Mallorca 2009 (30. 09. – 07. 10. 2009) Teil 1

Am 27. 09. 2009 entflammte an der Schlachte die Idee zu dieser Reise

Am 27. 09. 2009 entflammte an der "Schlachte" die Idee zu dieser Reise

Eine Idee wird geboren:

In Bremen schien an den letzten Tagen des Septembers 2009 die Sonne. Wir saßen am Sonntag im Biergarten beim „Feldmann’s“ an der „Schlachte“ und genossen die Morgensonne. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich gerade noch 2 Wochen Urlaub vor mir und wir ahnten nicht, dass sich das Wetter in Bremen bereits am folgenden Tag schlagartig ändern sollte. Dies wurde uns erst bewußt, nachdem ich zufällig auf die Idee kam, mit dem „iPhone“ mal die Wetterprognose für die kommende Woche abzurufen. Die Meteorologen sagten für die komplette Woche Wolken, Regen, Wind und kühle Temperaturen voraus.  Sofort wurde online mal nachgeschaut, was es an Last Minute Reisen gab, während wir weiterhin von der Sonne im Biergarten verwöhnt wurden. Es gab u.a.  noch gute Angebote für Mallorca. Dies war wegen der kurzen Flugdauer für uns auch das einzige Reiseziel, denn John wollten wir natürlich auch mitnehmen.

Johns erstes Passfoto

John's erstes Passfoto

Da John noch keinen Pass hatte, standen wir bereits am nächsten Tag um 09.30 Uhr beim Fotografen auf der Matte und ließen biometrische Passbilder von John anfertigen. Dieses Vorhaben dauerte nur etwa 10 Minuten, dann hielten wir tatsächlich seine ersten Passbilder in den Händen. Anschließend ging es sofort zum „Bürger Service Center“ in der City, wo wir ohne Probleme und mit wenig Wartezeit einen kurzfristigen Termin bekamen. Um 11.00 Uhr hatte John seinen ersten Pass und wir fuhren mit der Straßenbahn zum Flughafen. Dort buchten wir im „L’tur“-Reisebüro eine einwöchige Pauschalreise nach Mallorca. Für nur 370 Euro pro Person (John war kostenlos)  bekamen wir einen Flug nach Mallorca und den Aufenthalt im „Club Cala D’Or Gardens“ mit „All Inclusive„. Bereits am übernächsten Tag sollte es um 6.00 Uhr losgehen.

Eine Idee war vielleicht falsch:

Die Bild berichtet über das Chaos auf der Ferieninsel

Die "Bild" berichtet über das Chaos auf der Ferieninsel

Am nächsten Tag gingen dann Meldungen durch die Medien, dass auf  Mallorca seit 2 Wochen Dauerregen herrschte und am gestrigen Montag schlimme Verwüstungen durch den starken Regen entstanden waren:

Dienstag, 29. September 2009, 15:10 Uhr

Überschwemmungen auf Mallorca
Heftige Regenfälle haben an der spanischen Mittelmeerküste und auf der Ferieninsel Mallorca ganze Landstriche überflutet. Auf Mallorca setzte der Regen in mehreren Ortschaften Straßen, Läden und Tiefgaragen unter Wasser. In Cala d’Or mussten zwölf Familien aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden. Bei Formentor wurden fünf Urlauber mit einem Hubschrauber geborgen. Sie hatten in ihrem Auto festgesessen, nachdem ein umgestürzter Baum die Straße blockiert hatte. „Mallorca hat eine komische Eigenschaft: Wenn es ein paar Stunden lang regnet, sind Überschwemmungen garantiert“, schrieb die Zeitung „Ultima Hora“. Auf der Balearen-Insel regnet es seit mehr als zwei Wochen fast täglich. (Quelle: BILD)

Die Wetterprognosen, die wir vor der Buchung angeschaut hatten, hatten zwar Regen vorausgesagt, jedoch nicht solche Mengen und schon gar keinen Dauerregen. Sollten wir tatsächlich vom Regen in die Traufe kommen? Dazu wurde unser Hotel in einigen Portalen im Internet von Urlaubern mit teilweise schlimmen Bewertungen versehen:

Die Hotelanlage war vor Jahren bestimmt gut und schön, doch sieht es so aus als wäre die letzten Jahre nichts mehr investiert worden. Die Kacheln im Pool fehlen zu Hauf, es bröckelt der Putz und es klemmen die Türen. Doch das geht alles noch, im Gegensatz zum Essen

