Fesdu – „The Fun Island“ vom 2. bis 17. 02. 1997

Fesdu im Ari-Atoll

Fesdu im Ari-Atoll

AUSZUG AUS DEM REISEPROSPEKT:
Lage: Die kleine, tropisch bewachsene Insel, liegt inmitten des Ari-Atolls. Die Flughafeninsel Hulule ist ca. 70 Kilometer entfernt. Der Transfer erfolgt ausschließlich mit dem Wasserflugzeug (Flugdauer etwa 25. Minuten).
Länge: ca. 200 m
Breite: ca. 150 m
Entfernung des Hausriffs: ca. 15 – 100 m
Das bietet Ihre Insel: Herrlich weißer, feinsandiger Korallenstrand umgibt den größten Teil dieser ursprünglichen Insel. Die Badelagune bietet ideale Möglichkeiten zum Schwimmen. Das intakte Hausriff mit seiner faszinierenden Unterwasserwelt ist ein sehr gutes Schnorchelrevier und gilt bei vielen Tauchern als ‚Geheimtip‘. Weitere Annehmlichkeiten Ihrer Urlaubsinsel sind Liegestühle am Strand, Badetücher, das überdachte Open-air-Restaurant in dem Sie Ihre Mahlzeiten einnehmen und kleine Snacks serviert bekommen, ein Souvenirshop und eine gemütlich eingerichtete Bar. Ausstattung: Sie wohnen inmitten von tropischer Vegetation, umgeben von schattenspendenden Palmen und kleinen, gepflegten Gartenanlagen. Sie wohnen in Einzel- oder zum Teil in Reihenbungalows (46 mit Spitzdach, 8 mit Flachdach, 6 Reihenbungalows mit Flachdach) aus Holz und urigem Strohdach. Alle Zimmer sind mit Dusche/WC (Süßwasser, warm und kalt), Klimaanlage und Terrasse ausgestattet

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Sonntag, 02. 02. 1997
Heute war endlich der Tag, auf den wir so lange gewartet hatten. Bereits vor über einem Jahr gaben Mama und Papa bekannt, daß sie Manuela, Simone, Michael und mich zusammen mit ihnen zu einer Urlaubsreise einladen möchten. Das Ziel der Reise war Fesdu, eine kleine Insel der Malediven im Ari-Atoll. Mama und Papa planten die Reise und gaben nur die nötigsten Informationen an uns weiter. Trotz einiger Nachforschungen wußten wir nicht, was uns dort erwartete. Um 15.30 Uhr trafen wir uns mit gepackten Sachen auf dem Hauptbahnhof in Bremen. Wegen der niedrigen Temperaturen, es hatte in den letzten Tagen gefroren, trugen wir recht wärmende Sachen. Manuela hatte sogar Handschuhe und einen Schal dabei. Um 15.47 Uhr fuhren wir mit dem IC ab. Unser vorläufiger Zielort war Duisburg. Da wir unsere Plätze reserviert hatten, bekamen wir ein ganzes Abteil für uns. Wir kamen planmäßig um 18.10 Uhr in Duisburg an. Vom Hauptbahnhof fuhren wir dann mit der S-Bahn weiter zum Flughafen nach Düsseldorf. Unser Flugzeug sollte pünktlich um 21.30 Uhr abfliegen. Wir hatten noch etwa 2 Stunden Zeit um uns den Flughafen anzusehen. Nach dem Aufgeben der Koffer und Aushändigung der Bordkarte trennten sich Mama und Papa kurzzeitig von uns. Wir kauften uns etwas zu trinken und ruhten uns aus. Nach Durchsicht unserer Flugtickets war Simone aufgefallen, daß dort einige Angaben vermerkt waren, die uns bisher nicht bekannt waren. So war für alle Vollpension gebucht, was auf unserer Urlaubsinsel nicht anders möglich war. Dies war natürlich eine sehr erfreuliche Nachricht für uns. Noch besser gelaunt erkundeten wir das Flughafengebäude. Von der Brandkatastrophe im letzten Jahr, bei der zahlreiche Personen starben, war hier nichts mehr zu sehen. Einige Baustellen machten uns das Auffinden der Besucherterrasse sehr schwer. Als wir nach langem Suchen dort ankamen, mußten wir feststellen, daß man dort 2.50.-DM Eintritt zahlen mußte. Dies wollten wir jedoch nicht und kehrten wieder in die Abflughalle zurück. Bei der Sicherheitskontrolle machte Papa von uns ein Foto, was vom Personal nicht gerade begrüßt wurde. Ein Polizist klärte ihn sofort über das Verbot auf, in diesem Bereich zu fotografieren. Nach diesem kleinen Zwischenfall konnten wir unsere Maschine dann gegen 21.00 Uhr betreten, die planmäßig startete. Unsere Plätze waren, wie es gebucht war, direkt am Fenster. Wir saßen jeweils zu zweit alle hintereinander. Der Pilot gab kurz nach dem Start die Flugzeit bis Male mit 9 Stunden an. Auf den Malediven sollte es leicht bewölkt und 30°C warm sein. Nach einem kleinen Erfrischungsgetränk wurden kleine Filme von dem englischen Komiker ‚Mr. Bean‘ gezeigt. Danach gab es wahlweise Huhn oder Fisch mit Kartoffelpüree, Salat, Pudding und Brot. Danach folgte die sogenannte Nachtruhe an Bord.

Die Inselwelt der Malediven ist schon in Sicht!

Die Inselwelt der Malediven ist schon in Sicht!

