unser Besuch im Musical "Ich war noch niemals in New York" statt. Wenn man sich, so wie ich, für die Musik von Udo Jürgens interessiert und begeistern kann, dann ist das wohl schon so eine Art Pflichtveranstaltung. Eigentlich hat sich für mich das Thema Musical ja im Laufe der Jahre erledigt, da es meiner Meinung nach nur noch wenige neue Highlights gibt. Trotzdem sehe ich mir hin und wieder eine Veranstaltung dieser Art gerne an. Wie ich es schon vermutet hatte, handelt es sich bei diesem Musical um sehr leichte Unterhaltung, vollgestopft mit Klischees und zahlreichen Liedern von Udo Jürgens. Insgesamt gute und nette Unterhaltung mit sehr tollen Kulissen und schönen Elementen, die man Musical-Fans sehr an Herz legen kann. Die Story ist nicht unbedingt auf anspruchsvolle Unterhaltung aufgebaut, unterhält aber bestens und so macht der Besuch von "Ich war noch niemals in New York" viel Spaß und gute Laune! Ich musste mich aber erstmal daran gewöhnen, dass die gehörten Lieder nicht von Udo Jürgens gesungen wurden, was mir anfangs einige Schwierigkeiten bereitete. Natürlich war ich aber darauf vorbereitet und daher stellte dieser Umstand kein Problem dar - aber es war eben ungewohnt. Man fühlte sich während der Vorstellung wie auf dem "Traumschiff" und hatte beim Verlassen des "Operettenhauses" noch zahlreiche der eben gehörten Lieder im Kopf, bevor man sich dann wieder das "Elend" vor der Haustür auf "St. Pauli" ansehen konnte. Anschließend landeten wir wieder zum Abendessen im "Friesenkeller" und anschließend in der Hotelbar im "Ibis", wo wir den Tag ausklingen ließen...
Autor: sbecker
Kategorie: Theater & Musical

"Wer hat Angst...

Geschrieben am 28/12 08:07
"Wer hat Angst vor Virginia Woolf?"
...vor Virginia Woolf?" haben wir uns gestern im "Neuen Schauspielhaus" in Bremen angesehen. Wir hatten einen hervorragenden Platz in der ersten Reihe und das genaue Studieren der Gesichtsausdrücke war dadurch mühelos möglich. Wir sind ins Theater gegangen ohne uns vorher über den Inhalt des Stückes zu informieren und auch der gleichnamige Film war und ist uns nicht bekannt. Was die vier Personen auf der Bühne an Schauspielkunst boten, war schon atemberaubend! Wenn ich bedenke, dass ein Kinobesuch auch schon mehr als 10 Euro kostet, dann wird einem hier für einen Eintrittspreis von 23 Euro unglaubliches geboten! Das Stück war allerdings keine leichte Kost, ging teilweise ziemlich unter die Haut und das Lachen blieb einem manchmal tatsächlich im Halse stecken. Zur Pause waren einige Zuschauer so irritiert, dass sie offensichtlich gar nicht wussten, ob das Stück bereits zu Ende sei oder nun wirklich eine Unterbrechung ansteht. Sie blieben anfangs auf ihren Plätzen sitzen und blickten fragend zu denen herüber, die sich bereits auf den Weg ins Foyer machten. Wir, inklusive meiner Eltern, die auch mitgekommen waren, hatten diese Fragezeichen allerdings am Ende der Aufführung auf der Stirn. Die Auflösung dieses wirklich grandiosen Stückes war uns nämlich nicht ganz so klar. Erst wenige Minuten später auf dem Weg nach Hause dämmerte es bei uns langsam und eine abendliche Recherche im Internet brachte dann Klarheit auch darüber, was mit "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" wirklich gemeint war. Das Eintrittsgeld hat sich mehr als bezahlt gemacht und so wird uns auch unser dritter Besuch in diesem Theater noch lange positiv im Gedächtnis bleiben...

