„Gala der Stars“ Theater am Marientor Duisburg

Die Gala wurde von Hans Meiser moderiert

Die Gala wurde von Hans Meiser moderiert

Überrraschungsstargast: Udo Jürgens

Es war wohl eigentlich von den Veranstaltern als Überraschung geplant gewesen, allerdings hatte es sich schon Wochen zuvor herumgesprochen und auch in den Printmedien war davon zu lesen: Der angekündigte Überraschungsstargast der Gala der Stars war Udo Jürgens! Etwa 1 Stunde dauerte sein Auftritt, den er zusammen mit dem Orchester Pepe Lienhard am 16. 11. 2002 im Theater am Marinetor in Duisburg absolvierte.

Im Gala-Programm dieser Veranstaltung  war auch der Song...

Im Gala-Programm dieser Veranstaltung war auch der Song...

...Ich war noch niemals in New York enthalten, der im Rahmen...

..."Ich war noch niemals in New York" enthalten, der im Rahmen...

...der New York Scene von Udo Jürgens mit Anita Davis vorgetragen wurde.

...der "New York Scene" von Udo Jürgens mit Anita Davis vorgetragen wurde.

Udo Jürgens und Sebastian Strempel, der das Flügelhorn spielt

Udo Jürgens und Sebastian Strempel, der das Flügelhorn spielt

Udo Jürgens am Flügel auf der Gala der Stars in Dusiburg

Udo Jürgens am Flügel auf der "Gala der Stars" in Dusiburg

Das etwa einstündige Programm enthielt zahlreiche Passagen...

Das etwa einstündige Programm enthielt zahlreiche Passagen...

...die man bereits von der Tournee 2001 Mit 66 Jahren kannte.

...die man bereits von der Tournee 2001 "Mit 66 Jahren" kannte.

Schnell war die Stimmung auf dem Höhepunkt des Abends angelangt!

Schnell war die Stimmung auf dem Höhepunkt des Abends angelangt!

Volle Pulle Udo Jürgens!

Volle Pulle Udo Jürgens!

Udo Jürgens wird von Christian Fink auf der Geige begleitet

Udo Jürgens wird von Christian Fink auf der Violine begleitet

Tosender Beifall nach Beendigung des Gala-Programmes...

Tosender Beifall nach Beendigung des Gala-Programmes...

...für Udo Jürgens und das Orchester Pepe Lienhard.

...für Udo Jürgens und das Orchester Pepe Lienhard.

Das musikalische Programm von Udo Jürgens und dem Orchester Pepe Lienhard im Rahmen einer Gala unterscheidet sich relativ stark von einem „gewöhnlichen“ Tournee-Konzert. So wurde dieser Abend mit „Was wichtig ist“ begonnen und auch Zuhörer, die Udo Jürgens bisher noch niemals live erlebt hatten, waren schnell in seinen Bann gezogen. Es folgte „Alles, was gut tut“ und als jemand aus dem Publikum „Mathilda“ rief, vertröstete Udo ihn erstmal mit dem Song „Der gekaufte Drachen„. Dieses Lied hatte man schon während der Tournee 2000 / 2001 und auf zahlreichen anderen Veranstaltungen hören können, aber an diesem Abend war es von Udo Jürgens meiner Meinung nach ganz besonders gefühlvoll gesungen worden. „Schenk‘ mir noch eine Stunde“ inklusive der Steppeinlage von BillyTodzo durfte heute natürlich auch nicht fehlen, paßt es doch sehr gut in ein solches Gala-Programm hinein. Als nächstes folgte dann die Nummer „Hautnah„, bei der Teile des Publikums zur Bühne stürmten. Ordner baten die „Stürmer“ höflich zurück auf ihre Plätze, Udo Jürgens schlug aber einen Kompromiss vor: Sitzen bzw. Hinhocken während der normalen Textpassagen und Aufstehen während des Refrains. Ich persönlich war davon überzeugt, dass dieser gut gemeinte Vorschlag nicht in die Tat umgesetzt werden konnte, da sich erfahrungsgemäß niemand an der Bühnenrampe daran halten würde. Allerdings klappte es hervorragend und der ganze Saal machte sogar mit: Bisher einmalig! Danach folgte „Ich war noch niemals in New York“ mit einem Part aus „New York, New York„, den Anita Davis sang. Anschließend folgten Lieder wie „Der Teufel hat den Schnaps gemacht„, „Aber bitte mit Sahne„, „Zeig‘ mir den Platz an der Sonne„, Immer wieder geht die Sonne auf“ , „17 Jahr, blondes Haar“ und „Mercié Cherie„. Im ganzen Theater war inzwischen eine Art Party-Stimmung ausgebrochen, aber alles sehr gesittet und angenehm. Allerdings wurde Udo Jürgens, als er kurz hinter der Bühne war, vom Veranstalter wohl darum gebeten, wegen des geplanten Ablaufs das Konzert zu beenden. So gab es dann noch eine einzige Zugabe im Bademantel, allein am Flügel: „Weichei„.

Ein Blick zur Uhr, denn man hatte bereits etwas überzogen.

