Reisebericht: Florida vom 15. bis 29. Juni 1997

Über Orlando, Florida

Über Orlando, Florida

Sonntag, den 15.06.1997

Bereits um 2.20 Uhr wachte ich auf, bereits 10 Minuten bevor eigentlich der Wecker klingeln sollte. Aufgrund der Aufregung oder der in Deutschland zur Zeit herrschenden Hitzewelle hatte ich gestern beim Einschlafen größere Probleme gehabt. Gegen 23.00 Uhr hatte ich noch Hunger verspürt. Da aufgrund unserer bevorstehenden Reise der Kühlschrank leer war, blieb mir nichts anderes übrig, als zu Burger King zu gehen. Es war ein total befreiendes Gefühl an diesem Abend über die Weserbrücke zu gehen, die beleuchtete Innenstadt anzusehen, mit dem Wissen, in ein paar Stunden in Richtung Amerika abzufliegen. Nach meiner Rückkehr bekam ich noch für etwa drei Stunden Schlaf. Nachdem ich im Bad fertig war, war Simone an der Reihe. Sie hatte in dieser Nacht ganz gut geschlafen und hatte zwischenzeitlich schon die letzten Sachen zusammengepackt. Gegen 3.30 Uhr riefen wir ein Taxi, welches uns zum Bremer Hauptbahnhof brachte. Von dort aus fuhren wir mit dem Interregio um 4.07 Uhr nach Hamburg. Während der Zugfahrt konnten wir beobachten, wie es langsam hell wurde. Der Himmel war stark bewölkt und es war etwas frisch (14°C). Am Hamburger Hauptbahnhof angekommen fuhren wir erneut mit einem Taxi weiter zum Flughafen. Der Taxifahrer war sehr nett und erklärte uns zwischendurch einige Hamburg betreffende Dinge. Er zeigte uns u.a. eine Fußgängerbrücke, unter der wir hindurchfuhren, die aufgrund einer Fehlplanung viel zu kurz geraten war. Vom Hamburger Flughafen sollte um 7.05 Uhr unsere Maschine nach Düsseldorf starten. Zuvor stellten wir noch fest, daß unsere gebuchten Sitzplätze bei der LTU nicht für uns reserviert waren. Wir bekamen jedoch für den Flug von Düsseldorf nach Orlando zwei andere Sitzplätze, einer davon war am Fenster. Auf dem 40 Minuten dauernden Flug von Hamburg nach Düsseldorf wurden belegte Brötchen und Getränke gereicht. Auf dem Flughafen in Düsseldorf hatten wir dann noch etwa zwei Stunden Aufenthalt. Wir kauften einige Süßigkeiten, etwas zu Trinken und sahen uns etwas um. Gegen 10.30 Uhr startete dann unsere Maschine, die uns nach Orlando, Florida bringen sollte. Auf diesem Flug wurde neben diversen Getränken eine warme Mahlzeit und ein kaltes Abendessen serviert. Besonders erfreulich fanden wir es, daß zwischen uns ein Sitz nicht belegt war. So hatten wir mehr Platz. Außerdem wurden zwei Spielfilme gezeigt, von denen ich mir einen ansah. Der Film hieß „Wer ist Mr. Cutty?“ und war sehr amüsant. Während der Flugzeit von 9 Stunden und 15 Minuten konnten wir u.a. auf England, New York mit Manhattan und auf Washington D.C. herabblicken. Als wir über Orlando waren, sahen wir Cape Canaveral. Trotz einiger Wolken war es in Orlando sehr warm, was wir erst bemerkten, als wir das Flughafengebäude nach der üblichen Einreiseprozedur, die sehr zügig von statten ging, verließen. Wir fuhren dann mit einem Shuttle-Bus, unsere Gepäck hatten wir zuvor in Empfang genommen, zur Hertz-Autovermietung. Eigentlich hatten wir ein sehr kleines Auto gemietet. Der Mitarbeiter machte mir das Angebot, für 5 $ täglich mehr, ein weitaus größeres Auto zu bekommen. Wir zahlten 75 $, nahmen das Angebot an und fuhren mit unserem Dodge Stratus auf direktem Wege problemlos zu unserem Hotel, dem Radisson Resort Parkway. Dort angekommen machten wir uns kurz frisch, riefen zu Hause an, um unsere gute Ankunft mitzuteilen und machten uns dann gleich mit dem Auto auf Erkundungstour. Wir fuhren zu den Disney MGM Studios. Wir hatten einen Gutschein, der eigentlich am Eingang eines Disney-Freizeitparks in einen 30 Tage gültigen Pass eingetauscht werden sollte. Mit dieser Eintrittskarte konnte man sämtliche Disney-Parks besuchen. Der Florida Fun in the Sun Pass konnte heute aus irgendwelchen Gründen nicht (mehr) eingetauscht werden. Trotzdem erhielten wir zwei Tageskarten. Obwohl wir bereits über 20 Stunden auf den Beinen waren, stürzten wir uns ins Vergnügen. In den Disney MGM Studios stand ein Nachbau des Mann`s Chinese Theaters, welches wir bereits in Los Angeles gesehen hatten. Hier konnte man eine Reise durch die Filmgeschichte miterleben. Man fuhr durch verschiedene (nachgebaute) Filmkulissen, wie z.B. eine Westernstadt, ein Gangsterviertel im Chicago der 20er Jahre, einem Dschungel, in dem Tarzan sich an einer Liane hängend dem Publikum präsentierte, und war auch auf der Raumstation zu Gast, auf der das filmbekannte Alien sein Unwesen trieb. Danach erlebten wir Star-Tours. Diese Ride, bei der man das Gefühl hatte, mit einem Raumschiff durch das Weltall zu fliegen und verschiedene Abenteuer erlebte, machte uns großen Spaß, obwohl wir diese Attraktion bereits mehrmals in Paris und Los Angeles mitgemacht hatten. Nach dieser Ride erlebten wir die „Muppets-Show“ in 3D. Nach diesen ersten Eindrücken verließen wir diesen Park und fuhren mit unserem Auto zu einem Restaurant der Kette Pizza Hut. Dort bestellten wir uns zwei mittelgroße Pizzen und zwei Softdrinks. Gut gesättigt fuhren dann zurück zum Hotel. Unterwegs hielten wir noch an einer Tankstelle, um eine Straßenkarte von Orlando zu kaufen. Müde, abgeschlafft und leer, wie nach 26 Stunden ohne Schlaf nicht anders zu erwarten, fielen wir dankbar und glücklich in unsere riesigen Kingsize-Betten.

Pool-Bereich vom Radisson Resort Parkway

Pool-Bereich vom "Radisson Resort Parkway"

Montag, den 16.06.1997

Heute standen wir gegen 6.30 Uhr auf. Die Sonne schien bereits und es war ziemlich warm. Ich ging zuerst ins Bad um anschließend mit der Videokamera einige Aufnahmen vom Hotel zu machen. Während meiner Abwesenheit klingelte das Telefon. Simone nahm das Gespräch an und hatte die sogenannte Reiseleitung (Neckermann) an der Strippe. Die Frau fragte, weshalb wir uns auf dem Flughafen nicht bei ihr gemeldet hätten, wofür wir gestern keine Veranlassung sahen. Wir sollten uns mit ihr deshalb um 8.00 Uhr in der Lobby des Hotels treffen. Bei dem unnötigen Treffen wurden uns Reiseunterlagen ausgehändigt, die, wie sich später herausstellte, Anweisungen und Tips enthielten, vom Flughafen das Hotel zu finden. Da wir das Hotel bereits gestern erfolgreich gefunden hatten, hätten wir auf dieses Treffen mit der Reiseleitung verzichten können. Danach fuhren wir, für ein Frühstück fehlte uns nun die nötige Zeit, zum Magic Kingdom. Auch hier traten beim Versuch, unseren Gutschein gegen Eintrittskarten für die Disney-Parks einzutauschen, wieder Schwierigkeiten auf. Nach etwa einer Stunde und unzähligen Telefonaten der Kassiererin, erhielten wir dann endlich unseren „Florida Fun in the Sun Pass“ und konnten den Park betreten. Mit einem Schiff wurden wir über einen großen See zum Eingang des Magic Kingdoms übergesetzt. Es war bereits ziemlich voll. Dieser Park war ähnlich wie das Disneyland in Los Angeles und das Euro-Disney in Paris aufgebaut. So konnten wir uns gut zurechtfinden. Im Tomorrowland besuchten wir die neuste Attraktion The Extra TERRORestial Alien Encounter. Hier hatte man das Gefühl, sich auf der Besichtigungstour eines wissenschaftlichen Unternehmens zu befinden. Als Höhepunkt setzte man sich in einem Versuchslaboratorium auf einen Sessel, der zusammen mit vielen anderen Stühlen kreisförmig um eine große Glasröhre angeordnet war. In dieser Röhre aus Glas war ein großes, tobendes Monstrum eingesperrt, welches natürlich ausbrach. Das Licht ging aus, es knallte und schepperte. Als das Licht für kurze Zeit wieder anging, sah man, daß die Glasröhre leer und zerbrochen war. Nachdem das Licht wieder ausging, wurde mittels Soundeffekten der Eindruck erweckt, daß Monstrum würde im Labor herumlaufen. Wir spürten sogar den heißen Atem des Untiers in unserem Nacken, wurden mit seinem Geifer besprüht und mußten uns von ihm am Kopf berühren lassen. Da sich dies alles in totaler Finsternis abspielte, herrschte bei den Besuchern natürlich eine große Unruhe. Alle waren froh, als die Wissenschaftler das Monster bei Beendigung der Vorführung wieder eingefangen hatten. Danach besuchten wir die „Pirates Of The Caribian“ und fuhren mit einem kleinen Schiff durch die Welt der Seeräuber. Anschließend erlebten wir im Carussel In Progress am Beispiel einer amerikanischen Familie, die mit lebensechten Puppen dargestellt wurde, eine Reise durch die Zeit. Da wir ja heute auf unser Frühstück verzichtet hatten, verspürten wir nun doch langsam Hunger. Deshalb gingen wir ins Starlight-Cafe und aßen jeder einen doppelten Cheeseburger mit Pommes Frites und tranken dazu eine Cola. Ein künstliches Wesen, an einem Klavier sitzend, sorgte dabei für die musikalische Unterhaltung. Gegen mittag, als es uns dann zu heiß wurde, verließen wir das Magic Kingdom und fuhren zurück zum Hotel. Wir machten uns kurz frisch und zogen unsere Badesachen an. Mit dem Auto fuhren wir dann zu einem Wasserpark namens Typhoon Lagoon, für den unsere Eintrittskarten auch gültig waren. Im Mittelpunkt, in luftiger Höhe auf einem Felsen liegend, befand sich über dem Hauptschwimmbecken ein großes Schiff. Als plötzlich ein Signal ertönte und eine Wasserfontäne aus dem Schornstein schoß, kam eine leichte Unruhe bei den Badegästen auf. Wenig später bildete sich eine riesige Welle, die sich rasch auf die Badegäste im Wasser zubewegte und erst am künstlichen Strand zum Stillstand kam. Dieses Schauspiel wiederholte sich in regelmäßigen Abständen und sorgte für viel Spaß. Es bestand auch die Möglichkeit, mit einem aufgeblasenen Gummireifen um das riesige Gelände zu treiben, um sich von dem bunten Treiben im Wellenbecken zu erholen. Gegen 17.30 Uhr verließen wir dann den Park und fuhren wieder zum Hotel. Wir zogen uns um und starteten schon kurze Zeit später wieder. Wir fuhren zum Disney Village, wo wir beim Vorbeifahren ein Kino entdeckt hatten. Wir kauften uns Karten für den Film „The Lost World – Jurassic Park 2“. Eine Karte kostete 7.50$. Der Werberummel für diesen Film hatte uns in Deutschland bereits neugierig gemacht. Da dieser Film erst im August in Deutschland anlaufen sollte, waren wir froh, ihn bereits an diesem Tage sehen zu können. Da bis zum Beginn des Films noch etwas Zeit war, besuchten wir das nahgelegende Pleasure Island. Auch für diese Vergnügungsmeile galten unsere Pässe. Hier waren mehrere Diskotheken, Kneipen, Restaurants, Geschäfte und eine Bühne mit Live-Musik. Wir aßen und tranken eine Kleinigkeit und sahen uns um. Dann gingen wir zurück zum Kino, in dem wir eine große Leinwand und sehr bequeme Sessel vorfanden. Der Sound stimmte, der Raum war angenehm temperiert und der Film hielt, was die Werbung versprochen hatte. Nach diesem tollen Kinoerlebnis fuhren wir, es war inzwischen dunkel geworden, zum Hotel zurück. Unterwegs kauften wir in der unmittelbaren Umgebung unseres Hotels noch Orangensaft, Donuts und Kekse, die Grundlage für einen gemütlichen Fernsehabend, ein.