Montag, 03. 02. 1997
Unser Flug führte uns im Dunkeln über Bulgarien, die Türkei, den Iran und Saudi Arabien. Da der Himmel wolkenfrei war, konnten wir größere Städte an der Ansammlung von vielen Lichtern erkennen. Vom Arabischen Meer kamen wir dann zum Indischen Ozean, wo die zu Male gehörende Flughafeninsel Hulule liegt. Als die Sonne aufgegangen war, gab es dann gegen 6.00 Uhr Frühstück. Aus dem Fenster konnten wir bereits die vielen Inseln erkennen, die im blauen Meer mit türkisfarbenen Lagunen und weißen Stränden unter uns lagen. Um 7.00 Uhr landeten wir auf der Flughafeninsel. Beim Aussteigen spürten wir die ungewohnte Wärme, die uns schnell zum Schwitzen brachte. Nachdem wir die Einreiseformalitäten hinter uns gebracht hatten, nahmen wir unsere Koffer in Empfang. Danach fuhren wir mit einem Shuttle zu einem Start- und Landeplatz für das Maldivian Air Taxi. Dies waren Wasserflugzeuge, die die Passagiere zu weiter entfernten Inseln brachten. Obwohl uns die Hitze zusetzte, freuten wir uns auf dieses Flugerlebnis. Nach einer kurzen Wartezeit ging es dann auch los. Sicher startete das Flugzeug. Es war eine etwas lautere und wackelige Angelegenheit, die uns aber viel Freude bereitete. Der Flug zum Ari-Atoll und der dort befindlichen Insel Fesdu dauerte ca. 30 Minuten. Dort stiegen wir auf einer Art Holzfloß aus, von dem wir dann mit einem Diesel-Dhoni nach Fesdu gebracht wurden. Auf der Insel bekamen wir dann zum Empfang ein erfrischendes Tuch und einen Cocktail aus Orangen- und Ananassaft gereicht. Beides tat uns sehr gut. Wir erhielten einen ‚All inclusive Ausweis‘. Hiermit war man u.a. berechtigt, Getränke und Snacks an der Bar zu bestellen, die im Reisepreis inbegriffen waren. Dann wurden wir unseren Behausungen zugewiesen. Dies waren drei wunderschöne Einzelbungalows, die neben der Hotelanlage inmitten von tropischen Gewächsen standen. Unsere Hütten lagen alle direkt nebeneinander. Von den Bungalows war es nur ein Katzensprung zum Wasser, welches von der Terrasse tiefblau schimmernd zu sehen war. Obwohl wir recht müde waren, gingen Manuela, Simone, Michael und ich sofort ins Wasser. Viele Fische bewegten sich im ca. 28°C warmen, klaren Wasser. Wir waren die einzigen Personen am Strand und kamen uns vor wie im Paradies. Es war unbeschreiblich schön – noch schöner als wir es uns vorgestellt hatten. Wir setzten uns anschließend auf die Terrasse, die zur Bar gehörte. Dort beobachteten wir einen kräftigen Mann, der auch mit uns angekommen war. Der Plastikstuhl war unter seinem Gewicht mit einem Stuhlbein abgeknickt und der Dicke saß auf dem Boden. Dies geschah dann noch einmal. Als er wieder auf die Beine gekommen war, suchte er sich einen Stuhl aus, der sein Gewicht aushielt. Nachdem wir uns einen weiteren ‚Sunrise‘-Cocktail bestellt hatten, erkundeten wir die Insel. Wir besorgten uns auch gleich schon unsere Schnorchelausrüstung, die Michael und ich sofort ausprobierten. Dieser erste Versuch gab uns bereits einen kleinen Einblick in die Unterwasserwelt, von der wir sehr angetan waren. Manuela und Simone sammelten Muscheln am Strand. Um 18.30 Uhr erfolgte für die ‚Insel-Neulinge‘ eine Begrüßung durch die Reiseleiterin. Wir erfuhren die Essenszeiten und den ungefähren Ablauf des Aufenthaltes. Außerdem wurde auf verschiedene Ausflugsmöglichkeiten hingewiesen. Danach spielten wir eine Runde Tischtennis, aßen jeder einen gefüllten Toast mit Huhn oder Käse und gingen zum Abendessen in das Restaurant. Als Vorspeise wurde uns eine Mini-Pizza serviert. Danach folgte Suppe, Fisch und Gemüse und ein Nachtisch. Bevor wir an diesem Abend müde in unsere Betten gingen, tranken wir noch einen Cocktail. An der Decke unseres Bungalows entdeckten wir einen Gecko. Dieses Tier ähnelt einer Eidechse und ist ein nützlicher Insektenvertilger. Manchmal gab er eigenartige Laute von sich, die uns aber nicht störten.

Kaum angekommen, ging es sofort ins warme Wasser!

Kaum angekommen, ging es sofort ins warme Wasser!

Dienstag, 04. 02. 1997
Gegen 6.00 Uhr schaute ich aus dem Fenster. Ich entdeckte Michael, der auf der Terrasse seiner Hütte saß. Er sah mich sofort und winkte mir zu. Ich wunderte mich, daß er bereits so früh aufgestanden war. Als ich ihn darauf ansprach, stellte sich heraus, daß Manuela und er ihren Wecker falsch gestellt hatten. Sie hätten also noch eine Stunde länger schlafen können. Nach einem leckeren Frühstück, bestehend aus Brötchen, Toast, Eiern, Schinken, gut gewürzten Bratwürstchen und Früchten, gingen wir Schnorcheln. Hierzu wählten wir wieder den gleichen Platz, der uns gestern bereits so gut gefallen hatte. Andere Urlauber zeigten uns einen anderen Platz, an dem man angeblich besser Schnorcheln konnte. Unsere Begeisterung kannte keine Grenzen als Michael auf einem Tablett Cocktails direkt am Wasser servierte. Wenig später kamen auch Mama und Papa zu uns, die gerade mit dem Frühstück fertig waren. Sie wollten zusammen mit uns schnorcheln. Die Neugier auf die Fischwelt bewegte sogar Mama und Simone dazu, ihren Kopf unter die Wasseroberfläche zu stecken. So erlebten wir alle das farbenfrohe Treiben der zahlreichen Fischarten unter Wasser. Anschließend besuchten Michael und Manuela eine ‚Schnupperstunde‘ für einen Tauchlehrgang, den Mama und Papa bei Gefallen bezahlen wollten. Kurz vor dem Mittagessen, wir kamen gerade wieder aus dem Wasser, kamen die beiden begeistert zurück. Bei einem leckeren Getränk, das wir im Bereich der ‚Sunset-Bar‘ genossen, berichteten sie von ihrem Erlebnis in 15 m Tiefe. Sie beschlossen einen Kursus zu belegen, der bereits morgen beginnen sollte. Heute war zum Mittagessen ein Buffet hergerichtet. Es bestand aus zwei Reissorten, Chicken, Fisch, Suppe, und Früchten. Es schmeckte uns allen sehr gut. Nach einer kurzen Pause gingen Michael und ich nochmal ins Wasser um zu Schnorcheln. Der Rest unserer Gruppe machte es sich im Schatten der Palmen in Liegestühlen bequem. Zum Abendessen wurde uns ein Salat mit Nudeln, Suppe, Beef mit Kohl und Pudding serviert. Um 21.30 Uhr begann der heutige ‚Discoabend‘. Wir saßen unter freiem Nachthimmel bei Kerzenschein auf der Terrasse. Im Bereich der Bar wurde laut Musik gespielt und auf der Tanzfläche fiel uns im bunten Licht der Scheinwerfer eine vollschlanke Frau auf. Sie tanzte sehr auffällig und schien bereits betrunken zu sein. Im Laufe des Abends versuchten verschiedene Mitarbeiter vergeblich, die Frau zu ihrem Platz auf der Terrasse zu führen, den sie nicht mehr ausfindig machen konnte. Ein Kellner, der auch vergeblich versuchte, das vollbusige Wesen zu ihrem Platz zu bringen, ergriff bei einer günstigen Gelegenheit die Flucht. Wir amüsierten uns köstlich. Es ging bereits das Gerücht um, daß diese Frau vor einigen Tagen dem Tischkellner eine Ohrfeige verpaßt hatte. Nach einigen alkoholischen Cocktails eroberten Mama, Papa, Manuela und Simone die Tanzfläche. Es wurde ein langer, feuchtfröhlicher und lustiger Abend.