Wer hat Angst vor Virginia Woolf?
Von Jochen Brünner
Wie steigert man gut? Besser, am besten - Bestie!
In Edward Albees Drama "Wer hat Angst vor Virginia Woolf" sind die veritablen Hausdrachen unter sich.
Allen voran die verwöhnte und versoffene Furie Martha (Gabriele Möller-Lukasz), die mit dem Geschichtsprofessor George (Detlev Greisner) verheiratet ist, den sie ihren "süßen kleinen Scheiße-Bimbo" nennt.
Und wenn dieses "Traumpaar" noch spät am Abend Gäste empfängt, in diesem Fall den Nachwuchs-Biologen Nick (Jost Grix) und seine Frau Mausi (Verena Güntner), dann fliegen die Fetzen - und das von George initiierte Spiel "Die Gäste-Falle" entpuppt sich im Rahmen des Stücks als bittere Realität.
Matthias Kaschig inszeniert Albees modernen Klassiker mit radikalen Tempowechseln: Zeitlupenartige Märchenerzählung und rasantes Stakkato-Gewitter prallen unmittelbar aufeinander.
Von Detlev Greisner (George) und Gabriele Möller-Lukasz (Martha) durfte man große Leistungen erwarten. Am meisten aber überrascht Verena Güntner als Mausi: Sie beschränkt sich nicht auf die Darstellung des intellektuellen Horizonts ihrer Figur, der in den beiden schönen Sätzen "Ich will meinen Mann. Ich will einen Cognac" auf den Punkt gebracht wird, sondern legt die Mausi quasie als "Junior-Ausgabe" Marthas an, mit der Nick, den Jost Grix hier ein wenig indifferent gibt, in Zukunft noch seine liebe Not haben wird.
Ein großes und wunderbar intensives Theaterspektakel. (aus "www.bremenlive.de")

"Ein Käfig voller Narren"

Geschrieben am 27/12 09:15
Ein Käfig voller Narren
Gestern haben wir dann also die erste Veranstaltung besucht, die in den nächsten Tagen ansteht. Das "Musical Theater Bremen" befindet sich in der Nähe des Bremer Hauptbahnhofs und ist für uns zu Fuß in wenigen Minuten erreichbar. Kommt ja nicht sonderlich oft vor, dass man für einen Musical-Besuch keinen ganzen Tag einplanen, keine Autofahrt in Kauf nehmen oder kein Hotelzimmer buchen muss. "Ein Käfig voller Narren" wird in Bremen aufgeführt und so konnten wir als Bremer alle Annehmlichkeiten, die diese Aufführung in unserer Stadt mit sich bringt, voll genießen! Eigentlich bin ich ja der Meinung, dass das Musical an sich im Laufe der Jahre etwas aus der Mode gekommen ist. Wenn ich ehrlich bin, dann hatte ich auch nicht erwartet, dass es sich bei dieser Aufführung um ein "echtes" Musical handelt. "Ein Käfig voller Narren" ist in diesem Fall zwar ein Musical, enthält aber über weite Strecken den Charakter eines Theaterstückes, wo nicht gesungen wird. Der Film, der dieser Aufführung als Vorlage diente, ist mir übrigens nur namentlich bekannt. So konnte ich ohne gewisse Erwartungen oder Vorbelastungen in die Vorstellung gehen. Wir hatten in der 4. Reihe auch einen sehr guten Platz und konnten den Darstellern förmlich in die Augen schauen! Der Hauptdarsteller Hans Neblung, der die schwere Hauptrolle (Albin / Zaza) spielte, machte seine Sache absolut super! Aber auch alle anderen Darsteller trugen dazu bei, dass sich am Ende der Vorstellung alle Besucher begeistert von ihren Plätzen erhoben! Bernd Herzsprung, der mir natürlich hauptsächlich aus der ZDF-Serie "SOKO 5113" bekannt war, spielte die Rolle des Edouard Dindon. Hildegard Krekel, die damals bei "Ein Herz und eine Seele" die Tochter von "Ekel Alfred" verkörperte, spielte die Rolle seiner Frau und beide waren das buchstäbliche Sahnehäubchen auf der Vorstellung! Leider endet die Spielzeit dieses Musicals in Bremen bereits am 30. Dezember 2007.