Das Schloß in Disneys Magic Kingdom als Geburtstagstorte

Das Schloß in "Disney's Magic Kingdom" als Geburtstagstorte

Dienstag, den 17. 06. 1997
Nach einem Frühstück im Hotelzimmer, bestehend aus Keksen, Donuts und Orangensaft, brachten wir einen Film zur Entwicklung, der am Abend fertig sein sollte. Der Photo-Shop befand sich in unmittelbarer Hotelnähe. Anschließend fuhren wir zum Epcot-Center. Wir besuchten das Spaceship Earth, welches sich in der großen Kugel befindet, die man bereits aus weiter Entfernung sehen konnte. Dann erlebten wir im Body Wars eine Fahrt durch den menschlichen Körper. Man hatte den Eindruck, stark verkleinert zu sein und in einer Kapsel zu sitzen. Hierbei bewegten sich die Sitze, auf denen man sich befand, passend zu einem gezeigten Film auf der Leinwand. Anschließend erlebten wir in Anlehnung an den Disney-Film „The Lion King“ eine weitere Filmvorführung. Der Film war sehr beeindruckend und hieß The Circle Of Life.

Daniel im Deutschen Biergarten

Daniel im "Deutschen Biergarten"

Danach gingen wir zu dem Teil des Parks, an dem mehrere Länder der Erde mit Bauwerken, Musik und Speisen vertreten waren. Natürlich besuchten wir den Biergarten in Germany. Dort nahmen wir am Mittagessen (All You Can Eat) teil. Es gab Bratwurst, Bockwurst, Bratkartoffeln, Sauerkraut, Salate, Beck’s Bier und mehr. Nebenbei trat eine dreiköpfige Gruppe auf und unterhielt die Gäste mit bayrischer Volksmusik. Einer der Musiker war Daniel, den wir bereits aus Deutschland kannten. Ohne daß er uns erkannte, machten wir Film- und Fotoaufnahmen von ihm. Als wir gesättigt den Biergarten verließen, begann es zu regnen und ein Gewitter zog auf. Blitzartig veränderte sich die Atmosphäre im Park. Die nassen Wege waren fast menschenleer und der dunkle Himmel wollte gar nicht mehr zu einem Disney-Park passen. Nachdem der Regen vorbei war, wir hatten unter einem Sonnenschirm gewartet, verließen wir das Epcot-Center. Wir fuhren zum Hotel zurück und wollten uns etwas ausruhen. Unbeabsichtigt wurde daraus ein 90 minütiger Mittagsschlaf, den wir wohl gebraucht hatten.

Taco Bell

"Taco Bell"

Anschließend fuhren wir zur Florida Mall. Das Wetter hatte sich inzwischen wieder gebessert. Die Sonne versteckte sich noch hinter einigen Wolken, aber es war warm. In der Mall, die uns gut gefiel, entdeckten wir Taco Bell. Das mexikanische Fastfood hatte uns bereits im letzten Jahr sehr gut geschmeckt. Obwohl wir eigentlich keinen sehr großen Hunger verspürten, bestellten wir uns etwas aus dem reichhaltigen Angebot. Taco Bell beteiligte sich an der Werbekampagne zum bald anlaufenden Film Batman & Robin. Beim Kauf eines Getränks konnte man bei einem Gewinnspiel teilnehmen. Auf den Trinkbechern war Batman abgedruckt, den man, indem man ein Abziehbild entfernte, demaskieren sollte. Kam unter dem Aufkleber der Darsteller des Batman zum Vorschein, hatte man einen Taco oder etwas anderes gewonnen. Simone hatte dieses Glück. Nach unserem Besuch in der Florida Mall, die mitten in Orlando war, holten wir die Fotos ab und fuhren erneut zum Kino im Disney Village. Heute hatten wir uns den Film „Speed 2 – Cruise Control“ ausgesucht, den wir begeistert mit Popcorn und Cola genossen. Anschließend kaufte ich mir beim gegenüberliegenden Planet Hollywood einen Pin, die ich sammelte, und eine Sonnenbrille. Danach folgte unsere verdiente Nachtruhe.

Disneys EPCOT

Disney's EPCOT

Mittwoch, den 18. 06. 1997
Ausgerechnet heute schliefen wir etwas länger, nämlich bis 7.40 Uhr. Unser Vorhaben für diesen Tag war der Besuch in den „Universal Studios Florida“, worauf ich mich bereits sehr gefreut hatte. Wir schafften es aber, um 8.10 Uhr auf der Interstate 4 East zu sein, um dann etwa eine halbe Stunde später unser Ziel zu erreichen. Das Auto konnten wir in einer riesigen Parkgarage unterstellen. Zu Fuß und auf Rollbändern stehend, gelangten wir zum Eingang des Parks. Leider galten für diesen Park unsere Tickets nicht, so daß wir jeder 39$ Eintrittsgeld zahlen mußten.

Terminator 3D in den Universal Studios Florida

"Terminator 3D" in den "Universal Studios Florida"

Als erstes machten wir die im Fernsehen und auf Plakaten stark beworbene, neuste Attraktion, die „Terminator II – 3D“ Vorführung mit. Hier wurde man bereits, um die Wartezeit zu verkürzen, filmgerecht auf das Thema eingestimmt. Die zukünftige Erde und seine Bewohner wurden von Cyborgs bedroht. Einige Menschen hatten diesen künstlichen und bedrohlichen Wesen jedoch etwas entgegenzusetzen. Wir saßen in einem kinoähnlichen Raum und wurden von einigen Schauspielern, die den Darstellern aus dem gleichnamigen Film sehr ähnlich sahen, in das Abenteuer eingeführt. Nebenbei lief auf einer großen Leinwand ein Film ab, der spitzenmäßige 3D-Effekte enthielt, die wir durch unsere aufgesetzten 3D-Brillen wahrnehmen konnten. Die Darsteller agierten passend zu der Filmhandlung und liefen teilweise recht nah an uns vorbei. Wir waren also mit in die Handlung einbezogen und wurden Zeuge eines erbitterten Kampfes zwischen Arnold Schwarzenegger und den Cyborgs. Die Vorführung endete mit einem gewaltigen Knall, der sogar unsere Sitze hart erschüttern ließ. Wir waren von dem Dargebotenen sehr begeistert.

Back to the Future

"Back to the Future"

Anschließend gingen wir zu „Back to the Future – The Ride“, die wir bereits aus den Universal Studios Hollywood kannten. Hier saß man mit insgesamt 6 Personen in einem durch die Zeit reisenden Autos, welches sich täuschend echt zu dem auf einer riesigen Leinwand abgespielten Film bewegte. Auch hier hatten wir mal wieder viel Spaß. Danach setzten wir uns in eine U-Bahn. Wir hielten an einer unterirdischen Haltestelle, als plötzlich ein starkes Erdbeben auftrat. Über uns brach die Straße auf und ein riesiger Tanklastzug rutschte auf uns zu. Flammen, Erschütterungen und eine unglaublich große Menge Wasser umgaben uns. Das Earthquake – The Big One war ebenfalls ein Höhepunkt dieses Tages. Weiter ging es mit einer Seilbahn, die durch New York führte. In der Kongfrontation trafen wir auf King Kong, der dabei war, die Stadt in Schutt und Asche zu verwandeln. Nebenbei griff er nach unserer Gondel, zog diese näher zu sich heran und schüttelte sie. Alles war täuschend echt inszeniert. Diese Fahrt machten wir gleich zweimal mit.