Simone unter der Wasseroberfläche beim Schnorcheln

Simone unter der Wasseroberfläche beim Schnorcheln

Mittwoch, 05. 02. 1997

Aufgrund des gestrigen Abends haben Simone und ich das leckere Frühstück zwangsläufig ausfallen lassen. Gegen 10.00 Uhr standen wir auf und machten uns fertig. Der Zimmerjunge ‚Sam‘ kam bereits um den Bungalow herzurichten, als wir auf dem Weg nach draußen waren. Manuela und Michael sollten aufgrund des gestrigen Alkoholkonsums auf Anraten des Tauchlehrers auf den für heute geplanten Tauchgang verzichten. Simone setzte sich in unsere Ecke unter die Palmen und las. Ich ging zum Schnorcheln ins Wasser und entdeckte einen uns bislang unbekannten Zugang zum Hausriff, ganz in der Nähe unserer Hütten. Nach dem beeindruckenden Erlebnis in der Unterwasserwelt ging es auch schon wieder zum Mittagessen. Es gab heute Suppe, Spaghetti Bolognese und als Nachspeise Birnen. Nach dem Essen ging ich mit Michael und Manuela wieder ins Wasser. Wir schnorchelten an der Riffkante entlang und machten Bekanntschaft mit der recht starken Strömung. Nach einer kurzen Erholungspause in unseren Liegestühlen unter den schattigen Palmen vor unseren Hütten ging ich dann nochmal zum Schnorcheln ins Meer. Diesmal begleitete ich Mama und Papa. Wir hatten uns einen anderen Einstieg zum Riff ausgesucht. Dieser Einstieg war auf der anderen Seite der Insel bei Bungalow 38. Mama wollte alleine üben, während Papa und ich uns mit der Strömung am Riff entlang treiben ließen. Wir sahen viele verschiedene, auch große Fische. Nach diesem Erlebnis tranken wir mal wieder einen ‚Sunrise‘. Die Zeit bis zum Abendessen vertrieben wir uns mit Unterhaltungen und Lesen in unseren Liegestühlen. Heute war ein asiatisches Buffet aufgebaut worden. Es bestand aus Reis, Hühnerfleisch, Rindfleisch, Thunfisch, Gemüse, Salaten, Brot, Eiern, Früchten und Kuchen. Danach setzten wir uns an einen Tisch im Bereich der Bar und spielten das Kartenspiel Uno. Auf der Terrasse gab es dann wieder einige Drinks unter freiem Himmel.

Nicht schlecht, so ein Leben auf der Insel!

Nicht schlecht, so ein Leben auf der Insel!

Donnerstag, 06. 02. 1997
Heute war es den ganzen Tag nicht sehr sonnig, aber warm. Nach dem Frühstück ging es wieder zum Schnorcheln ins Wasser. Ich tauchte mit Simone an der Riffkannte entlang. Wir sahen viele bunte Fische in den Korallen. Michael und Manuela gingen zur Tauchschule. Mama und Papa nahmen den Fotoapparat und machten einen kleinen Rundgang auf der Insel. Zum Mittagessen gab es wieder ein Buffet aus Reis, verschiedenen Fleischsorten, Gemüse, Salaten, Brot , Obst und Wackelpudding. Nach dieser leckeren Mahlzeit setzten wir uns wieder unter die Palmen und lasen, hörten Musik und dösten. Danach machten Papa, Michael und ich wieder eine Schnorchel-Tour entlang am Riff. Anschließend aßen wir einige getoastete Sandwiches im Bereich der Bar und Michael, Manuela, Simone und ich spielten das Kartenspiel Phase 10. Zum Abendessen gab es zwei Eihälften mit Mayonnaise, Suppe, Kassler mit Gemüse und als Nachspeise Pfirsiche. Dann folgte wieder das beliebte Spiel Uno mit leckeren Getränken. Der Himmel war heute Nacht sternenklar. Als wir bereits zum Schlafen in unseren Hütten waren, holte uns Papa wieder heraus. Er glaubte, am Strand viele Glühwürmchen gesehen zu haben. Tatsächlich erblickten wir dort, wo die Brandung den Strand berührte, viele kleine, leuchtende Punkte. Wie wir später erfuhren, handelte es sich um Plankton.

Mehrmals am Tag wurde geschorchelt!

Mehrmals am Tag wurde geschorchelt!

Freitag, 07. 02. 1997
Als wir heute aufwachten, strahlte bereits die Sonne vom Himmel. Es wehte ein mittelstarker, warmer Wind, mit dem es sich in der Sonne gut aushalten ließ. Michael und Manuela waren bereits beim Frühstück, als wir dort eintrafen. Sie hatten um 9.00 Uhr bereits einen Termin bei der Tauchschule. Nach dem Frühstück machten Simone und ich eine kleine Inselumrundung. In der Sonne wurde es uns aber bereits nach kurzer Zeit zu heiß. Wir gingen zur Abkühlung mit unseren Flossen und Taucherbrillen ins Wasser und schnorchelten am Riff entlang. Als wir das Wasser gerade verließen, trafen wir auf Mama und Papa, die das gleiche Ziel ansteuerten. Die Zeit bis zum Mittagessen verbrachten wir mal wieder unter den Palmen oder in der Sonne. Zum Mittag wurde Suppe, Hühnerfleisch mit Gemüse und Fruchtcocktail serviert. Danach wurde wieder in Strandnähe gefaulenzt. Heute war ein größeres Passagierschiff mit Touristen angekommen, die sich die Insel ansehen wollten. Den ganzen Nachmittag herrschte deshalb am Anleger und auch am Strand regeres Treiben als gewohnt. Zwischendurch genehmigten wir uns einen ‚Sunrise‘ und ein Sandwich. Dann gingen Michael und Manuela zum Schnorcheln und Mama, Papa, Simone und ich spielten Botcha am Strand. Leider wurden Simone und ich, die gegen Mama und Papa eine Mannschaft bildeten keine Sieger. Nachdem die Sonne untergegangen war, begann es kurz zu regnen. Bis zum Abendessen vertrieben wir uns die Zeit mit einem weiteren Getränk an der ‚Sunset-Bar‘. Zum Abendessen gab es heute ein Maledivisches Buffet. Es gab verschiedene Reissorten, kleine Nudeln, Fisch, Beef, Gemüse, Fladenbrot, Brötchen, Chips mit verschiedenen Saucen, Salate, Früchte und Kuchen. Es war bisher das beste Essen und schmeckte uns allen hervorragend. Anschließend spielten wir wieder Uno im Bereich der Theke. Gegen 21.30 Uhr kam eine einheimische Folkloregruppe und machte mit verschiedenen Trommeln und Gesang eine halbe Stunde lang Musik. Simone wurde, wie wir alle, von einem Tänzer zum Tanzen aufgefordert. Sie nahm als Einzige die Aufforderung an. Nach einem letzten Drink, den wir auf der Terrasse der Bar einnahmen, gingen wir ins Bett. Die Bungalows wurden jeden Abend vom Zimmerjungen für die Nacht hergerichtet. Dazu wurde das Bett aufgeschlagen der Vorhang vor das Fenster gezogen, die Nachttischlampen eingeschaltet und das Badezimmer beleuchtet. Der Himmel war inzwischen wieder wolkenlos.