Papa ich werde heiraten. Ein vermeintlich harmloser Satz, der das traute Familienidyll von Georges, Albin und Jean-Michel in St. Tropez mächtig ins Wanken bringt. Denn: Eine Hochzeit ist schon in einer normalen Familie eine aufregende Sache. Was schließlich passiert, wenn einerseits der Brautvater ein erzkonservativer Politiker und Sittenwächter ist und andererseits der Vater des Bräutigams einen bekannten Nachtclub im Travestie-Milieu sein Eigen nennt, zeigt das Musical Theater Bremen in einer Neuinszenierung des Musicals "Ein Käfig voller Narren", das am 6. Dezember seine Premiere feiert. Und als ob die beiden Väter nicht schon für genug Zündstoff sorgen würden, ist Jean-Michels Mutter Albin, der den Jungen seit 20 Jahren liebevoll umsorgt und aufgezogen hat, niemand geringerer als der Star eben dieses Nachtclubs. Albin verwandelt sich allabendlich in die schöne, glamouröse Zaza und steht mit den Cagelles auf der Bühne des "La Cage aux Folles". Bei dieser Heirat sind Irrungen und Wirrungen vorprogrammiert...
Autor: sbecker
Kategorie: Theater & Musical

Das Jahr klingt kulturell aus...

Geschrieben am 25/12 23:59
Konzertkarten
...und das in einem Ausmaß, wie ich es so nicht erwartet hätte! Obwohl es in Bremen zahlreiche Bühnen und Theater gibt, muss ich nach geeigneten Stücken sehr lange suchen. Findet man mal eine passende Veranstaltung, dann ist oft keine Zeit da. Die typisch klassischen Theaterstücke sind in der Regel nichts für mich. Ob das nun an mangelnder Bildung oder an kulturellem Unverständnis liegt, das kann ich nicht beantworten. Für mich steht in erster Line der Spaß-Faktor im Vordergrund, nicht das vielleicht bedeutungsvolle Theaterstück, dass man einfach kennen sollte. Ich bin sehr froh, dass es zum Ende des Jahres nun doch noch einige Gelegenheiten für einen Theater- oder Musical-Besuch geben wird: "Ein Käfig voller Narren" mit Bernd Herzsprung, Hildegard Krekel und Hans Neblung im Musical Theater Bremen macht den Anfang. Dann folgt "Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" im Bremer Schauspielhaus. Danach geht es nach Hamburg zu "Ich war noch niemals in New York", dem Udo Jürgens-Musical im Operettenhaus. Und zum Ausklang des Jahres 2007 sehen wir uns auf dem Theaterschiff in Bremen noch "Loriots Dramatische Werke II" an. Und für Ende Januar gibt es dann noch in der Bremer Glocke das Stück "Meine Schwester und ich", mit Herbert Herrmann für das ich zu Weihnachten von Simone Karten bekommen habe! Es gibt viel zu sehen, packen wir's an...

Der tiefsinnige und feine Humor...

Geschrieben am 29/10 18:46
Loriot mit Evelyn Hamann
...stirbt in Deutschland langsam aber sicher aus. Vermutlich ist er bereits ausgestorben. Dies wurde mir nicht erst heute durch die Nachricht des Todes von Evelyn Hamann, der ehemaligen Sketch-Partnerin von Loriot, deutlich. Gelangweilt betrachte ich schon seit vielen Jahren das, was man seit einiger Zeit in unserem Land Humor nennt, was heute besser unter dem Namen Comedy bekannt ist. Vereinzelt kann mir dies zwar mal ein Lächeln oder sogar ein lauteres Lachen entlocken, jedoch ist diese Art von Humor sehr kurzlebig und es steckt so gut wie nichts dahinter. Muss ja auch nicht unbedingt, nur gefällt mir das, was Komiker wie Loriot damals mit viel Feingefühl gemacht haben, einfach ganz besonders gut. Ich kann mir diese ganzen geistreichen Sketche, die ich zum Glück alle auf DVDs habe, immer und immer wieder ansehen und herzhaft darüber lachen! Loriot selber hat angekündigt, dass er heute in der ARD-Sendung "Beckmann" seinen endgültig letzten Auftritt im TV haben wird. Mit nun fast 84 Jahren eine nachvollziehbare Entscheidung, wie ich finde. In seine Fußstapfen - und in die seiner Sketchpartner - wird wohl niemand steigen können. Deshalb freue ich mich schon ganz besonders auf Silvester! Gestern stellte sich nämlich überraschend heraus, dass wir an diesem Tag auf dem Theaterschiff in Bremen das Programm "Loriots dramatische Werke II" erleben werden. Zwar nicht mit dem wirklichen Loriot, aber dafür mit hervorragenden Schauspielern, die mich auch schon vor zwei Jahren bei "Loriots dramatische Werke" überzeugten.
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