King Kong

King Kong

Am Ausgang ließen wir uns zusammen mit King Kong fotografieren. Nach diesen aufregenden Ereignissen wollten wir nun erstmal etwas essen. Das Hard Rock Cafe Orlando war mit in diesen Freizeitpark eingebunden. Nach etwa 45 Minuten Wartezeit konnten wir das Restaurant betreten. Simone aß ein Turkey-Sandwich mit Fries und Cole Slow Salat. Ich suchte mir einen Cheeseburger aus, der ebenfalls mit Fries serviert wurde. Wir bekamen eine CD geschenkt und kauften im Shop anschließend einen Pin und ein magnetisches Logo des Hard Rock Cafes. Als wir aus dem klimatisierten Lokal kamen, wurde uns die unglaubliche Hitze wieder bewußt. Wir gingen weiter zu The Lost World – Behind The Scenes. Hier waren, in einer klimatisierten Halle, verschiedene Dinosaurier und Kulissen aus dem Film zu sehen, was sehr interessant und eindrucksvoll war. Anschließend stellten wir uns bei JAWS an. Die Wartezeit betrug über eine Stunde, aber diese Ride wollten wir uns nicht entgehen lassen. Wir fuhren auf einem Boot und wurden mehrmals vom Weißen Hai angegriffen. Unser Boot geriet manchmal ziemlich ins schaukeln und das Tier kam uns ‚gefährlich‘ nah. Am Ende wurde das Tier, das bereits mehrere Explosionen verursacht hatte, ein anderes Schiff zum Kentern brachte, aber durch einen Biß in ein Stromkabel zur Strecke gebracht. Als wir diese Fahrt beendet hatten, war es inzwischen scheinbar noch heißer geworden. Glücklicherweise stießen wir auf einen Hydranten, der Wasser auf die Straße spritzte. Ich stellte mich mehrmals in den vollen Wasserstrahl, war völlig durchnäßt, aber gut erfrischt. Trotzdem verließen wir anschließend den Park. Bevor wir das Hotel erreichten, brachten wir noch einen Film zum Stundenservice zur Entwicklung. Zwischenzeitlich machten wir es uns kurz am Pool des Hotels bequem, wo wir uns erfrischten. Kurz darauf holten wir die Bilder ab und fuhren zum Magic Kingdom, da wir gehört hatten, daß in den Disney-Parks jeden Abend ein Feuerwerk stattfinden sollte. Als wir allerdings beim Magic Kingdom eintrafen, erschien es uns bereits recht spät und außerdem ziemlich voll. Die Übersetzung mit dem Schiff zum Eingang wäre mit einer längeren Wartezeit verbunden gewesen.

Disney MGM Studios

"Disney MGM Studios"

Deshalb entschlossen wir uns, das Feuerwerk in den Disney MGM Studios zu erleben und fuhren dorthin. Wir erfuhren, daß das Feuerwerk um 21.00 Uhr starten sollte. Bis dahin hatten wir noch etwas Zeit und sahen uns im Park um. Wir wollten die Backstage Studio Tour mitmachen, die aber seit wenigen Minuten bereits geschlossen war. Dafür machten wir Star Tours mit. Dieses Abenteuer kannten wir auch bereits aus dem Disneyland und dem Euro Disney Paris. Trotzdem machte es wieder Spaß sich scheinbar mit einem Raumschiff in die Welt von Star Wars zu begeben. Die Simulation eines Weltraumfluges ist wirklich recht gut gelungen. Es war auch noch Zeit in den zahlreichen Geschäften nach einem geeigneten Pin dieses Parks zu suchen. Anschließend machten wir uns noch auf die Suche nach einem Geldautomaten, da unser Bargeld bereits knapp geworden war. Im Bereich des Eingangs fanden wir einen Automaten und hoben mit der Mastercard 300$ ab. Danach schlenderten wir zurück zum Hollywood Bulevard, von wo man das Feuerwerk gut ansehen konnte. Inzwischen war es auch schon etwas dunkel geworden. Nebenbei beobachteten wir am Straßenrand eine Gruppe Menschen, die angeekelt um einen Gully herumstanden. Einige Kakerlaken nutzten die einbrechende Dunkelheit, um möglichst unbemerkt an die Erdoberfläche zu gelangen. Jeder Versuch wurde mit einem stampfenden Fußtritt und einem kurzen Knacken, daß vom Quetschen des Insekts stammte, beendet. Pünktlich um 21.00 Uhr startete direkt über dem Nachbau des Mann’s ChiniseTheatre das Feuerwerk. Unglaublich viele Feuerwerkskörper zündeten hoch am Himmel und entfalteten sich in bunten Farben und vielen verschiedenen Formen. Dazu ertönte aus vielen Lautsprechern passende Musik. Während des farbenfrohen und krachenden Finales erschien hinter dem Mann’s Chinese Theatre ein riesiger Ballon in Form von Mickey Mouse aus dem Film Fantasia. Alle Zuschauer waren begeistert! Gleich darauf verließen wir den Park und gingen zum Parkplatz. Auf dem Weg zu unserem Auto sahen wir in der Ferne noch ein weiteres Feuerwerk. Ob es vom Magic Kingdom oder dem Epcot-Center kam, konnten wir nicht genau erkennen. Schön war es aber auf jeden Fall. Auf dem Rückweg zum Hotel machten wir uns, da wir Hunger verspürten, noch auf die Suche nach Taco Bell. Bereits mehrmals hatten wir auf der Interstate 4 beim Exit 27 ein Hinweisschild für ein Restaurant dieser Kette gesehen. Trotzdem war es nicht ganz so einfach, es zu finden. Gerade als wir die Suche aufgegeben hatten und vor einem Mc Donald’s halten wollten, entdeckten wir das gesuchte Restaurant zufällig. Wir bestellten uns Combo Nr. 6, bestehend aus einem Big Beef Burrito und Nachos Supreme. Simone hatte beim Gewinnspiel wieder einmal Glück und gewann Cinammon Twist’s, die wir aber noch nicht an diesem Tage einlösten. Gut gesättigt erreichten wir wenig später unser Hotelzimmer. Dort riefen wir Daniel an und verabredeten uns für den kommenden Abend.

Jurassic Park in den Universal Studios Florida

"Jurassic Park" in den "Universal Studios Florida"

Donnerstag, den 19.06.1997
Um 7.00 Uhr wachte ich auf und ging ins Bad. Als ich fertig war, war Simone an der Reihe. Danach brachten wir einen weiteren Fotofilm zur Entwicklung und begaben uns auf den Weg zu den „Disney MGM Studios“. Dort gingen wir gleich zur Backstage Studio Tour. Ähnlich wie in den Universal Studios Hollywood wurden diverse technische Möglichkeiten der Filmemacher auf unterhaltsame Weise demonstriert. Anschließend wurde man mit einem Tramp durch das Studiogelände gefahren, auf dem verschiedene Bauten und Requisiten zu sehen waren. Zum Abschluß dieser Tour hielten wir im Catastrophe Canyon. Inmitten dieser Felslandschaft war eine Ölförderanlage aufgebaut. Ein Tanklastzug stand, etwas erhöht, auf einem Felsen vor uns. Plötzlich setzte starker, künstlicher, Regen ein. Außerdem gab es bei den Förderanlagen einige Explosionen, eine Unmenge an Wasser brach über uns herein und der Tanklastzug fing Feuer. Gleichzeitig rutschte er auf unseren Tramp zu, der ebenfalls bedenklich ins Wackeln geriet. Alles war recht beeindruckend. Nach diesem Blick hinter die Kulissen begaben wir uns in die Warteschlange, die sich vor dem Gelände des Indiana Jones Adventures gebildet hatte. Bereits nach einigen Minuten konnten wir unseren Sitzplatz, der ziemlich weit vorne war, einnehmen. Während sich die Zuschauertribüne langsam füllte, sorgte eine als Putzfrau agierende Komikerin für gute und sehr lustige Unterhaltung. Verschiedene Zuschauer wurden gekonnt in die Vorstellung einbezogen und bekamen dafür einen Kuß. Natürlich wurde vorher noch mal der Lippenstift kräftig nachgezogen.

Indiana Jones Stunt Show

Indiana Jones Stunt Show

Pünktlich zur angegebenen Zeit begann danach die Stunt-Show, basierend auf den Indiana Jones-Filmen mit Harrison Ford. Der Hauptakteur erkundete dabei eine unbekannte Tempelanlage, die mit vielen Fallen gespickt war. Natürlich konnte ihm keine Falle ernsthaft etwas anhaben. So befand er sich dann endlich vor einem riesigen Edelstein, den er von seiner Halterung nahm, was er besser nicht hätte machen sollen. Gleich darauf erbebte die Erde, ein großes Tor schwang auf und eine riesige Kugel kam auf Indiana Jones zugerollt. Die etwa 20 minütige Show endete, nach mehreren Kulissenwechseln auf einem Militärflughafen mit einigen atemberaubenden Stunts, Schlägereien und Explosionen. Als wir das Gelände des Indiana Jones Adventures verließen, liefen uns einige Figuren aus dem Disney-Film The Lion King über den Weg. Natürlich fotografierten wir uns mit den witzigen Kreaturen. Bereits jetzt hatten wir unser Ziel, welches wir uns für diesen Park gesetzt hatten, erreicht. Wir hatten allerdings mit längeren Wartezeiten gerechnet. So verließen wir diesen Park und hielten bei Mc Donald’s um etwas zu essen. Wir bestellten und bezahlten zwei Quater-Pounder-Meals und zwei Big Macs. Später, beim Essen, bemerkten wir jedoch, daß wir anstatt der Quater-Pounder zwei Double-Cheeseburger, die weniger gekostet hätten, erhalten hatten. Das war uns aber nicht so wichtig. Viel wichtiger war es, zumindest für mich, von dem Angebot der Refills regen Gebrauch zu machen. Ohne dafür, wie in Deutschland, bezahlen zu müssen, füllte ich meinen großen Becher erneut mit Dr. Pepper.