Die Sauberkeit hielt sich sehr in Grenzen, es roch sehr nach Chlor, der Spiegel war nicht geputzt worden und das über mehrere Tage, somit habe ich am ersten Abend erst mal das Bad desinfiziert. Das Hotel hat bestimmt schon mal bessere Zeiten gesehen. Auf dem Balkon sind Plastikstühle und ein Plastiktisch und teilweise ist der Putz schon abgebröckelt und es fehlen Lampenschirme an der Aussenbeleuchtung

Die Sauberkeit in der Anlage lässt sehr zu wünschen übrig. Die Mülleimer und Sonnenliegen sind schwarz vor Dreck und wirklich eklig. Als wir in unserem Zimmer ankamen, fanden wir eine Toilette mit gelben Urinrändern vor! Die Badewanne hat umlaufend schwarze Schimmelränder. Auch lässt die Reinigung des Badezimmers sehr zu wünschen übrig. Die kleine Bucht in der Nähe ist unmöglich zu benutzen, dagegen ist eine Sardinenbüchse ein Großraumhotel

Die Zimmer sehr karg eingerichtet, das Zustellbett für unsere Tochter hatte am Kopfende ein Metallteil, aus dem die Schrauben einige Zentimeter herausschauten, so daß die Verletzungsgefahr so groß war, daß das Kind das Bett überhaupt nicht benutzen konnte. Die Badewanne war rostig und schimmlig, auch war die Emaillierung teilweise nicht mehr in Ordnung. Handtücher wurden benutzt nochmal zusammengefaltet und zur weiteren Benutzung hingelegt. Die Außenanlage machte ebenfalls einen sehr ungepflegten und schmutzigen Eindruck. Vorrichtungen, die eigentlich zum Bepflanzen mit Blumen gedacht waren, wurden als Abfallbehälter benutzt. Wir haben nach nur einer Nacht die Reiseleitung aufgesucht und sind in ein anderes Hotel umgezogen. Wir hätten es hier unmöglich 2 Wochen ausgehalten

Kommentare dieser Art könnte ich an dieser Stelle ohne Probleme noch weitaus länger zitieren. Eigentlich lese ich vor einer Buchung zur Orientierung immer mal in solchen Portalen. Diesmal hatte ich mich ausschließlich auf die Angaben des Reiseanbieters verlassen: „Zur Erholung für Familien mit Kindern absolut empfehlenswert. Ruhig gelegen und typischer Clubcharakter„. Dazu offensichtlich schlechtes Wetter genau dort, wo wir unseren Aufenthalt gebucht hatten. So legten wir uns natürlich mit gemischten Gefühlen am Vorabend ins Bett.

Eine Idee wird erlebt:

Bremen 5.40 Uhr: Wir sitzen reisefertig im Flugzeug nach Mallorca

Bremen 5.40 Uhr: Wir sitzen reisefertig im Flugzeug nach Mallorca

Die Hinreise verlief mit John ohne Probleme. Am Vortag hatten wir bereits am frühen Abend unser Gepäck aufgegeben und Sitzplätze für die erste Reihe im Flugzeug bekommen. Hier gab es viel Beinfreiheit und man konnte John auch mal auf den Fußboden lassen. Die Flugzeit dauerte 130 Minuten und Start und Landung waren für John in Sachen Druckausgleich kein Problem. Nach unserer Ankunft am Flughafen von Palma nahmen wir unser Gepäck in Empfang und ohne Wartezeit ging es sofort mit dem Bus weiter zu unserem Hotel.

John sitzt ziemlich müde im Bus vom Flughafen zum Hotel in Cala DOr

John sitzt ziemlich müde im Bus vom Flughafen zum Hotel in "Cala D'Or"

Bereits nach etwa einer Stunde Fahrt erreichten wir gegen 10.30 Uhr das Hotel „Club Cala D’Or Gardens“ und bekamen auch sofort unser Zimmer. Als wir mit der Schlüsselkarte die Tür zum Zimmer 9101 öffneten, verflog das ungute Gefühl – ausgelöst durch die Kritiken im Internet – allerdings sofort. Das Zimmer war etwa 20-25 Quadratmeter groß und zweckmäßig eingerichtet. Alles war sauber, auch das Bad. Das Bad machte auf mich nicht nur wegen der überdurchschnittlichen Größe einen besonders guten Eindruck auf mich.