Schnorcheln in traumhafter Umgebung

Schnorcheln in traumhafter Umgebung

Sonntag, 08. 02. 1997
Nachts hatte es erneut geregnet. Als wir morgens zum Frühstück gingen, war der Sand feucht und das Restaurant war teilweise mit Rollos abgeschottet worden. Das Frühstück war, wie bisher immer, gut. Es gab eigentlich jeden morgen das gleiche auf dem Buffet zu finden. Ein Koch bereitete nach Wünschen der Gäste die Eier. Der Saft, den es zum Frühstück gab, wechselte täglich. Es gab Orangen-, Grapefruit-, Ananas- und Marakujasaft. Das Wetter hatte sich inzwischen wieder verbessert, denn die Sonne war wieder da. Michael und Manuela gingen zur Tauchschule, Mama und Papa schnorchelten, Simone las und ich ruhte mich aus. Danach folgte Tischtennis und ein Erfrischungsgetränk. Zum Mittag gab es wieder ein schönes Buffet mit Reis, Lasagne, Hühnerfleisch, Gemüse, Salat und Früchten. Anschließend spielten wir wieder eine Runde Tischtennis. Danach gingen Simone und ich schnorcheln. In der Nähe unseres Einstiegs zum Riff entdeckte ich einen Hai, der im flachen Wasser schwamm. Simone hatte den Hai zwar nicht richtig gesehen, verließ daraufhin aber sofort das nasse Element. Ihre Brille, die sie in einem Case am Strand abgelegt hatte war verschwunden. Andere Touristen hatten sie mitgenommen, um sie später an der Rezeption wieder abzugeben. Danach machten wir eine erneute Inselumrundung, lasen unter den Palmen im Schatten, tranken ein Getränk auf der Terrasse und spielten Botcha. Zwischenzeitlich bewölkte es sich wieder und Wind kam auf. Zum Abendessen gab es Spargel, Suppe, Gulasch mit Gemüse und Salat, sowie Birnen als Nachspeise.

Abendstimmung aus Fesdu

Abendstimmung aus Fesdu

Sonntag, 09. 02. 1997
Nach dem Frühstück spielten Michael, Manuela, Simone und ich eine Runde Tischtennis. Danach, als die Sonne sich langsam blicken ließ, gingen wir mit unserer Schnorchelausrüstung ins Wasser. Nur Simone blieb auf dem Trockenen. Am Zugang zum Riff entdeckten wir einen Rochen, der flach auf dem Grund lag. Als er uns bemerkte, grub er sich ein. Wir schnorchelten wieder an der Riffkante entlang. Später, als die anderen das Wasser wieder verlassen hatten, zeigte ich Simone den Rochen auch noch. Als ich dabei versehentlich den Korallen am Rande des Zugangs zu nahe kam, fühlte sich ein kleiner Fisch gestört und zwickte mich ins Bein. Für Simone war dies ein erneuter Grund das Wasser zu verlassen. Bis zum Mittagessen blieben wir an unserem kühlen Liege- und Ruheplatz vor unseren Hütten. Ein Gärtner brachte uns Kokosnüsse (er nahm dafür 1$ gerne entgegen), die sehr gut schmeckten. Michael hatte zwischenzeitlich auch noch für uns einen ‚Sunrise‘ besorgt. Zum Mittagessen gab es Suppe, Spaghetti Bolognese und als Nachtisch Birnen. Für den heutigen Nachmittag hatten wir uns für den Ausflug zur Fischerinsel Feridhoo angemeldet. Pünktlich um 14.00 Uhr fuhren insgesamt zwei Diesel-Dhonis von Fesdu aus los. Die Fahrt dauerte etwa 45 Minuten und machte Spaß. Das Boot schaukelte teilweise recht stark und einige von uns sahen fliegende Fische, die dicht über der Wasseroberfläche flogen. Auf der Insel hatten wir 60 Minuten Aufenthalt. Die dicke Frau, die uns vor einigen Tagen beim Discoabend aufgefallen war, war auch unter den Besuchern. Sie faselte etwas von einer Pommes- und Bratwurstbude, die man hier natürlich vergeblich suchte. Zum Glück! Man konnte sich auf der ganzen Insel umsehen und in einigen Geschäften kleinere Andenken kaufen. Wir gingen durch die Gassen, um einen Eindruck von der Lebensweise der Einheimischen zu bekommen. Sie bewohnten sehr einfache Holzhütten, die von Zäunen umgeben waren. Viele von ihnen lagen in Hängematten oder standen in den Eingängen der Hütten. Vereinzelt hörte man beim Herumgehen leise Radiomusik. Wenn Touristen auftauchten wurden viele Kinder in die Hütten gerufen. Man merkte deutlich, daß Touristen als Eindringlinge gesehen wurden. Viele Inselbewohner hatten sich aber an die Besuche der Touristen gewöhnt und beobachteten die Ankömmlinge gelassen. Michael und Manuela kauften sich jeder ein buntes Stofftuch, welches man um den Körper binden konnte. Die Rückfahrt nach Fesdu verlief, bis auf die Tatsache daß die zwei Dhonis fast zusammenstießen, normal. Bis zum Abendessen spielten Simone und ich Tischtennis, Michael und Manuela gingen zur Tauchschule, Papa ruhte sich aus und Mama sah sich die Insel an. Heute war ein spanisches Buffet hergerichtet. Es schmeckte alles sehr gut, aber nicht unbedingt spanisch. Der Nachtisch fiel üppiger aus als sonst. Anschließend gingen Michael und Manuela die letzten Aufgaben für ihren Tauchschein erledigen. Hierzu gehörte auch, daß sie ein umfangreiches Lehrbuch lesen mußten. Mama und Papa blieben noch im Restaurant sitzen, wo der Tauchlehrer mit Gitarre und Gesang für gute Stimmung sorgte. Simone und ich gingen früh schlafen.