Disneys Blizzard Beach

Disney's Blizzard Beach

Nachdem wir unsere Badesachen aus dem Hotel geholt hatten, fuhren wir zum Blizzard Beach, einem Disney-Wasserpark, da uns sehr warm war. Auch hier gab es natürlich jede Menge Möglichkeiten, sich die Zeit im Wasser zu vertreiben. Man befand sich inmitten einer Schneelandschaft. In der Mitte des Parks befand sich sogar eine Skischanze, die als Rutsche fungierte. Ein Sessellift brachte die Besucher, die nicht die Treppen hinaufsteigen wollten, zu den Attraktionen. Als Erstes gingen wir zu den Teamboat Springs. Hier rutschte man, mit insgesamt bis zu fünf Personen, in einem Reifen eine Bobbahn hinunter. Diese Fahrt wiederholten wir im Laufe unseres Aufenthaltes mehrmals. Danach begaben wir uns zu den Runoff Rapids. Zusammen auf einem Reifen rutschten wir eine sich den Abhang hinunterschlängelnde Rutsche hinunter. Dabei kamen wir auf eine derartig hohe Geschwindigkeit, daß wir am Ende der Rutsche mit einem ‚Affenzahn‘ ins Auffangbecken schossen. Dabei wurden wir von unserem Reifen geschleudert und landeten ganz im Wasser. Auch in diesem Wasserpark konnte man sich in einzelnen Reifen sitzend, um das Gelände treiben lassen. Zwischendurch durchquerte man eine Höhle und durchfuhr einen Wasserfall, der uns mit kaltem Wasser übergoß. Gegen 16.30 Uhr verließen wir den Park. Zuvor erfrischten wir uns noch mit Frozen-Snow, den es hier mit Strawberry-Geschmack gab. Als wir auf die Interstate 4 fahren wollten, fuhren wir leider in die falsche Richtung. Wir wußten nicht, ob wir diese Straße East oder West nehmen sollten. Wir entschieden uns für West, was leider verkehrt war. Leider dauerte es ziemlich lange bis wir eine Abfahrt nehmen konnten, um dann auf der entgegengesetzten Richtung unser Hotel zu erreichen. Wir holten auf dem Weg noch unsere Bilder ab. Unsere Zeit im Hotel reichte gerade noch, um uns für den Abend frisch zu machen. Bereits um 18.10 Uhr, wir waren gerade fertig, klingelte das Telefon. Daniel, mit dem wir uns um 18.30 Uhr verabredet hatten, wartete bereits in der Lobby auf uns. Im Auto angekommen, überreichte er uns einen 100$-Schein, den er uns von Tante Else geben sollte. Wir fuhren mit seinem Auto, einem kleinen Jeep, nach Celebration. Diese kleine Stadt, die in unmittelbarer Nähe unseres Hotels lag, wurde vor etwa drei Jahren von der Walt Disney Company erbaut. Obwohl sich Celebration in Orlando befindet, glaubte man, in einer ganz anderen Welt zu sein. Diese kleine, sympathische Stadt hatte das typische Flair einer amerikanischen Kleinstadt, wie man sie aus diversen Filmen her kannte. Im Centrum dieses Ortes befand sich ein schöner See. In unmittelbarer Nähe dieses Sees gab es ein Kino, diverse Restaurants und kleine Geschäfte. Daniel lud uns in Max`s Grill zum Abendessen ein. Simone wählte Chicken in Weinsauße und ich bestellte ein großes Steak mit Zwiebeln. Zuvor aßen wir noch jeder einen Caesar’s Salad. Das Essen schmeckte uns sehr gut, auch Daniel war von seinem Filet sehr begeistert. Anschließend fuhren wir, das starke Verkehrsaufkommen hatte sich bereits gelegt, nach Orlando Downtown. Dort zeigte Daniel uns sein Haus, das in einer sehr schönen Wohngegend gelegen war. Wir durften auch einen Blick in seine Werkstatt werfen, in der er gerade damit beschäftigt war, für eine Freundin einen sehr schönen Schrank zu tischlern. Auch alle Möbel in seinem Haus hatte er selber hergestellt. Dort stellte er uns einen Bekannten und seine Katze vor, die den für amerikanische Haustiere untypischen Namen Gretchen trug.

Church Street Station

Church Street Station

Nach dieser kurzen Besichtigung fuhren wir weiter zur Church Street Station, die in der bereits herrschenden Dunkelheit sehr schön mit vielen kleinen Lichtern beleuchtet war. Das Hauptgebäude war früher ein Bahnhof gewesen, der jetzt verschiedene Restaurants, Geschäfte und Kneipen beherbergte. Auf der Straße sahen wir einem Jongleur zu, der nicht nur mit drei brennenden Fackeln jonglierte, sondern danach auch mehrere Äxte durch die Luft wirbelte. Nach dieser beeindruckenden Vorführung sahen wir uns weiter in diesem sympathischen Vergnügungsviertel um und tranken zusammen noch ein spezielles, leicht alkoholisches, eishaltiges Getränk. Diese Erfrischung gab es in vielen Geschmacksrichtungen. Simone entschied sich für Pina Colada, während ich mich für Strawberry entschied. Da es bereits spät geworden war, fuhr Daniel uns zum Hotel zurück. Auf der Fahrt berichtete er uns von diversen Fehlinvestitionen der Bürgermeisterin von Orlando, die die Stadt viel Geld gekostet hatten. Gegen 23.00 Uhr erreichten wir unser Hotel und ich holte noch schnell aus unserem Zimmer einige Geschenke, die wir für Daniel mitgebracht hatten. Hierbei handelte es sich um einen hochwertigen Flaschenöffner, einer Beck`s-Schirmmütze und einer blinkenden Anstecknadel in Form eines Kronkorkens.

Riesenwelle und Getümmel in Disneys Typhoon Lagoon

Riesenwelle und Getümmel in Disney's "Typhoon Lagoon"

Freitag, den 20.06.1997
Nach dem Aufstehen und der üblichen Prozedur im Bad packten wir einige für eine Übernachtung außerhalb unseres Hotels nötigen Sachen zusammen und brachten mal wieder einen Film zur Entwicklung. Anschließend machten wir noch einen kurzen Abstecher nach Celebration, um einige Filmaufnahmen zu machen. Als diese abgeschlossen waren, das Wetter war sonnig aber leicht bewölkt, machten wir uns auf den Weg nach Miami. Am Stadtrand von Orlando hielten wir am Wal Mart, einem großen Supermarkt. Dort kauften wir, nachdem wir uns das reichhaltige Warenangebot angesehen hatten und dieses auch wieder filmisch festhielten, vier frische Maiskolben, zwei alkoholfreie Flaschen Pina Colada, sowie einen Karton mit 24 Dosen (!!!) Dr. Pepper. Anschließend befuhren wir die Florida Turnpike, eine gebührenpflichtigen Straße auf der man mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 mph fahren durfte. Die Strecke von Orlando nach Miami betrug etwa 210 Meilen. Zwischendurch hielten wir an einem Food-Exit, um bei Burger King unser Frühstück einzunehmen. Wir bestellten uns jeder French Toast Sticks und zwei Crossandwiches mit Sausage sowie einen Orangensaft. Doch bereits beim Essen merkten wir, daß wir uns zuviel bestellt hatten. Nebenbei, wir hatten einen Platz am Fenster, entdeckte Simone eine kleine Echse, die einem Leguan ähnelte, die sich draußen auf dem Fenstersims befand. Danach fuhren wir weiter. Wir konnten die Florida Turnpike kurz vor Miami verlassen, ohne die normalerweise für diese Strecke fälligen 10$ bezahlen zu müssen. Gegen 13.00 Uhr erreichten wir dann Miami Beach. Dort entschieden wir uns für das Rowe Motel. Für eine Übernachtung zahlten wir 37$. Das Motel war nicht besonders ansprechend und komfortabel, hatte jedoch einen Pool und befand sich mitten in Miami Beach. Gleich nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, begaben wir uns zum Pool, um uns etwas abzukühlen. Das Wasser war von der Sonne jedoch ziemlich aufgeheizt, so daß es nur eine mäßige Erfrischung war. Anschließend aßen wir unsere Maiskolben auf dem Balkon unseres Zimmers. Nach dieser kurzen Ruhepause fuhren wir mit unserem Wagen nach Miami Downtown, da wir im Office des Motels durch eine Auslage erfahren hatten, wo das Planet Hollywood Miami sich befand. Ohne größere Probleme fanden wir den Weg und parkten unser Auto auf einem Parkplatz, in unmittelbarer der Nähe des Coconut Grove und des Mayfair Centers. Hier waren diverse Restaurants, Kneipen und Geschäfte untergebracht, auch das Planet Hollywood. Als Vorspeise bestellten wir uns Pizza Bred. Simone wählte einen Sandwich Parisian (Turkey, Ham, Käse) mit Pommes Frites und als Getränk „Total Recall“. Ich bestellte mir einen Bacon Cheeseburger, der ebenfalls mit French Fries serviert wurde. Als Getränk wählte ich Home Alone, einen köstlichen Erdbeer-Drink. Nachdem wir gesättigt waren, sahen wir uns in der näheren Umgebung um. Hier gab es viele Piers, die allerdings keine besondere Attraktion für uns darstellten. Daraufhin gingen wir zurück zum Mayfair Center und kauften in einem Shop vom Planet Hollywood einige T-Shirts. Simone kaufte 2 T-Shirts mit dem Emblem der Restaurant-Kette, ich suchte mir ein T-Shirt mit einem Aufdruck von „The Lost World“ aus. Mit dem Wagen fuhren wir dann, auf der Suche nach einem Strand, zurück nach Miami Beach. Die Sonne ging bereits langsam unter, als wir einen halbwegs geeigneten Strand entdeckten. Hier waren wir weitgehend die einzigen Besucher, die sich am Wasser aufhielten. Auf unserer anschließenden Fahrt, entlang der unzähligen Hotels, entdeckte ich das Newport Pier Resort. In diesem Hotel hatte ich 1988, zusammen mit meinem Schulfreund Tamer Yildizhan, für 6 Tage gewohnt. Wir sahen uns die Hotelanlage und den dazugehörigen Pier an, die sich seitdem nur wenig verändert hatte. Es herrschte eine sehr schöne Atmosphäre hier. Anschließend, gegen 20.45 Uhr, fuhren wir dann zu unserem Motel zurück, sahen noch etwas Fernsehen und schliefen bald ein.

Ausflug mit dem Auto nach Miami Beach

Ausflug mit dem Auto nach "Miami Beach"

Sonnabend, den 21. 06. 1997
Bereits um 6.30 Uhr standen wir auf. Hinter den noch zugezogenen Gardinen schien bereits die Sonne, die sich heute hinter keinem Wölkchen versteckte, hindurch. Ich machte mich zuerst im Bad fertig, rief dann, während Simone im Bad war, von einem Münzfernsprecher auf dem Gelände des Motels in Deutschland bei Oma & Opa an. Dort erfuhr ich, daß in good, old Germany Regenwetter und Temperaturen um 15°C. herrschten. Wenig später verließen wir das Motel und Miami. Langsam verschwanden die hohen Wolkenkratzer des Stadtzentrums auch aus dem Rückspiegel unseres Mietwagens.

