Udo spielt Jürgens 2005: Gendarmenmarkt Berlin

Udo Jürgens auf dem Gendarmenmarkt in Berlin

Udo Jürgens auf dem Gendarmenmarkt in Berlin

Am Freitag, den 01. Juli 2005 fand im Rahmen des „Classic Open Air“ ein Solokonzert von Udo Jürgens auf dem Gendarmenmarkt Berlin statt und war seit 8 Wochen restlos ausverkauft. Fast den ganzen Tag hatte es in Berlin geregnet und dies sollte sich auch während des Konzerts nicht ändern. Trotzdem waren 7500 Zuschauer gekommen und erlebten die erste Konzerthälfte zumindest fast regenfrei…

Die Stimmung war trotz des eher schlechten Wetters gut...

Die Stimmung war trotz des eher schlechten Wetters gut...

...und der Gendarmenmarkt in Berlin bis auf den letzten Platz gefüllt.

...und der Gendarmenmarkt in Berlin bis auf den letzten Platz gefüllt.

Alle Plätze befanden sich relativ weit entfernt von der Bühne...

Alle Plätze befanden sich relativ weit entfernt von der Bühne...

...und das ZDF zeichnete das Konzert mit verhältnismäßig hohem Aufwand auf.

...und das ZDF zeichnete das Konzert mit verhältnismäßig hohem Aufwand auf.

Sichtbehinderungen gab es manchmal durch die Fernsehkameras und...

Sichtbehinderungen gab es manchmal durch die Fernsehkameras und...

...Zuschauer, die es nicht lassen konnten ihren Regenschirm aufzuspannen.

...Zuschauer, die es nicht lassen konnten ihren Regenschirm aufzuspannen.

Schon nach wenigen Tönen und Worten hatte Udo Jürgens...

Schon nach wenigen Tönen und Worten hatte Udo Jürgens...

...den gesamten Gendarmenmarkt fest in seinen Bann gezogen.

...den gesamten Gendarmenmarkt fest in seinen Bann gezogen.

Udo Jürgens spielte und sang alleine am Flügel...

Udo Jürgens spielte und sang alleine am Flügel...

...und wurde bei einigen seiner Lieder von Francis Coletta auf der Gitarre begleitet.

...und wurde bei einigen seiner Lieder von Francis Coletta auf der Gitarre begleitet.

Udo Jürgens auf dem Gendarmenmarkt in Berlin

Udo Jürgens auf dem Gendarmenmarkt in Berlin

Udo Jürgens und Francis Coletta

Udo Jürgens und Francis Coletta

Udo Jürgens und Francis Coletta

Udo Jürgens und Francis Coletta

Udo Jürgens steht nicht im Regen

Udo Jürgens steht nicht im Regen...

...das Publikum mußte sich allerdings davor schützen.

...das Publikum mußte sich allerdings davor schützen.

Udo Jürgens begeistert einmal mehr sein Publikum

Udo Jürgens begeistert einmal mehr sein Publikum

Regentropfen im Licht der Scheinwerfer

Regentropfen im Licht der Scheinwerfer

Udo Jürgens gibt Zugaben im Bademantel

Udo Jürgens gibt Zugaben im Bademantel

Die relativ weite Entfernung zur Bühne, auch wenn man in den vorderen Reihen gesessen hatte, hat leider keine vernünftigen Fotos vom Konzert zugelassen. Deshalb habe ich für diesen Bericht teilweise die Pressefotos von Sven Darmer verwendet. Obwohl die zweite Konzerthälfte total verregnet war, hat das Berliner Publikum es sich nicht nehmen lassen, den Gendarmenmarkt in eine große Party zu verwandeln. Bei entsprechenden Liedern wurde dann aber zum Glück wieder aufmerksam zugehört. Berlin ist eben eine Weltstadt und das Publikum bewies das nötige Feingefühl für ein Solokonzert von Udo Jürgens!

Ein grandioses Konzert ist beendet

Ein grandioses Konzert ist beendet

UDOS JAHRHUNDERT-KONZERT

Udo Jürgens live am Gendarmenmarkt in Berlin, 1.7.2005

(Verfasser: Alexander Kinsky)

Das lasse ich mir nicht nehmen: Trotz teilweisen Regens, trotz des Fernsehens mit seinen Begleiterscheinungen wie Kameras und Programmumstellungen, trotz des im zweiten Teil ansatzweise unruhigen Publikums, trotz einzelner Stimmen danach, man hätte gern mehr Hits gehört und Party gehabt ? für mich wird dieses Udo Jürgens Konzert unvergesslich bleiben, mehr als viele andere zuvor.