Kinder auf der Nachbarinsel Feridhoo

Kinder auf der Nachbarinsel "Feridhoo"

Montag, 10. 02. 1997
Nach dem Frühstück spielten Simone und ich Tischtennis. Anschließend ging ich mit Michael und Manuela zum Schnorcheln. Auf unserer großen Schnorchel-Tour sahen wir drei Schildkröten. Michael und Manuela verließen nach einiger Zeit das Riff durch den Zugang bei Hütte 17. Ich schorchelte ganz bis zum Zugang bei unseren Hütten zurück. Der Ausstieg dort war mit einer leeren Wasserflasche, die mit einem Bindfaden an den Korallen befestigt war, unter Wasser gut zu finden. Das Mittagsbuffet bestand aus Reis, Chicken, Thunfisch, Brot, Früchten und kleinen Bananen, die hier auf den Inseln wuchsen. Sie schmeckten besonders lecker. Danach spielten Michael, Manuela, Simone und ich Tischtennis. Anschließend, nach einer kurzen Ruhepause, machten Simone und ich eine kleine Schnorchel-Tour. Wenig später machte ich zusammen mit Michael und Manuela eine größere Tour entlang am Hausriff. Wir sahen einen Hai und eine Schildkröte. Mama und Papa hatten auf ihrer Tour ebenfalls das Glück, einen Hai und eine Schildkröte zu sehen. Nach dem Sonnenuntergang ging es auf die Terrasse. Dort unterhielten wir uns über diesen gelungenen Urlaub bei einem Getränk. Zum Abendessen wurde eine Nudelvorspeise, eine Suppe, Chicken-Pfeffersteak mit Gemüse und als Nachspeise Caramel-Creme serviert. Danach folge eine Runde Uno im Bereich der Bar.

Und wieder geht es ins traumhafte Wasser...

Und wieder geht es ins traumhafte Wasser...

Dienstag, 11. 02. 1997
Nach dem Frühstück und der üblichen Runde Tischtennis machten Simone und ich eine Schnorchel-Tour. Wir stiegen bei Bungalow 38 ein und schnorchelten bis Bungalow 17. Wir sahen neben vielen schönen Fischen auch eine Schildkröte. Da Niedrigwasser war, kamen wir am Ausstieg aus dem Riff gerade eben noch auf die Insel zurück. Dort wurden wir von Mama und Papa, die uns fotografierten, bereits erwartet. Wenig später machten Mama, Papa und ich eine Segeltour auf einem Dhoni. Adam, der Besitzer des Segelbootes, überließ uns abwechselnd mal das Ruder und servierte frische Papaya und Kokosnuß an Bord. Nebenbei fingen wir mit einer Angelschnur auch noch einen Fisch. Wir segelten über eine Stunde im Bereich der Insel Fesdu. Als wir wieder an Land gekommen waren, erfrischten wir uns mit einem ‚Sunrise‘. Wenig später gab es auch schon wieder ein leckeres Buffet zum Mittagessen. Es bestand heute aus zwei Reissorten, Beef, Chips mit verschiedenen Saucen, Salaten und Früchten. Simone wettete, einen großen Löffel von der scharfen Chili-Sauce essen zu können, ohne nachzutrinken. Ich wettete dagegen und verlor ein Buch, welches ich mir eigentlich für diesen Urlaub gekauft hatte. Da ich dieses Buch sowieso nicht mehr geschafft hätte, hielt sich mein Schmerz über die verlorene Wette in Grenzen. Simone hatte aber leichte Probleme die nun aufkommende Übelkeit zu überstehen. Nach der Mittagsruhe machten Michael und Manuela einen Tauchgang und ich schnorchelte. Ich sah mal wieder eine Schildkröte und befand mich zeitweise in größeren Fischschwärmen. Dies war ein schönes und farbenfrohes Erlebnis. Ich wunderte mich, daß die Fische sich so nah an mich heranwagten. Sie schienen den Menschen nicht als unmittelbare Bedrohung zu empfinden. Nachdem wir einen Snack und einen fruchtigen ‚Sunrise‘ genossen hatten, gingen wir gegen 17.30 Uhr zum Anleger. Heute stand das Nachtangeln auf dem Programm. Mit zwei Diesel-Dhonis fuhren wir aufs Meer hinaus. Jeder bekam eine Angelschnur und einen Köder, der aus einem Stückchen Fisch bestand, ausgehändigt. Manuela und Simone fingen sogar einen Fisch. Auch einige andere Touristen hatten Glück. Die Familie Becker ging leider leer aus. Aber es machte trotzdem Spaß. Außerdem gab es einen tollen Sonnenuntergang zu beobachten. Erstmals sahen wir auch die Insel Fesdu bei Dunkelheit. Die Terrasse war hell erleuchtet. Als wir zurückfuhren war es stockdunkel. Um 20.30 Uhr ging es dann zum Abendessen. Es gab eine Vorspeise, die aus Salami bestand, Suppe, Fisch mit Pommes Frites und Salat und zum Nachtisch Pfirsich. Michael hatte Probleme, die zwei Pfirsichhälften in der kleinen Schale mundgerecht mit dem Löffel zu zerteilen. Deshalb stopfte er sich die ganze Hälfte in den Mund, was gut klappte. Manuela und ich hatten damit weniger Erfolg. Unsere Servietten halfen, die ‚Schweinerei‘ gering zu halten. Am heutigen Discoabend nahmen wir, aus Müdigkeitsgründen, nur sehr kurz teil. Papa hatte sich schon seit mehreren Tagen vorgenommen, einen ‚Dry Martini‘ zu probieren. Nach einem kurzen Nippen am Glasrand kippte er den restlichen Inhalt beiläufig in den hinter ihm befindlichen Sand. Dies würde wohl nicht sein Lieblingsgetränk dieses Urlaubs gewesen sein. Dies war ohnehin bereits der ‚Sunrise‘. Dieses Getränk bestellten wir uns täglich mehrmals. Nach einem Drink wanderten wir ins Bett. Auch die laute Musik konnte uns nicht am Schlaf hindern. Mama, Papa und Simone hielten am längsten durch.