Everglades

Everglades

Auf dem Highway 41 fuhren wir durch die Everglades. Diese Straße verlief immer geradeaus, fast immer mit Sicht auf Wasser, durch dieses Gebiet. Es dauerte nicht lange, bis wir am Straßenrand eine etwas größere Schildkröte krabbeln sahen und im Wasser das erste Krokodil entdeckten. Hin und wieder hielten wir, um Fotos oder Videoaufnahmen von dieser uns völlig neuen Landschaft zu machen. Bereits kurze Zeit später bemerkten wir an uns, daß Mücken und andere stechende Insekten bereits ganze Arbeit geleistet hatten. Wir hielten an einem kleinen Shop und kauften ein Spray, welches uns vor weiteren Stichen schützte. Wenig später fuhren wir, aufgrund der relativ frühen Tageszeit, als einzige Passagiere auf einem Airboat durch die Sumpflandschaft. Die Tour kostete pro Person 7$, was nicht zu teuer war. Ein Indianer steuerte das Gefährt, dessen Propeller einen Höllenlärm verursachte und ziemlich schnell fuhr. Hin und wieder wurden durch uns größere Vögel aufgeschreckt, die in diesem Landstrich lebten. Nach einigen Minuten hielten wir auf einer Insel, inmitten der Sumpflandschaft. Wir stiegen aus und hatten etwa 15 Minuten Zeit, uns umzusehen. Auf einem mit Holzgeländern abgesteckten Weg konnten wir hier, entlang an beidseitig hohen Gräsern, ohne Gefahr durch das Dickicht gehen. Es war sehr still, hin und wieder hörte man einen Vogel rufen. Wir entdeckten ein kleines Krokodil. Natürlich machten wir auch hier wieder unsere Foto- und Videoaufnahmen. Nachdem wir unsere Ohren wieder mit Watte geschützt hatten, ging die Rundfahrt weiter, die uns großen Spaß machte. Als wir wieder am Anleger hielten, wartete bereits eine größere Gruppe von Besuchern auf die nächste Tour. Weiter ging es dann mit dem Auto auf dem Highway 41. Zwischendurch glaubte ich im Wasser aus den Augenwinkeln ein ziemlich großes Krokodil entdeckt zu haben, welches natürlich unbedingt gefilmt und fotografiert werden mußte. Wir wendeten den Wagen und hielten an einer Stelle, an der wir auf das Wasser blicken konnten. Schnell machte Simone ein Foto und war froh, die Aufnahme im Kasten zu haben. Allerdings wunderte ich mich, während ich noch mit der Videokamera beschäftigt war, daß sich das Krokodil nur wenig bewegte, was sicherlich nicht ungewöhnlich war. Wir bemerkten bald, daß es sich bei unserer Entdeckung nur um eine im Wasser treibende Plastiktüte handelte, die zufällig die Form eines Krokodils angenommen hatte. Aufgrund des starken Sonnenlichts hatten wir diese Tatsache nicht richtig erkennen können. Froh, daß uns bei dieser Aktion niemand beobachtet hatte, stiegen wir dann lachend in unser Auto und fuhren weiter. Nach einiger Zeit bogen wir dann vom Highway 41 auf den Highway 29 ab, der uns wieder etwas in Richtung Orlando bringen sollte. An dieser Straße waren an einigen Abschnitten beidseitig hohe Gitterzäune angebracht und auf Schildern wurde vor Bären und Panthern gewarnt, die unter Umständen auf die Straße laufen könnten. Als wir die Everglades verlassen hatten, hielten wir in dem kleinen Ort Immokalee und aßen bei Mc Donald’s. Hier bestellten wir uns, die besonders von Simone herbeigesehnten Quater-Pounder. Auf dem Highway 27 kamen wir dann an Palmdale, Lake Placid und Lake Wales vorbei, fuhren dann auf die Interstate 4 East, die uns dann zurück zum Radisson Resort Parkway in Orlando brachte. Dort holten wir unsere Fotos ab, brachten einen neuen Film zur Entwicklung und fuhren danach zu Taco Bell, da wir bereits wieder Hunger hatten. Nachdem wir uns mit dem wirklich leckeren mexikanischen Fastfood gesättigt hatten, holten wir unseren Fotofilm mit den Everglades-Bildern ab. Gleich darauf fuhren wir dann zum Magic Kingdom. Diesmal ließen wir uns nicht mit dem Schiff, sondern mit der Monorail zum Eingang befördern. Wir besuchten zuerst wieder das Tomorrowland und fuhren mit einer Bahn herum, die durch diesen Abschnitt des Parks fuhr. Wenig später zogen dunkle Wolken auf, denen kurz darauf ein sehr starkes Gewitter folgte. Starker Regen und unzählige, starke Blitze fegten die sonst stark belaufenen Wege im Magic Kingdom leer. In der Hoffnung, das Gewitter würde bald wieder weiterziehen, vertrieben wir uns die Zeit in einem überdachten Fahrgeschäft. In It’s A Small World wird man in einem kleinen Boot durch die verschiedenen Welten von kleinen Kindern, die als bewegliche Puppen präsent waren, gefahren. Als wir die Small World verließen, war das Gewitter noch in vollem Gange. Wir bemerkten, daß die sonst sehr gut besuchte Achterbahn Space Mountain, die ebenfalls überdacht war, zur Zeit ohne sehr lange Wartezeit benutzt werden konnte. Wir stellten uns an und machten die Fahrt mit. Simone war von diesem Vorschlag zuerst nicht gerade erbaut, kam aber mit. Als die Fahrt, in fast totaler Dunkelheit dann begann, fand sie aber auch Gefallen an dem rasanten Spektakel. Man glaubte sich auf einem Flug durch den Weltraum zu befinden. Hin und wieder flackerten Lichter auf, die wie Sterne oder Planeten aussahen. Dabei ging es hoch und runter, nach rechts und nach links. Nachdem wir mit leicht wackeligen Beinen aus dem Space Mountain kamen, das Gewitter tobte immer noch, hatte sich davor wieder die übliche lange Warteschlange gebildet. Wir besuchten anschließend die mit Film und Puppen animierte Show von The Lion King. Auch von dieser wunderschönen Inszenierung ließen wir uns begeistern und mitreißen. Es ist wirklich toll, wie es den Mitarbeitern der Walt Disney Company immer wieder gelingt, perfekte Shows, Illusionen und andere Welten zu erschaffen, die eine heile Welt widerspiegeln. Das Gewitter hatte sich nach dieser 20 minütigen Show entfernt und der Regen hatte aufgehört. Blitze waren am Himmel aber immer noch zu sehen. Wir besuchten anschließend das Haunted Mansion, ein Geisterhaus. Mit einem Fahrstuhl wurde man in den Keller des Hauses transportiert. Dort stieg man dann in Gondeln um, die die Besucher dann, jeweils mit zwei Personen besetzt, durch das Haus fuhren. Dabei begegneten uns eine Menge gruseliger Gestalten, die aus Särgen und Gräbern stiegen, oder im Haus ihr Unwesen trieben. Zum Schluß fuhren wir an einer Spiegelwand entlang, so daß wir uns selber ansehen konnten. Plötzlich sah man, genau zwischen sich in der Mitte, einen Geist sitzen, der mit in der Gondel fuhr. Wieder einmal eine perfekte und gelungene Illusion. Zum Abschluß unseres heutigen Besuchs in diesem Park, erlebten wir dann noch die nächtliche Spectro-Magic-Parade mit. Hier fuhren viele bekannte Figuren aus den Disney-Filmen auf mit unzähligen Lichtern beleuchteten Wagen durch den Park. Es war sehr schön anzusehen und alle Besucher waren begeistert und fühlten sich gut unterhalten. Gegen 23.45 Uhr verließen wir den Park. Auf der Rückfahrt begann es wieder zu regnen und zu blitzen. Natürlich hatten wir auch heute wieder Probleme, die richtige Abfahrt auf die Interstate 4 zu finden, so daß wir wieder einen um etwa 20 Minuten längeren Rückweg zum Hotel verbuchen mußten. Gegen 1.00 Uhr begann deshalb erst unsere wohlverdiente Nachtruhe.

Airboot-Ride durch die Everglades

Airboot-Ride durch die Everglades

Sonntag, den 22. 06. 1997
Um 7.30 Uhr war auch heute das Aufstehen angesagt. Wir fuhren anschließend zu T.G.I.Friday’s , einer besseren Restaurantkette. Hier gab es heute Sunday Brunch „All You Can Eat“. Man konnte sich vom reichhaltig gefüllten Frühstücksbüffet bedienen. Es gab u.a. Rührei, Bacon, Sausage, Waffeln, French Toast, Muffins, Bratkartoffeln und Obst. Das Restaurant war sehr urig, typisch amerikanisch, eingerichtet. Wir zählten 9 Fernseher, die die Besucher von der Decke herab mit News und Sport berieselten. Danach fuhren wir, bestens gesättigt, zum Blizzard Beach, da es auch heute wieder mal ein sehr heißer Tag zu werden schien. Dort hatten wir wieder viel Spaß mit den reichhaltigen, erfrischenden Freizeitmöglichkeiten. Wir kauften uns zwischendurch ein Snow Ball. Dies war ein Getränk, welches von der Konsistenz dem Schnee sehr ähnlich war. Es wurde in verschiedenen Geschmacksrichtungen und mit Strohhalm in einem Becher gereicht. Simone wählte Coconut, ich wählte Pineapple. Gegen 13.00 Uhr verließen wir den Wasserpark und brachten einen Film zum Entwickeln. Von 13.30 Uhr bis 16.15 Uhr folgte mal wieder ein Mittagsschlaf, der sich wohl aufgrund der nicht unerheblichen Anstrengung der letzten Tage nicht vermeiden ließ. Anschließend, wir waren wieder frisch und munter, fuhren wir nach Celebration und gingen ins Kino. Wir sahen uns diesmal den Film Batman & Robin an, den wir mit Popcorn, M&M’s, Cola bzw. Dr. Pepper genossen. Besonders die Person, die im Film von Arnold Schwarzenegger dargestellt wurde, fanden wir ganz gut. Eigentlich gefielen uns die bisherigen drei Filme mit der Comicfigur Batman nicht besonders. Man kann sich aber in diesem Land, da ein ungeheuerlicher Werberummel um diesen Film stattfand, der natürlich sehr neugierig darauf machte, nur schwer diesem Film entziehen. Wir fühlten uns aber nicht schlecht unterhalten. Neben Simone saßen ein Mann und eine Frau, die ihr kleines Kind mit in dieses Filmereignis geschleppt hatten. Das Kind schien am Dargebotenen auf der Leinwand nicht sonderlich interessiert zu sein und nutze die großen Sitze als Klettergerüst, was Simone etwas nervig fand. Als Batman alle bösen Gestalten besiegt hatte, filmten wir noch etwas in dem kleinen Ort. Während dieser Zeit verdunkelte sich der Himmel, da mal wieder ein Gewitter aufzog. Der Himmel glich einer Filmkulisse aus einem Katastrophenfilm und erschien uns wie gemalt. Daß es sich leider nicht um eine Kulisse handelte, bekamen wir wenig später auf dem Weg zu den Disney MGM Studios zu spüren. Es regnete so stark, daß sogar auf die übliche Parkgebühr von 5$ verzichtet wurde. Eigentlich wollten wir uns hier heute das Feuerwerk ansehen, welches natürlich nicht stattfand. So blieben wir erstmal auf dem Parkplatz stehen und beobachteten die laufenden Menschen, die total durchnäßt zu ihren Autos eilten. Das Gewitter war so nah über uns, daß Blitz und Donner gleichzeitig kamen. Gegen 20.40 Uhr verließen wir den Parkplatz und entschlossen uns, zurück in die Nähe des Hotels zu fahren. Natürlich nahmen wir dabei wieder die falsche Abfahrt und machten einen nicht gerade unerheblichen Umweg. Wir holten unsere Fotos ab und gingen zu Kobe, einem Japaner & Chinesen, der sich in unmittelbarer Nähe befand. Simone bestellte sich Chicken in Sesam-Soße mit Reis und Gemüse. Ich suchte mir Sushi aus, welches ich bereits seit längerer Zeit einmal ausprobieren wollte. 1993 hatte ich in Washington D.C. dieses Gericht einmal in der Fastfood-Version getestet. Vorweg gab es eine Suppe und Salat. Als Getränk wählten wir Budweiser. Anschließend, es war etwa 22.00 Uhr, kauften wir im Supermarkt noch Kekse und einige Postkarten ein. Als wir vom Hotelparkplatz von unserem Wagen zum Hotelzimmer gingen, bemerkte Simone, daß sie auf etwas getreten war. Es handelte sich hierbei um eine Schlange, die sich sicherlich aufgrund des feuchten Wetters etwas verirrt hatte.

