Udo Jürgens Tournee 2004: Lokhalle Göttingen

Die Lokhalle in Göttingen

Die Lokhalle in Göttingen

Trotz einer wenig ermunternden Wetterprognose, die für die Nacht Regen, Schnee und damit verbundene Glätte veraussagte, trat ich am 24. 02. 2004 die etwa 220 km nach Göttingen zur „Lokhalle“ an. Dieses historische Industriedenkmal von 1920 bot mit 5.400 qm Veranstaltungs- und 3.000 qm Foyerfläche sowie einer Kapazität von etwa 3.600 Sitzplätzen einen sehr schönen Rahmen für ein Konzert von Udo Jürgens und dem Orchester Pepe Lienhard.

Vor Konzertbeginn in der Lokhalle in Göttingen

Vor Konzertbeginn in der Lokhalle in Göttingen

Bühnenbild vor Konzertbeginn

Bühnenbild vor Konzertbeginn

Nach der Konzertpause stand ich direkt links neben der Bühne, bei einem der Mischpulte. Ein Herr, der aus der V.I.P.-Lounge kam, sprach mich an und war der festen Überzeugung, dass nicht alle Instrumente live gespielt wurden. Mir gelang es nur halbwegs den Herren vom Gegenteil zu überzeugen, war er doch auch der Meinung, dass das Orchester in größeren Hallen mit mehr Musikern auftrat und am heutigen Tage exakt gleich klingen würde. Das Gespräch zog sich bis zum Beginn des Konzerts hin. Als das Licht erlosch bekräftigte der Herr nochmals sein Wissen, denn schließlich sei er schon viele Jahre ein Fan der Musik von Udo Jürgens…

Mischpult - hier wird der Sound gemacht!

Mischpult - hier wird der Sound gemacht!

…Udo Jürgens, der am Bühnenrand auf seinen Auftritt wartete – der zweite Teil begann wieder mit „Ich weiß, was ich will“ – muß die Gespräche während der Pause mit angehört haben. Vor dem Lied „Donnerstag“ unterbrach er das Konzert mit einem Kommentar „zur Rettung seiner Ehre“: Er erzählte, dass ihm während der Pause ein Herr aufgefallen sei, der der Meinung sei, bei diesem Konzert würde nicht jeder Ton live gespielt werden. Udo erklärte weiter, dass das Mischpult direkt neben der Bühne für den Monitor-Sound bestimmt sei. Dies sei notwendig, damit die Musiker auf der Bühne durch extra Lautsprecher ebenfalls alle Instrumente, die gespielt werden, hören können. Das Mischpult im hinteren Teil der Halle sei für den Sound zuständig, den die Besucher wahrnehmen. Er verbürgte sich dafür, dass jeder Ton live gespielt würde, kein Ton von Band oder von einem Computer käme. Er stellte auch das Instrument vor, welches der Herr zwar gehört, aber nicht gesehen habe: Das Horn. „Deshalb müssen Sie auch entschuldigen, dass ich während des Konzerts keine Autogramme geben kann. Bei der Volksmusik ist Playback üblich, da kann man das Mikro kurz zur Seite legen, die Musik und der Gesang läuft weiter. Hier bei uns geht das nicht. Dies möchte ich zur Rettung unserer Ehre sagen!“ – so Udo Jürgens (sinngemäß) abschließend.

Udo Jürgens in der Lokhalle in Göttingen

Udo Jürgens in der Lokhalle in Göttingen

Udo Jürgens am durchsichtigen Plexiglas-Flügel

Udo Jürgens am durchsichtigen Plexiglas-Flügel

Udo Jürgens nach Es lebe das Laster - das Publikum ist begeistert!

Udo Jürgens nach "Es lebe das Laster" - das Publikum ist begeistert!

Ein Narr sagt Dankeschön

"Ein Narr sagt Dankeschön"

Das Orchester Pepe Lienhard und Udo Jürgens verabschieden sich

Das Orchester Pepe Lienhard und Udo Jürgens verabschieden sich

Die letzten Töne von Udo Jürgens des Abends im Bademantel

Die letzten Töne von Udo Jürgens des Abends im Bademantel

So gut gelaunt und voller Freude habe ich Udo Jürgens im Laufe dieser Tournee noch nicht erlebt. Sicherlich hat dazu auch die grandiose Stimmung beim Publikum beigetragen, denn nicht nur direkt vor der Bühne brannte die Luft! Sehr schön zu bemerken, dass sich auch nach so vielen Konzerten bei den Musikern noch keine totale Routine oder sogar Langeweile bemerkbar macht…

Da sich die Konzertfotos im Rahmen meiner Homepage inzwischen wiederholen und immer wieder fast die gleichen Bilder und Situationen zeigen, habe ich mich diesmal für eine kleinere Auswahl entschieden, die meiner Meinung nach die Freude und gute Stimmung beim Konzert in Göttingen ausdrücken.

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