Fahrt mit dem Segelboot um die Insel herum

Fahrt mit dem Segelboot um die Insel herum

Mittwoch, 12. 02. 1997
Als wir heute morgen aus unseren Hütten kamen, trauten wir unseren Augen kaum. Überall waren Plakate aufgehängt. Auf den Plakaten war ein Hochzeitsfoto aus vergangenen Zeiten zu sehen. Darüber war der fettgedruckte Schriftzug „Wanted!“ zu lesen. Darunter stand noch Hedwig und Alois mit dem Datum 12. 02. 1972. Offensichtlich feierte heute auf der Insel jemand seinen 25. Hochzeitstag. Wer die beiden Personen waren wußten wir nicht. Michael und Manuela, die gerade vom Frühstück kamen, konnten diese Frage beantworten. Hedwig war die vollbusige Frau, über die wir schon seit einigen Tagen lästerten. Eine Ähnlichkeit mit dem Foto bestand kaum. Ihr Mann hatte sich gar nicht so viel verändert, Hedwig hingegen war aufgegangen wie ein Hefeklops. Michael und Manuela berichteten, daß Hedwig fast in Tränen ausgebrochen war, als sie Ihren geschmückten Frühstückstisch vorfand. Simone und ich gingen zum Restaurant zum Frühstück. Die Plakate hingen in der Bar, über dem Frühstücksbüffet und auch im Restaurant. Später entdeckten wir auch auf der Insel noch zahlreiche Poster, die an vielen Palmen mit Heftzwecken befestigt waren. Michael zog zwei Heftzwecken heraus und drückte sie im Plakat auf genau die Stelle, wo Hedwigs Augen abgedruckt waren. Anschließend gab es wieder eine frische Kokosnuß. Danach wurde geschnorchelt. Ich sah einen recht großen Rochen und wenig später einen Hai, der direkt unter mir seine Runden drehte. Papa hatte beim Schnorcheln den Ausgang mit der Flasche als Markierung verpaßt. Als er es bemerkte, mußte er zurückschwimmen. Als wir aus dem Wasser kamen, war das Plakat mit den Heftzwecken abgenommen worden. Das Hochzeitspaar hatte das Plakat entfernt. Die “Knopfaugen‘ hatten ihnen wohl nicht gefallen. Papa servierte ‚Sunrise‘ am Strand, wo wir in unseren Liegestühlen saßen. Danach, Simone und Mama taten dies bereits vor mir, ging ich zum Abkühlen ins Wasser. Michael und Manuela machten heute einen Tauchgang zu einem Wrack in über 20 m Tiefe. Das Mittagessen bestand heute aus einer Suppe, Nudeln und Salat, sowie Fruchtcocktail. Danach meldeten Michael, Manuela und ich uns für eine einstündige Fahrt mit dem Motorboot an, die wir um 16.00 Uhr antreten wollten. Bis dahin schlief ich, die anderen spielten Karten. Gegen 16.30 Uhr fuhren wir dann mit zwei Mitarbeitern des Hotels mit dem weißen Motorboot los. Michael sollte sich gleich ans Steuerrad setzen. Die Mitarbeiter ließen ihn und uns für kurze Zeit in dem Glauben, daß er das Boot wirklich lenken würde. Das Steuerrad hatte allerdings keine Funktion. Wir umkreisten Fesdu und die Robinsoninsel. Während der recht rasanten Fahrt wurden wir ziemlich naß, wurden aber durch jede Menge Spaß dafür entschädigt. Michael und ich durften das Boot auch einmal lenken, was gar nicht so einfach war. Nach einer Stunde kamen wir wieder am Anleger an und mußten erstmal duschen, um das Salzwasser von der Haut abzuwaschen. Danach spielten wir wieder Phase 10. Zum Abendessen gab es heute ein chinesisches Buffet, welches aus Reis, kleinen Nudeln, Chicken, Fisch, Salaten und mehreren Nachspeisen bestand. Hedwig und Alois kamen mit ihren Tischnachbarn, die auch die Plakate aufgehängt hatten, in Abendgarderobe. Die Frauen im langen Kleid, die Männer mit kurzen Hosen und Fliege. Auf dem Tisch brannten Kerzen und alles wurde auf Video aufgezeichnet. Als die Kamera etwas länger auf Hedwig verweilte, kreischte sie albern: „schnieeet, schnieeet!“ (Schnitt). Alle Gäste in diesem Bereich beobachteten das peinliche Schauspiel. Danach setzten wir uns auf die Veranda der Bar und tranken einige Drinks. Mama und Papa berichteten, daß sie beim Schnorcheln einen Hai gesehen hatten, der im flachen Wasser von einem kleineren Fisch vertrieben worden war.

Damals und heute...

Damals und heute...

Donnerstag, 13. 02. 1997
Nach dem Frühstück spielten wir Tischtennis. Wir beobachteten eine Ratte, die fast bewegungsunfähig neben einem Baum saß. Auch als wir näher kamen, machte sie keine Anstalten wegzulaufen. Wir vermuteten erst, daß sie Gift gefressen hatte. Sie erholte sich aber schnell wieder und lief davon. Sicherlich war sie vom Baum gefallen und benommen gewesen. Später machten Michael, Manuela, Simone und ich eine Schnorchel-Tour. Wir sahen zwei Schildkröten. Das Wasser war am Ausstieg des Riffs sehr flach. Um nicht die Korallen zu berühren, mußten wir uns an einem ins Wasser führenden Rohres abstützen. Ein kleiner Fisch fühlte sich dadurch wohl bedroht und zwickte Simone und Manuela. Auch Papa, der uns folgte, mußte sich von dem kleinen Fisch zwacken lassen. Mama hatte am Strand Muscheln gesucht. Sie fand eine Muschel mit einer Krabbe, die wir auf unseren Händen langlaufen ließen. Danach setzten wir uns wieder in unsere Liegestühle unter die schattigen Palmen. Zwischendurch tranken wir etwas an der Bar. Zum Mittagessen gab es ein Buffet mit Reis, Hühnchen, Nudeln, Gemüse, Salaten und verschiedenen Nachspeisen. Nach einem kurzen Mittagsschlaf schnorchelten Simone und ich. Michael und Manuela tauchten während dieser Zeit. Da das Wasser heute sehr bewegt und trüb war, verließen wir es recht schnell wieder. Wir hatten gehört, daß es hier auf der Insel ein Wasserbecken mit kleinen Schildkröten geben sollte. Nach kurzem Suchen fanden wir es auch. Im Becken tummelten sich etwa 30 kleine Schildkröten, die in einigen Monaten ins Meer gebracht werden sollten. Um sie zu schützen, wurden die etwa 2 Wochen alten Schildkröten hier gehalten. Wir durften die Schildkröten berühren und auch vorsichtig aus dem Wasser heben. Nachmittags saßen wir im Bereich der ‚Sunset-Bar‘ und aßen Snacks und tranken etwas. Nach einem schönen Sonnenuntergang spielten Michael, Manuela, Simone und ich Phase 10. Anschließend gab es Abendessen. Heute gab es 2 Eierhälften mit Mayonnaise, Suppe, undefinierbares Fleisch mit Gemüse und als Nachspeise Wackelpudding. Danach folgte Tischtennis und einige Bierchen. Mama und Papa machten es sich auf der Terrasse der Bar bequem.