Cross Country Cree in Disneys Blizzard Beach

"Cross Country Cree" in Disney's "Blizzard Beach"

Montag, den 23. 06. 1997
Heute standen wir gegen 8.00 Uhr auf und beschlossen, nach Daytona Beach zu fahren. Wir packten zur Sicherheit alles Nötige für eine Übernachtung außerhalb unseres Hotels ein. Auf der Interstate 4 East fuhren wir erstmal nach Orlando Downtown, um uns etwas umzusehen. Da in der Church Street Station alle Geschäfte noch geschlossen waren, sahen wir uns etwas im Stadtkern um. Gegen 11.00 Uhr verließen wir dann Orlando und machten uns auf den Weg zu unserem eigentlichen Ziel. Unterwegs machten wir Halt bei Wendy’s, um etwas zu essen. Simone stillte ihren Hunger mit einem Chicken Burger, während ich vom All You Can Eat – Buffet aß. Es gab dort Nudeln, Tacos, Nachos mit Käsesoße, Hackfleisch, Salate, Obst und Nachspeise. Anschließend fuhren wir weiter in Richtung Daytona Beach, den wir gegen 13.00 Uhr dann auch erreichten. Das Wetter war sehr gut und wir konnten mit unserem Auto direkt an den Strand fahren. Wir liefen etwa eine Stunde am Wasser entlang und beobachteten das bunte Strandtreiben. Wir kauften uns bei einem als Laden umfunktionierten Lieferwagen eine kalte Limonade und gingen langsam zurück zu unserem Auto. Am Himmel zogen bereits mal wieder dunklere Wolken auf, die ein Gewitter ankündigten. Mit dem Wagen hielten wir dann noch bei einem Souvenir-Laden und kauften einige T-Shirts und einen Pin. Auf der Rückfahrt aßen wir bei Shoney’s. Simone bestellte sich einen B.B.Q-Burger und ich einen Double Cheese Burger. Außerdem nahm sich Simone für die Weiterfahrt noch einen Blueberry Muffin mit. Unterwegs begann es dann zu regnen. Wir brachten nach unserer Ankunft wieder einen Film zur Entwicklung und machten uns im Hotel frisch. Wir fuhren dann zum Disney Village um eventuell ins Kino zu gehen. Es gab jedoch keinen interessanten Film. Beim Disney Marketplace kaufte sich Simone dann eine Kette mit einem Anhänger. Wir holten anschließend unsere Fotos ab, fuhren zu den Disney MGM Studios, um heute das Feuerwerk mitzuerleben. Da es etwas windig war, glaubten wir, daß das Feuerwerk auch an diesem Tage nicht stattfinden würde. Deshalb fuhren wir zum Epcot Center, wo es ebenfalls ein Feuerwerk geben sollte. Das Spektakel fand dort um 21.00 Uhr über dem großen See statt und war eine Mischung aus Lasershow und Feuerwerk. Natürlich wurde auch hier die passende Musik eingespielt. Es war sehr schön anzusehen. Um 21.30 Uhr starteten wir vom Parkplatz mit der Rückfahrt zum Hotel, nahmen natürlich wieder die falsche Abfahrt zur Interstate 4. Dieses System war für uns noch immer undurchschaubar. Mal brachte uns die Interstate 4 West von den Parks zum Hotel, mal wieder nicht. Wir wußten aber mit der Zeit schon, wie wir von der falschen Strecke am günstigsten zum Hotel kamen. Diesmal verfuhren wir uns aber trotzdem auf der Suche nach unserem Hotel, da wir eine andere Strecke ausprobieren wollten. Unterwegs kauften wir in einem Geschäft noch einige T-Shirts mit Disney-Motiven ein. Bald waren wir wieder auf einer uns bekannten Straße und wollten bei Mc Donald’s etwas essen. Dort war es uns aber viel zu voll. Um diese Uhrzeit hatten anscheinend viele Leute vor, eine Kleinigkeit zu essen. Wir fuhren deshalb zu Checker’s, um mal wieder eine neue Fastfood-Kette auszuprobieren. Leider herrschte hier großer Andrang, so daß wir auf Burger King ausweichen mußten. Hier sättigte sich Simone mit einem Double Cheeseburger und ich mit einem Double Whopper. Gegen 23.45 Uhr kamen wir dann gut gesättigt und relativ müde in unserem Hotelzimmer an.

Daytona Beach

Daytona Beach

Dienstag, den 24.06.1997

Um 8.00 Uhr standen wir auf. Die Sonne schien bereits, als wir mit dem Wagen zum Frühstück fuhren. Heute hatten wir uns dafür das International House Of Pancakes (IHOP) ausgesucht. Hier gab es ebenfalls ein Frühstücksbüffet unter dem Motto All You Can Eat. Im Angebot waren French Toast, Bratkartoffeln, Sausage, Bacon, Rührei, Kuchen, Melonen und Orangen. Als Getränk wählten wir Orangensaft. Nach diesem hervorragenden Frühstück fuhren wir dann gegen 10.00 Uhr in Richtung Tampa. Von dort aus war es dann nicht mehr weit zu dem Ort Clearwater, dessen Strand am Golf von Mexico lag. Wir parkten unser Auto und gingen barfuß am Strand entlang.

Pelikan

Rails

Wir sahen viele Pelikane und im Wasser entdeckten wir eine Gruppe Rails, die zwischen den Badenden ihre Bahnen schwammen. Wir gingen auf einen Steg, den Pier 60. Der Eintritt kostete 50c. Von hier aus hatte man einen sehr schönen Ausblick auf den Strand. Auch konnten wir die Rails sehr gut von hier oben beobachten. Besonders lustig war ein Pelikan, der fast ohne Angst bei einigen Anglern auf Fisch wartete. Nach etwa 1 Stunde zogen Wolken auf. Wir gingen langsam zum Auto zurück, da wir ohnehin alles gesehen hatten. Auf dem Rückweg hielten wir noch in Clearwater bei einer Mall. Hier gingen wir in ein Musikgeschäft, um eventuell von einem Song eine CD zu kaufen, den wir bereits mehrmals im Autoradio gehört hatten. Da wir den Interpreten nicht kannten, uns auch der Titel des Liedes nicht bekannt war, versuchten wir, einer sehr netten Verkäuferin den Song zu beschreiben. Bereits nach einigen Sekunden hielten wir die CD This Fire von Paula Cole in unseren Händen, auf der auch das von uns gesuchte Lied „Where have all the Cowboys gone?“ enthalten war. Auf dem Rückweg nach Orlando verpaßten wir durch Unachtsamkeit die Auffahrt auf die Interstate 4 East und irrten deshalb etwa 30 Minuten in Tampa Downtown umher. Als wir dann auf der richtigen Straße waren, begann es zu regnen. Im Radio hörten wir dann, daß sich auf Clearwater und Tampa ein Tornado zubewegte. Wer sich am Strand oder im Freien aufhielt, sollte sich nun möglichst in ein Auto setzen, Personen in Gebäuden sich von den Fensterscheiben fernhalten. Im Rückspiegel sahen wir sehr dunkle Wolken, während über Orlando noch blauer Himmel zu sein schien. In Orlando angekommen, brachten wir wieder einen Film zur Entwicklung. Während Simone sich im Hotelzimmer etwas ausruhen wollte, ging ich zur Erfrischung in den Hotelpool. Anschließend fuhren wir zum Essen zu UNO, wieder einer besseren Restaurantkette. Simone bestellte sich eine Chicken Fajita Pizza, ich wählte Rips & Wings. Beides war sehr schön scharf gewürzt. Danach machten wir neben UNO in einem Fahrgeschäft eine Ride mit. Wir saßen hier in einem Kino mit beweglichen Sitzen, die sich wieder passend zum Film auf einer großen Leinwand bewegten. Wir hatten uns The Rattle, eine Achterbahnfahrt ausgesucht, die ziemlich gut gemacht war. Anschließend fuhren wir mit dem Wagen zu den Disney MGM Studios. Da es bereits 20.30 Uhr war, mußten wir heute keine Parkgebühr bezahlen. Wir sahen uns das Feuerwerk an, welches mal wieder überwältigend war. Nachdem sich der große Ballon in Form einer Mickey Mouse enthüllt hatte, alle Feuerwerkskörper abgebrannt waren, verließen wir den Park wieder. Auf dem Parkplatz hatten wir dann einige Probleme unser Auto wiederzufinden. Erst als viele der anderen Besucher mit ihrem Auto weggefahren waren, entdeckten wir unseren Wagen endlich. Wir holten anschließend unsere Bilder ab, kauften Eis und einen 6er-Träger Budweiser und machten es uns beim Fernsehen im Hotelzimmer bequem. Wir sahen in den News einen Beitrag über den Sturm in Clearwater und Tampa, der die Straßen überschwemmt hatte. Einige Jugendliche hatten dort mit Surfbrettern ihren Spaß, während sich die Autos durch die Fluten kämpften.