Ein Blick zur Uhr, denn man hatte bereits etwas überzogen.

Udo Jürgens stellt dem Publikum das Orchester Pepe Lienhard vor.

Udo Jürgens stellt dem Publikum das Orchester Pepe Lienhard vor...

...und richtet auch einige persönliche Worte an die Zuhörer im Saal.

...und richtet auch einige persönliche Worte an die Zuhörer im Saal.

Udo Jürgens und das Orchester Pepe Lienhard

Udo Jürgens und das Orchester Pepe Lienhard

Die Musiker auf der Bühne verabschieden sich vom Publikum...

Die Musiker auf der Bühne verabschieden sich vom Publikum...

...und als Zugabe gibt es noch Weichei. Der Song ist so neu...

...und als Zugabe gibt es noch "Weichei". Der Song ist so neu...

...dass Udo Jürgens den Text vom Blatt abliest.

...dass Udo Jürgens den Text vom Blatt abliest.

Handel hob den Stimmungsumsatz

1400 Besucher erlebten glanzvollen Abend im Theater am Marientor. US-Artisten vom Cirque Le Masque und Udo Jürgens umrahmten 100. Geburtstag des Einzelhandelsverbands.

Zwei Höhepunkte, die dieses Wort verdienten, statt eines Mammutprogramms – so hielt es der Einzelhandelsverband Niederrhein am Samstagabend bei seiner Jubiläumsfeier. Und fuhr gut damit. Das Theater am Marientor empfing die knapp 1400 Besucher zur „Gala der Stars“ zeitgemäß mit einer Ausstattung in Farben und einem Licht, das typischen US-Glamour hervor zauberte – kein Vergleich mit der Mercator-Halle, wie häufig in den Gesprächen auf den Wandelgängen zu hören war.

Und mit der amerikanischen Artistentruppe von Cirque Le Masque und dem unverwüstlich charmanten Udo Jürgens boten Einzelhandelsverband und Sponsor Westspiel dann zwei Stimmungsgaranten auf, die den Abend zu einer wirklichen Star-Gala machten. „So bunt wie der Handel“ sollte das Programm sein, versprach der Vorstandsvorsitzende Falk Tonscheidt. Zu Recht. Und Westspiel-Geschäftsführer Lutz Wieding sammelte Sympathiepunkte mit seinem Eröffnungssatz, „Duisburg ist für uns immer der richtige Platz.“

Ihren ersten Auftritt auf europäischem Boden absolvierte der Cirque Le Masque. Sagenhaft, wie sich zwei der Artistinnen an Tüchern zur Bühnendecke empor zogen und, nur in den weißen Stoff gewickelt, einen Synchrontanz in der Luft vorführten. Neidisch machten die beiden Männer-Duos, die sich mit Kraft und Geschmeidigkeit gegenseitig in die Luft stemmten, einen einhändigen Kopfstand auf dem Kopf des Partnerns machten oder nur mit einer Hand verbunden, an einem Seil durch die Luft rotierten.

Erkennungszeichen weißer Flügel

Nach einer Pause, die gar nicht kurz genug sein konnte, strömten die Besucher zurück in den Saal, auf dessen Bühne jetzt ein weißer Schimmel-Flügel stand. Mit einem Glas Kamillentee. Dann kam er, groß, schlank, ein Charmeur und Melancholiker mit dem lockenden Schuss Außenseitertum: Udo Jürgens. Der Sänger und Komponist, der bis heute mehr als 70 Millionen Platten verkauft hat, nahm natürlich besonders die Herzen der weiblichen Gäste im Sturm. Als Jürgens seinen Oldie „Ich war noch nie in New York“ anstimmte, brach sich eine Welle von Fans Bahn, die erst an der Bühnenkante zum Stehen kam.

Die Smokingjacke weggeworfen, die Fliege geöffnet, so griff er in die Tasten. Zwei Jahre noch, dann feiert Udo Jürgens einen runden Geburtstag, bei dem eine 7 vorne steht – doch Aussehen und Auftritt sprachen dieser Zahl Hohn. „Was gut tut“ erfuhren seine Anhänger, auch „Hautnah“ ging´s zu. Und dann das ersehnte Potpourri: Mit „Und immer wieder geht die Sonne auf“ oder „17 Jahr, blondes Haar“ wurden die Erwartungen erfüllt.

Nach einer Klasse-Gala im letzten Jahr im Landschaftspark Nord ließ sich die Westdeutsche Spielbankengesellschaft auch am Samstag nicht lumpen. Über das finanzielle Arrangement mit dem Einzelghandelsverband wurde indes Stillschweigen gewahrt – Geschgäftsführer Wilhelm Bommann: „Wir sind gleichberechtigte Partner.“ Moderator Hans Meiser führte locker-versiert und im schmerzfreien Unterschied zum letzten Jahr auch sturzfrei durchs Programm, glänzte sogar mit einem Purzelbaum auf der Bühne. Wirtschafts- und Arbeitsminister Harald Schartau zierte die Gala mit einem Grußwort. (ama)

17.11.2002 NRZ Online

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