Zimmer 9101 im Club Cala DOr Gardens auf Mallorca

Zimmer 9101 im "Club Cala D'Or Gardens" auf Mallorca

Unser Bad (Teil-Ausschnitt) im Zimmer 9191 im Hotel Club Cala Dor Gardens

Unser Bad (Teil-Ausschnitt) im Zimmer 9101.

uuuu

Unser Bad (Teil-Ausschnitt) im Zimmer 9101.

Unser Balkon mit Blick in die Gartenanlage und auf den Pool

Unser Balkon mit Blick in die Gartenanlage und auf den Pool

Der Urlaub kann beginnen - bei strahlendem Sonnenschein!

Der Urlaub kann beginnen - bei strahlendem Sonnenschein!

Die Steilküste befand sich 5 Gehminuten vom Hotel entfernt

Die Steilküste befand sich 5 Gehminuten vom Hotel entfernt

Hier erblickte John erstmals im Leben (17 Monate) das Meer!

Hier erblickte John erstmals im Leben (17 Monate) das Meer!

Das Wetter war in der Zeit unseres kompletten Aufenthaltes absolut perfekt! Einen Regenschauer hatten wir mal zur Mittagszeit, ansonsten größtenteils sogar wolkenlosen Himmel und hochsommerliche Temperaturen. Der Strand an der kleinen Bucht, die etwa 200 Meter vom Hotel entfernt war, war durch den starken Regen von vor drei Tagen weggespült worden. Deshalb gingen wir einige Meter weiter zur Bucht von „Es Forti„. Dort konnte John dann erstmals, nachdem er am Vortag das Meer schon mal gesehen hatte, auch das Meerwasser fühlen und erleben.

An der Bucht Es Forti

An der Bucht "Es Forti"

Am 1. Oktober 2009 in der Bucht Es Forti am Strand

Am 1. Oktober 2009 in der Bucht "Es Forti" am Strand

Der Pool in unserem Hotel war während der ersten beiden Tage noch komplett gesperrt. Dieser Zustand war auch den heftigen Regenfällen der vergangenen Tage zu verdanken. An einem dieser Tage fielen 92 Liter Niederschlag pro Quadratmeter und dabei versagten beide Pumpen des Pool. Diese Pumpen mußten nun erst schnellstmöglich repariert und der Pool gereinigt werden.

Aus technischen Gründen war der Pool leider gesperrt.

Aus technischen Gründen war der Pool leider gesperrt.

Der technische Service reinigt den Pool, nachdem die Pumpen wieder laufen

Der technische Service reinigt den Pool, nachdem die Pumpen wieder laufen

Die Wartezeit bis der Chlorgehalt stimmt, vertreibt man sich auf der Liege

Die Wartezeit bis der Chlorgehalt stimmt, vertreibt man sich auf der Liege

Am Nachmittag des 2. Oktobers 2009 ging es dann endlich in den Pool!

Am Nachmittag des 2. Oktobers 2009 ging es dann endlich in den Pool!

Täglich um 20.30 Uhr fand die Mini-Disco statt

Täglich um 20.30 Uhr fand die "Mini-Disco" statt

Johns heimlicher Lieblingsplatz des Urlaubes

John's heimlicher Lieblingsplatz des Urlaubes

Aber auch im Wasser fühlte er sich pudelwohl und konnte kein Ende finden.

Aber auch im Wasser fühlte er sich pudelwohl und konnte kein Ende finden.

Kaum zu glauben, dass bereits Oktober ist...

Kaum zu glauben, dass wir bereits Oktober haben...

...und es im 2 Flugstunden entfernten Deutschland bereits herbstlich ist.

...und es im 2 Flugstunden entfernten Deutschland bereits herbstlich ist.

Nach dem Bad ist vor dem Bad!

Nach dem Bad ist vor dem Bad

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Ein Kommentar zu Mallorca 2009 (30. 09. – 07. 10. 2009) Teil 1

  1. Christian sagt:

    Hi Stefan.
    Schöne Eindrücke von Mallorca.
    Was ja niedlich aussieht ist der kleine John in Bademantel.
    Hat sogar was von Star Wars. Obi Wan Kenobie, bloss in klein.
    Aber nochmal…super Eindrücke.

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