Der Golf von Mexico am Strand von Clearwater

Der Golf von Mexico am Strand von Clearwater

Mittwoch, den 25.06.1997
Heute standen wir bereits um 7.00 Uhr auf. Wir wollten heute versuchen, mehrere Disney-Parks nacheinander zu besuchen und Attraktionen mitmachen, die wir bisher versäumt hatten. Deshalb fuhren wir bei sehr gutem Wetter zum Epcot-Center und gingen zielstrebig zu Honey, I shrunk the Audience. Bei dieser neusten Attraktion handelte es sich um eine sehr gute 3D-Filmvorführung, in Anlehnung an den Film „Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft“. Durch unsere 3D-Brille sahen wir unter anderem, daß im Film ein Kasten mit weißen Mäusen ausgeschüttet wurde. Durch den Einsatz von Luftdüsen im Bereich unserer Füße hatte man den Eindruck, als würden die Mäuse dort entlanglaufen. Da wir scheinbar geschrumpft worden waren, griff uns eine große Schlange an und ein übergroßer Hund schaute auf uns herab. Als er nieste, bekamen wir mit Hilfe von einigen Wasserdüsen eine kleine Erfrischung. Anschließend besuchten wir The Living Sea, eine futuristische Unterwasserwelt mit echten Fischen. Es wurde demonstriert, wie die Menschen eventuell in einigen Jahren den Meeresboden bewohnbar machen könnten. Wir sahen Delphine, Schildkröten und Haie. Danach verließen wir den Park und fuhren, da wir Hunger hatten, zum Planet Hollywood Orlando, welches sich im Disney Village befand. In dem bisher beeindruckendsten Restaurant dieser Art, waren sehr viele interessante Requisiten ausgestellt. Ein Teil des Busses aus SPEED war ebenso vertreten, wie der Düsenjäger aus True Lies. Simone bestellte sich die New York Calzone. Ich suchte mir die Barbecue Pizza aus. Außerdem entdeckten wir unter den vielen Kulissen noch die Jacke, die Keanu Reeves in SPEED getragen hatte. Auch der Anzug von Tom Hanks aus dem Film Forrest Gump war hier ausgestellt. Als wir das klimatisierte Restaurant dann verließen, brachte uns die brennende Mittagssonne wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. Es war draußen unerträglich heiß. Trotzdem fuhren wir zum Magic Kingdom. Aufgrund der „Affenhitze“ und langen Warteschlangen, machten wir dort aber nur eine Dampferfahrt mit und kauften uns Frozen Limonade. Auf dem Rückweg zum Hotel nahmen wir wieder die falsche Abfahrt. Man konnte wahnsinnig werden. Es gab aber anscheinend auch keinen Anhaltspunkt, an dem man sich als Ortsfremder hätte orientieren können. Der von uns benötigte Exit 25A konnte, wenn man aus den Disney-Parks kam, anscheinend nicht angefahren werden. Weshalb nicht, war uns noch unklar. Auf dem Rückweg hielten wir noch kurz vor dem Kino in Celebration, um die Anfangszeiten der Filme zu erfahren. Ich ging, nach dem Genuß einer kühlen Dose Dr. Pepper kurz in den Pool, während Simone im Hotelzimmer blieb. Als ich aus dem Pool kam, sahen wir uns noch eine Talkshow im Fernsehen an und fuhren anschließend zum Kino. Wir hatten diesmal den Film „Con Air“ ausgewählt, den wir allerdings bereits in Deutschland gesehen hatten. Da der Film aber sehr gut und in Deutschland gekürzt war, lohnte es sich trotzdem sehr. Als wir das Kino verließen, bot sich das uns bereits bekannte Bild: Wie fast jeden Tag um diese Zeit zogen dunkle Wolken auf. Wir fuhren zu Checker’s, da wir ziemlich großen Hunger hatten. Hier gab es gute Hamburger und spitzenmäßige Pommes Frites zu Tiefstpreisen. Allerdings gab es keinen Innenraum, in dem man sich hinsetzen konnte. Es gab die Möglichkeit, das Essen im Auto in Empfang zu nehmen, oder aber an kleinen Tischen neben dem Parkplatz zu sitzen. Wir setzten uns an einen Tisch, der mit einem großen Sonnenschirm ausgestattet war. Dieser Sonnenschirm hätte uns beinahe als Regenschirm dienen müssen, denn die dunklen Wolken näherten sich schnell. Da wir heute sehr großen Hunger hatten, fuhren wir anschließend noch zu Kentucky Fried Chicken, ebenfalls einer Fastfood-Kette. Während wir unseren Hunger nun endgültig mit leckerem Hühnerfleisch stillten, brach das Gewitter über Orlando herein. Danach fuhren wir mit dem Auto zurück zum Hotel und sahen noch etwas fern.

Donnerstag, den 26.06.1997
Auch an diesem sonnigen Morgen standen wir gegen 7.00 Uhr auf. Frühstück gab es heute bei Denny’s. Simone aß French Toast, Sausage und Rührei. Ich hatte mir Pancakes, Spiegeleier, Sausage und Bacon bestellt. Anschließend fuhren wir zum Blizzard Beach, um uns die Zeit im kühlen Naß zu vertreiben. Nach einiger Zeit beschlossen wir zum Wasserpark Typhoon Lagoon zu wechseln und fuhren dorthin. Leider hatte dieser Park heute erst am Nachmittag geöffnet. Wir wurden aber darauf hingewiesen, daß der Wasserpark River Country geöffnet habe und ganz in der Nähe sei. Also fuhren wir dorthin, um einmal wieder etwas Neues zu testen. Vom Parkplatz dieses ersten Wasserparks, der in diesem Gebiet eröffnet hatte, wurde man mit einem Bus zum Eingang gefahren. Dieser Wasserpark lag inmitten eines großen Waldgebietes, wo das Autofahren nicht erlaubt war. River Country hatte nicht sehr viele Attraktionen anzubieten. Wir machten die recht kleine Ride in einem Gummireifen mit, die aber Spaß machte. Anschließend probierte ich noch einige Gerätschaften aus, die mitten im Wasser standen. Man konnte sich von einem Holzgerüst aus, auf einem beweglichen Holzmast, ins Wasser fallen lassen. Außerdem gab es eine Kombination aus Rutsche und Sprungturm. Man kletterte einen Felsen hinauf, rutschte eine recht kurze Rutsche hinunter, die plötzlich aufhörte und fiel dann aus etwa 3 Metern Höhe ins Wasser. Auf Goofy, der in diesem Park seine Runden drehte, trafen wir auch noch, bevor wir River Country wieder verließen. Wir brachten wieder einen Film zur Entwicklung und machten uns im Hotel frisch. Zu unserem Erstaunen war das Zimmer noch nicht gemacht, obwohl es bereits fast 15.30 Uhr war. Zum Mittagessen fuhren wir zu Arby’s und aßen jeder einen Roastbeef Burger, der uns gut schmeckte. Aufgrund der starken Hitze, die am heutigen Tag herrschte, fuhren wir nicht zu einem weiteren Park. Wir entschlossen uns noch mal, die Florida Mall zu besuchen. Auf dem Weg dorthin hielten wir noch bei einer Factory Outlet Mall. Wir sahen uns dort kurz um, ohne etwas zu kaufen. Zu dieser Mall, in der verbilligte Waren angeboten wurden, nahmen wir an einer Vorführung der Firma Bose teil. Wir saßen mit einigen anderen Interessierten in einem kleinen, schön klimatisierten Kino. Neben der Leinwand waren zwei ziemlich beeindruckend große Lautsprecherboxen aufgebaut. Es fand eine Soundshow statt. Wenn man die Augen schloß, glaubte man sich tatsächlich auf einem Tennisplatz oder einem Live-Konzert zu befinden, so gut war der Sound dieser Lautsprecher. Gegen Ende der Demonstration nahm ein Mitarbeiter der Firma die Verkleidung dieser scheinbar großen Lautsprecher ab. Zum Vorschein kamen zwei winzige Lautsprecher von jeweils nicht mehr als 15 cm Größe. Sehr beeindruckend. Nachdem wir dann durch die Florida Mall geschlendert waren, fuhren wir zum Hotel zurück. Zwischendurch aßen wir noch bei Taco Bell. Natürlich durfte auch an diesem Abend das gewohnte Gewitter nicht fehlen. Wir setzten uns in unserem Hotelzimmer an Fenster, ließen den Fernseher laufen und blickten mit einem kühlen Budweiser in der Hand, auf das Treiben am beleuchteten Hotelpool. Anschließend folgte die Nachtruhe.

Freitag, den 27. 06. 1997
Um 7.00 Uhr, Simone fand das ziemlich früh, standen wir auf. Der Himmel war bereits strahlend blau und die Sonne schien. Im Waffle House nahmen wir unser Frühstück ein. Simone wählte ein Omelette mit Käse und Schinken, Toast und Hash Brown. Für mich gab es 2 Waffeln mit Erdbeerkompott. Für den heutigen Tag hatten wir uns den Park Sea World ausgesucht. An der Kasse konnten wir, durch Vorlage unserer ADAC Karte, den Eintrittspreis etwas reduzieren. Am Eingang wurden wir von einem Mitarbeiter des Parks angesprochen, ob wir nicht Interesse hätten, uns über die Brauerei Anheuser-Busch, die diesen Park betreibt, zu informieren. Wir machten einen Termin für 13.15 Uhr ab. Als erstes besuchten wir die Wild Arktis und nahmen an einer Hubschraubersimulation teil, die uns gut gefiel. Es war das gleiche Prinzip wie Star Tours oder Body Wars. Anschließend besuchten wir das Shamu Stadium. Dort sahen wir die sehr beeindruckende Show mit mehreren Killerwalen. Man konnte nur staunen, über das, was uns da geboten wurde. Die Tiere sprangen aus dem Wasser, trugen Menschen und kamen auf Kommando an Land, um sich dem applaudierenden Publikum zu präsentieren. Besonders lustig wurde es, als die Wale mit ihrer Schwanzflosse Unmengen des 15°C kalten Salzwassers auf die ersten 14 Sitzreihen katapultierten. Wir blieben davon zum Glück verschont, da wir aus Vorsicht etwas weiter hinten saßen. Danach besuchten wir Terror Of The Deep. Man lief hier durch eine große Glasröhre, die durch ein riesiges Aquarium führte. Im Wasser befanden sich viele Haie und andere Fische, die einem schon etwas Angst einflößten. Es war hervorragend konzipiert, daß man am Meeresboden entlanggehen konnte und die Fische um die Besucher herumschwammen. Diese Attraktion besuchten wir gleich zweimal. Anschließend sahen wir uns noch die lustigen Pinguine und die faulen, lärmenden Seehunde an. Gegen 13.00 Uhr trafen wir dann im Anheuser-Busch Hospitality Center ein. Nachdem man unseren Namen auf der Gästeliste gefunden hatte, wurden wir in einen etwas abgedunkelten Raum geführt. Wir bekamen 5 Trinkbecher und konnten außerdem noch Snacks und Getränke auswählen. Simone nahm Wasser und ich eine Tüte Chips. Wir nahmen auf sehr bequemen Sesseln platz, die beide vor einem kleineren Tisch standen. Auf zwei großen Monitorwänden wurden sehr lustige Werbespots von Budweiser gezeigt. Etwa 20 Personen fanden in dem Raum ihren Platz. Wir erfuhren durch einen Mitarbeiter und einige Filme etwas über die Bierbereitung dieser Brauerei. Anschließend bekamen wir nacheinander jeweils 5 Bierproben, um damit die Vielfalt der Produktpalette zu demonstrieren. Danach erhielten wir noch jeder einen Geschenkgutschein über 15$, den wir im Shop einlösen konnten. Am Ausgang gab es dann noch für jeden Teilnehmer eine Urkunde, auf der unser Name gedruckt stand. Vor dem Vorführungsraum stand eine große Theke. Hier konnte man, wenn man wollte, kostenlos diverse Biere probieren. Ich testete noch ein dunkles Bier, bevor wir dann in den Shop gingen. Wir suchten uns eine recht originelle Wanduhr aus, auf der die Frösche aus der Werbung zu sehen waren. Da die Uhr jedoch 38$ kostete, zahlten wir den fehlenden Betrag noch nach. Als wir das Gebäude verließen, zogen wieder dunkle Wolken auf und die ersten Regentropfen fielen vom Himmel. Wir gingen zurück zum Auto. Auf dem Rückweg wurde der Regen so schlimm, daß wir rechts am Straßenrand hielten und den Warnblinker einschalteten. Wir waren mit dieser Handlung allerdings in guter Gesellschaft, da viele Autofahrer dies taten. Als der Regen nachließ, fuhren wir weiter und brachten einen Film zur Entwicklung. Im Hotel bemerkten wir dann, daß unser Zimmer noch nicht fertig war. Wir fuhren nach einem kurzen Aufenthalt dann zu Taco Bell. Dort aßen wir jeder Big Beef Nachos und einen Burrito Supreme. Anschließend fuhren wir in Richtung Disney Village und gerieten in einen starken Stau, der sich anscheinend durch das heutige Anlaufen des neusten Disney-Films HERCULES gebildet hatte. Da uns dieser Film nicht sonderlich interessierte, fuhren wir zurück zum Hotel. Simone mußte sehr nötig auf die Toilette und ging zum Zimmer, ich fuhr in der Zwischenzeit nach Celebration, um nachzusehen, welcher Film dort im Kino angelaufen war. Leider war es ebenfalls HERCULES. So fuhren wir nach Orlando Downtown, um nochmals die Florida Mall aufzusuchen. Wir kauften uns dort die Maxi-CD von „Where have all the Cowboys gone?“. Ich hätte mir sehr gerne noch eine weitere Maxi-CD von einem Song gekauft, den wir oftmals im Autoradio gehört hatten. „I want you“ von Savage Garden war aber leider überall ausverkauft. Auf dem Rückweg von der Florida Mall hielten wir am Exit 27 mal wieder bei Taco Bell. Es gab für uns wieder Big Beef Nachos und einen Burrito Supreme, sowie ein Getränk. Anschließend fuhren wir zurück zum Hotel. Während der Fahrt glaubten wir unseren Ohren nicht mehr zu trauen, als der Sprecher im Radio einen Hit ankündigte, der nach einigen Jahren wieder in die Charts eingestiegen war. Es handelte sich um „Da, da, da, ich lieb‘ Dich nicht, Du liebst mich nicht“ von der deutschen Gruppe TRIO. Dieser Song aus den frühen 80er Jahren ist durch den Einsatz in einem amerikanischen Werbespot wieder bekannt geworden. Als wir im Hotel ankamen, machten wir es uns wieder am Fenster in unseren Sesseln mit einem Budweiser bequem.