Ein beliebter Platz am Abend: Die Terrasse

Ein beliebter Platz am Abend: Die Terrasse

Freitag, 14. 02. 1997
Nach den üblichen ‚Morgenaktivitäten‘, wie Frühstück und Tischtennis, gammelten wir alle herum. Eigentlich wollten wir morgen alle mit dem Dhoni die Robinsoninsel, die unweit von Fesdu lag, für einige Stunden besuchen. Michael, Manuela, Simone und ich strichen uns aber wieder von der Liste, da wir doch lieber auf Fesdu bleiben wollten. Vor dem Mittagessen schnorchelten Michael, Manuela und ich. Die starke Strömung zwang uns aber wieder zum Umdrehen. Mama und Papa schnorchelten, als wir dies ihnen erzählten, an einer anderen Stelle. Beim Einstieg in Riff, der bei Bungalow 38 lag, waren die heutigen Strömungsverhältnisse besser. Zum Mittagessen gab es Suppe, Nudeln mit Tomatensauce und Salat, sowie Pfirsichhälften als Nachspeise. Danach folgte die Mittagsruhe. Als Simone und ich gegen 16.00 Uhr (!) aufwachten, kamen Michael und Manuela gerade vom Tauchen zurück. Sie hatten einen ziemlich großen Rochen gesehen. Wir setzten uns anschließend erst in unsere Liegestühle am Strand und lasen, danach auf die Sonnenterrasse der ‚Sunset-Bar‘. Manuela besorgte eine Runde ‚Sunrise‘ für uns. Als die Sonne unterging, spielten Mama, Papa, Simone und ich Botcha am Strand. Der Himmel hatte heute eine tolle Färbung beim Sonnenuntergang. Zum Abendessen gab es wieder das tolle maledivische Buffet mit Reis, Huhn, verschiedenen Fischsorten, Salaten, Chips mit verschiedenen Saucen, Fladenbrot und reichhaltigem Nachtischangebot. Nach diesem magenfüllenden Mahl sahen wir die ‚Inselkatze‘. Das Tier war erst seit gestern auf der Insel und lief im Raum der Rezeption vorsichtig umher. Hedwig war auch in der Nähe und sagte zu einem Mitarbeiter:“ Huuhh, ich bin eine Katze – und Du bist ein Kater!“ Der sichtlich verdutzte Mitarbeiter fletschte die Zähne und knurrte in gutem deutsch:“ Brrrr, ich bin ein großer Hund !“ Vermutlich weil Mama und Papa morgen zur Robinsoninsel fahren wollten, war heute ihr Bett in ein Blumenmeer verwandelt worden.

Am Anleger von "Fesdu"

Am Anleger von "Fesdu"

Samstag, 15. 02. 1997
Kurz nach dem Frühstück wurden Mama und Papa von Adam mit dem Dhoni zur benachbarten, unbewohnten Robinsoninsel gefahren. Getränke und Proviant bekamen sie auch mit. Nach ihrer Abfahrt spielten wir anderen Karten und Tischtennis. Außerdem saßen wir faul am Strand herum. Das Buffet, welches zum Mittagessen hergerichtet wurde, enthielt Reis, Gemüse, Nudeln, Brot, Früchte, kleine Bananen und Nachtisch. Michael und Manuela gingen nach dem Essen zum Tauchen, Simone und ich ruhten uns aus. Danach ging das Faulenzen am Strand weiter. Michael und Manuela, die heute im Gegensatz zu Simone und mir sehr aktiv waren, schnorchelten nach ihrer Rückkehr vom Tauchen. Sie sahen mal wieder einen Hai. Als Mama und Papa begeistert von ihrem Ausflug wieder da waren, spielten Simone, Papa und ich Botcha. Später erzählten Mama und Papa, bei einigen Getränken, die wir auf der Terrasse einnahmen, uns ihre Eindrücke von der von ihnen besuchten Insel. Wenn sie den Eiern, die im Sand abgelegt waren, zu nahe kamen, stürzten die Vögel vom Himmel herunter. Zum Abendessen gab es Nudelsalat, Fischsuppe, Geflügel mit Kartoffeln und Gemüse, sowie eine undefinierbare Nachspeise. Simone aß die Nachspeise von Michael und Manuela mit, die ihre nicht mochten. Danach spielten wir alle Uno im Bereich der Bar.

Abfahrt zur Robinson-Insel

Abfahrt zur "Robinson-Insel"

Sonntag, 16. 02. 1997
Vor dem Frühstück packten Simone und ich bereits einige Sachen für die morgige Abreise zusammen. Nach dem Frühstück spielten wir Tischtennis. Der Gärtner besorgte uns einige Kokosnüsse, die wir nach Deutschland mitnehmen wollten. Anschließend schnorchelten Michael, Papa und ich. Wir sahen ungewöhnlich viele Fischschwärme und die Strömung am Riff war sehr schwach. Mama, Manuela und Simone suchten Muscheln. Heute war es nicht sehr sonnig, aber warm. Vor dem Mittagessen nahmen wir einige Getränke auf der Sonnenterrasse zu uns. Das dann folgende Menue bestand aus einer Tomatensuppe, Kassler mit Gemüse und Salat, Fruchtcocktail. Nach der Mittagsruhe schnorchelten Michael, Manuela und ich. Mama und Papa schnorchelten zur gleichen Zeit. Michael, Manuela und ich sahen insgesamt drei Haie. Ein guter Abschluß für uns. Mama und Papa sahen leider nichts Besonderes. Bevor wir unsere Schnorchelsachen abgaben und die Rechnungen bezahlten, saßen wir noch auf der Sonnenterrasse und tranken etwas. Mama und Papa zahlten den Tauchkursus für Michael und Manuela. Für Simone und mich wurden die angesammelten Kosten übernommen, die durch Aktivitäten und Einkäufe im Shop entstanden waren. Michael, Manuela und ich hatten uns auch noch T-Shirts bedrucken lassen. Unsere Tische waren heute abend mit Blumen geschmückt. Heute gab es wieder das spanische Buffet mit Reis, Fleisch, Gemüse, Brot, Auflauf, Nachtisch und Kuchen. Simone und ich machten anschließend einen kleinen Inselrundgang. Zum letzten Mal sahen wir uns die im Dunkeln angestrahlten Palmen an. Die anderen packten inzwischen ihre Koffer. Danach folgte bei schönem Mondschein ein gemütlicher Abend auf der Terrasse.