Show-Time in Sea World

Show-Time in "Sea World"

Sonnabend, den 28. 06. 1997
Um 7.10 Uhr standen wir auf, draußen war wieder sehr schönes Wetter. Wir fuhren heute, an unserem letzten Urlaubstag, in Richtung Titusville. Unterwegs gab es Frühstück bei Mc Donald’s. Simone wählte das Big Breakfast, während ich mich für Hot Cakes and Sausage entschied. Wir hatten auf dem Weg zu diesem Restaurant ein Musikgeschäft entdeckt, welches aber noch geschlossen hatte. Wir fuhren nach diesem Frühstück zu diesem Geschäft zurück und kauften uns zwei CD’s. Simone hatte den Soundtrack von SPEED 2 – Cruise Control entdeckt. Ich kaufte mir die CD von Savage Garden.

Cocoa Beach

Cocoa Beach

Wir fuhren anschließend weiter in Richtung Küste, um an einem Strand anzuhalten. Wir hatten den Cocoa Beach ausgewählt, den wir dann auch bald erreichten. Bei schönem Sonnenschein spazierten wir etwa 90 Minuten am Strand entlang, der an vielen Stellen nicht sehr belebt war. Wir beobachteten einen Fischer, der mit einem Netz recht oft einen größeren Fisch fing. Auf unserem Rückmarsch zum Auto sahen wir, wie unter einem Pier eine Person auf einer Trage abtransportiert wurde, die beatmet werden mußte. Für den Rückweg nach Orlando wählten wir eine Toll-Road, die uns 2.25$ kostete. Dafür waren wir aber recht schnell wieder am Zielort. Wir hatten während dieser Reise immer von jeder Restaurant-Kette, die wir besucht hatten, ein Foto gemacht. Uns war allerdings eingefallen, daß wir vom Hardrock Cafe kein Bild gemacht hatten. So fuhren wir noch mal dorthin, nicht um dort etwas zu essen, sondern um zu fotografieren. Vom Parkplatz aus sahen wir noch mal den Nachbau des Hauses aus Psycho, da sich das Restaurant ja direkt bei den Universal Studios Florida anschloß. Danach ging es mal wieder zu Taco Bell. Während Simone, die auf Ihrem Tablett einen Teil ihrer bestellten Combo Nr. 6 nicht vorfand, dies an der Kasse reklamierte, sprachen mich einige Amerikaner an, die am Tisch neben uns saßen. Die Familie verbrachte auch ihren Urlaub in Orlando und kam aus South Carolina. Wir unterhielten uns, so gut es eben ging, eine Weile. Der etwa 5 Jahre alte Sohn sagte beim Verlassen des Restaurants zu mir „I’ll see you“, was er sicherlich in diesem Tonfall in einem Film gesehen hatte. Da wir am Fenster saßen, konnten wir noch beobachten, wie die Familie in ihr Auto stieg und abfuhr, nicht ohne uns noch mal zuzuwinken. Auch wir fuhren kurz darauf zurück zum Hotel, machten uns kurz frisch und brachten noch einen Film zum Entwickeln. Anschließend fuhren wir zum Wasserpark Blizzard Beach. Wir machten zusammen eine Ride auf der Rutsche, dann brach plötzlich ein Gewitter aus und alle Gäste mußten das Wasser verlassen. Da das Gewitter anscheinend länger dauerte, verließen wir den Park wieder. Diesmal hatte sich unser Besuch nicht sonderlich gelohnt, wir waren aber erfrischt und fuhren zum Hotel zurück. Diesmal blieben wir einfach auf der Straße, die von den Disney-Parks die Zufahrt auf die Interstate 4 ermöglichte. Bereits wenige Minuten später erreichten wir die Straße, in der unser Hotel war. Jetzt erst kapierten wir, daß wir auf der Rückfahrt gar nicht die Interstate 4 benutzen mußten. Leider etwas zu spät. Während draußen das Gewitter langsam weiterzog, packten wir unsere Koffer. Wir hatten gehofft, heute im Fernsehen den Boxkampf Holyfield vs Tyson sehen zu können. Leider wurde der Kampf nur im Pay TV übertragen, welches man sich in einigen Hotels für etwa 40$ ansehen konnte. Dieses Angebot nahmen wir aber dann nicht war. Wir fuhren zum Abendessen noch einmal zu UNO. Simone aß eine Four Cheese Pizza und ich einen Cheddar Cheeseburger mit French Fries. Dazu tranken wir jeder zwei Budweiser. Als wir danach gesättigt wieder in unserem Hotelzimmer waren, genehmigte ich mir das letzte Bud von unserem Sechserträger, während Simone sich mit Dr. Pepper begnügte.

Whale-Watching am Cocoa Beach

Whale-Watching am Cocoa Beach

Sonntag, den 29. 06. 1997
Um 7.30 Uhr standen wir auf und gingen zum Pool. Da unser Flug erst gegen 16.00 Uhr startete, wir aber noch bis 12.00 Uhr in unserem Hotelzimmer bleiben konnten, hatten wir noch etwas Zeit. Das Wetter war sehr schön und wir setzten uns in einen Liegestuhl und genossen die Sonne. Von Zeit zu Zeit gingen wir ins Wasser. Um 9.30 Uhr gingen wir zurück ins Zimmer und packten die letzten Sachen zusammen und machten uns reisefertig. Mit dem Auto fuhren wir anschließend los um zu frühstücken. Um 10.55 Uhr trafen wir bei Taco Bell ein, der um 11.00 Uhr öffnen sollte. Eine andere Familie wartete ebenfalls auf das Öffnen des Restaurants. Ein Mitarbeiter verkündete, daß Taco Bell heute erst etwas später öffnen würde. Wir zogen lediglich enttäuscht, die Familie verärgert, ab. Wir luden deshalb im Hotel unsere Koffer in den Wagen und gaben unsere Zimmerschlüssel ab. Auf der Rechnung, die uns bereits heute Nacht unter der Tür durchgeschoben wurde, hatte ich einen kleinen Fehler entdeckt. Es waren uns einige Dinge aus der Snack-Bar berechnet worden, obwohl wir davon keinen Gebrauch gemacht hatten. Ohne Probleme konnte dieser Fehler korrigiert werden. Um 12.00 Uhr trafen wir dann, immer noch hungrig, bei T.G.I.Friday’s ein. Simone bestellte sich eine Spinach Pizzadilla und ich einen Sunday Burger. Dazu gab es Dr. Pepper. Alles schmeckte uns sehr gut. Anschließend kauften wir noch, in einem als Fort umgebauten Hotel mit Läden und Restaurants, für Papa einige Postkarten mit lustigen Gesichtern, die er sammelt. Gegen 13.00 Uhr fuhren wir dann zu Hertz, um unseren Mietwagen, mit dem wir etwa 2000 Meilen gefahren sind, zurückzugeben. Die Rückgabe verlief ging schnell und ohne Zwischenfälle. Mit einem Shuttle wurden wir dann zum Flughafen gefahren. Da wir noch recht viel Zeit hatten, schauten wir uns dort etwas um. Es gab viele Geschäfte und Shops. Um 16.15 Uhr startete dann unser Flugzeug. Simone sah sich während des Fluges nach Düsseldorf den Film Liebe hat zwei Gesichter an, während ich versuchte, etwas zu schlafen. In Düsseldorf, der Himmel war stark bewölkt, flogen wir dann um 9.35 Uhr weiter nach Hamburg, wo wir 40 Minuten später eintrafen. Vom Flughafen fuhren wir dann mit einem Taxi zum Hauptbahnhof, wo wir nach kurzer Wartezeit einen Zug bestiegen, mit dem wir um 12.40 Uhr dann wohlbehalten in Bremen ankamen.

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