Der Tag der Abreise: Warten auf das Wasserflugzeug

Der Tag der Abreise: Warten auf das Wasserflugzeug

Montag, 17. 02. 1997
Nach unserem letzten Frühstück auf der Insel warteten wir am Strand auf unser Wasserflugzeug, welches uns um 10.05 Uhr nach Male bringen sollte. Das Wetter war sehr sonnig und so hatten wir noch einige schöne Augenblicke am Strand. Pünktlich flogen wir von Fesdu ab. Aus dem Fenster der Wasserflugzeugs konnten wir noch einen letzten Blick auf unsere Urlaubsinsel werfen. Nach etwa 30 Minuten landeten wir auf Hulule. Es war bereits sehr warm geworden und wir waren sehr froh, daß wir noch sommerliche Sachen anhatten. Im Flughafen kauften Mama, Manuela, Michael, Simone und ich uns ein Eis. Ein Eis kostete fast 4$. Zuvor hatte sich Simone im ‚Duty Free Shop‘ eine neue Uhr gekauft. Mama und Papa kauften sich ein Paket Tee. Um 13.10 Uhr sollte unsere Maschine nach Deutschland starten. Der Pilot gab, als wir in der Maschine auf den Start warteten, bekannt, daß die Turbine, die für die Klimaanlage nötig war, leider wegen der Hitze ausgefallen war. So herrschten hohe Temperaturen und schlechte Luft an Bord. Sobald wir aber gegen 13.35 Uhr starteten, funktionierte die Klimaanlage aber wieder. Diesmal flogen wir bei Tageslicht und hatten fast durchgehend eine gute Sicht auf die Landschaften unter uns. Im Flugzeug wurde der Film Tin Cup gezeigt. Er war recht unterhaltsam. Um 19.45 Uhr Ortszeit, nach etwa 10 Stunden Flugdauer, landeten wir in Düsseldorf. Wir fuhren dann mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof, wo wir dann um 22.26 Uhr mit dem Zug nach Bremen fuhren. Da wir sehr müde waren, dösten wir im Zug und kamen gegen 1.30 Uhr ziemlich müde in unserer Heimatstadt an. Mit dem Taxi fuhren wir nach Hause. Als Simone und ich vor unserer Wohnungstür standen, glaubten wir unseren Ohren nicht zu trauen. Wir hörten aus unserer Wohnung eine Katze miauen. Wenn wir ‚Tommy‘ nicht bei Oma und Opa in Visselhövede gelassen hätten, hätten wir angenommen unsere Katze stünde auf der anderen Seite der Tür. Es stellte sich heraus, daß es aber doch ‚Tommy‘ war, der Heimweh nach Bremen gehabt hatte. Er wollte bei Oma und Opa nichts fressen. Deshalb hatten sie bereits einige Tage in Bremen verbracht und waren zu diesem Zeitpunkt bei Mama und Papa.

Maldivian Air Taxi

"Maldivian Air Taxi"

Ari-Atoll: Westlich des Male-Atolls, getrennt durch eine 40 km breite Wasserfläche, liegt das Ari-Atoll (Alifku). Zu dem 85 x 30 km großen Atoll zählen insgesamt 104 Inseln, einschließlich der Inseln des 8 km nordöstlich gelegenen Rasdu-Atolls. Über 8000 Menschen leben auf den 17 Dorfinseln in der Hauptsache vom Fischfang, z.T. aber auch vom Tourismus auf den 25 Hotelinseln. Das Ari-Atoll wurde erst in den 80er Jahren für den Tourismus geöffnet.

Fesdu: Das idyllische und legere Inselchen ist mit Scaevolababüschen, Schrauben- und vielen hohen Kokospalmen dicht bewachsen – die geschützte Lage im nördlichen Atollbereich läßt das Grün üppig sprießen. Zudem lockt in nur 25 m Entfernung ein schönes und intaktes Hausriff Schnorchler und Taucher gleichermaßen, und im Süden können Sie an den traumhaften Sandstränden die Seele baumeln lassen oder schwimmen gehen. Die Anlage wurde 1995 gänzlich renoviert. Das Open-air-Restaurant und die gemütliche Bar liegen in der Mitte der Insel.

Sunrise: Ein alkoholfreier, fruchtiger und erfrischender Cocktail. Je zur Hälfte enthält er Orangen- bzw. Ananassaft. Abgerundet wird das äußere Erscheinungsbild und der Geschmack mit einem Schuß Grenadine. An den Glasrand kann eine Cocktailkirsche oder ein Stückchen Ananas gesteckt werden. Besonders erfrischend schmeckt dieses Getränk, wenn es mit Eis serviert und getrunken wird.

Plankton: Sammelbezeichnung für alle im Wasser schwebenden Organismen, die keine größere Eigenbewegung ausführen und passiv durch Wasserbewegungen verdriftet werden. Das Plankton spielt eine große Rolle als Nahrung für Fische, Muscheln und andere Tiere.

Rochen: Schwimmen Sie nie knapp über Rochen, einen flachen, oft auf dem Grund liegenden Meeresbewohner, hinweg. Unvorsichtige Opfer machen Bekanntschaft mit dem gezackten Giftstachel auf dem langen, peitschenähnlichen Schwanz. Der vogelähnliche Flug des Rochens ist im freien Wasser zu beobachten.

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3 Kommentare zu Fesdu – „The Fun Island“ vom 2. bis 17. 02. 1997

  1. Sabrina sagt:

    Wow, ich dachte erst, dass das Foto bei euch im Esszimmer von Ikea oder so ist, aber dass ihr wirklich auf so einer Paradiesinsel wart , hätte ich nicht gedacht. Das sieht alles wirklich traumhaft aus! Da kann man euch ja wirklich beneiden !

    Liebe Grüße von Sabrina

  2. Ja, das war ein ganz toller Urlaub und ist leider schon so lange her. Inzwischen gibt es die Insel in der Form, wie wir sie damals erleben durften, leider nicht mehr. Da wurde vieles umgebaut, erweitert und mehr Luxus erhielt Einzug. Leider ist das auf fast allen Inseln der Malediven inzwischen so und daher habe ich daran nicht mehr so großes Interesse. mal davon abgesehen, dass die Flugzeit wirklich lange und anstrengend war. Leider gab es damals noch keine Digital-Kameras – ansonsten hätte ich viel mehr fotografiert und hätte bessere Fotos für diesen Bericht gehabt…

  3. ê·¸ 사람 ì°¸ 못됬네요…..작가에게 물어볼 정도면 거기서 아이디어를 얻은건데 입 싹닦고 그렇게 그룹이름을 짓다니…..작곡 몇 마디가 표절이라도 표절이라고 하는 세상에 고의성이 충분하고 괘씸하네요….우선 많은 네티즌들이 응원하니 힘내시고 더욱 좋은 작품 내실거라 믿어요….승소하시길..

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