Sicher ist der Ort des Geschehens mitverantwortlich dafür. In dieser Atmosphäre zwischen dem Deutschen Dom, dem Französischen Dom und dem Schauspielhaus ist wohl jedes Konzert etwas ganz Besonderes. Udo Jürgens konzertierte vor dem Schauspielhaus, das Schiller-Denkmal wurde in den Zuschauerbereich integriert, und das ZDF sorgte für eine bunt wechselnde Fernsehkulisse als Hintergrund zwischen den Säulen.

Veranstalter Gerhard Kämpfe eröffnete den Abend, er begrüßte die 7.500 Besucher und dankte den Medienpartnern und Sponsoren. Wink- und Applaustest gehörten zur Fernsehpflicht des Programms. Der Bitte um stehende Begrüßung wurde gerne entsprochen. Als Udo Jürgens herauskam, die Arme ausbreitete und die breite Treppe des Schauspielhauses herunterkam, wurde er mit jener Begeisterung empfangen, die nur den ganz Großen gebührt.

Ein Platz, ein Mann, ein schwarzes Klavier. „Verloren in mir“ ? „Die Welt braucht Lieder“. Udo tastete sich in die Atmosphäre des Ereignisses, kostete Rubati aus, bemühte sich um jede Nuance der Lieder. Er dankte für die Einladung, und er meinte, hinter dem Schiller-Denkmal zu musizieren sei „etwas ganz Besonderes“. Und er holte sich zustimmenden Applaus mit dem Satz: „Wo künstlerisches Leben herrscht, hat Gewalt keinen Platz.“ Als Zehnjähriger war er zum ersten Mal in Berlin, damals eine Trümmerstadt. Nun also die Lieder von heute und einst, Marksteine einer großen künstlerischen Karriere, die viel mehr ist als die Abfolge von Schlagerhits: „Jetzt oder nie“, „That Lucky Old Sun“ (absolut genial, alleine die Steigerung im Finale!), „Jeder so wie er mag“ (mit Publikum), „Auf meinem Tisch ein weißer Bogen“ (am E-Piano), „Zwischen Böse und Gut“, „Es lebe das Laster“, „Ich würd´ es wieder tun“, „Der Schuft“ (wieder am E-Piano), „Gäb´ es nur noch dieses Lied“ ? ein großer Song nach dem anderen, voller Tiefgang, teilweise mit Humor, ein einzigartiger Liedersänger seiner eigenen Kompositionen.

Dann Warten auf den Auftritt des Gitarristen Francis Coletta ? Udo wirkte kurz verunsichert. Aus fernsehtechnischen Gründen gab es nach Colettas zündendem Solo vor der Pause ein zugkräftiges „Ehrenwertes Haus“.

Das Wetter hatte einigermaßen durchgehalten bis dahin, aber zur dreißigminütigen Pause begann der Regen stärker zu werden. Das hinderte aber niemanden daran, hier zu bleiben.

Der noch fernsehgerechtere Auftritt zum zweiten Teil wird im ZDF sicher gut ankommen. Hits non Stopp zum Anheizen: „Zeig mir den Platz an der Sonne“, „Schenk mir noch eine Stunde“, „Paris ? einfach so nur zum Spaß“, „Es wird Nacht, Senorita“ ? wen kümmerte jetzt noch der Regen? „Was wichtig ist“, „Mein Baum“ ? weitere große Lieder, dann das „Weichei“ (heiterer Kontrapunkt) und gemeinsam mit Francis Coletta, der ab nun auf der Bühne blieb, der unter die Haut gehende „Matador“. „Bis ans Ende meiner Lieder“ spielte Udo wieder am E-Piano, und die Leute begannen, ruhig aber bestimmt nach vorne zu strömen. „Hautnah“, „Ich war noch niemals in New York“ ? man stand auf, sang den Refrain und klatschte mit, Party am Gendarmenmarkt. Udo sang das flotte neue Lied über die „Frauen“ und vertiefte sich in „Da Capo “ und „Deinetwegen“ (ineinander verflochten), Dank und Gedankenanregung an und für das Publikum. Weiter in der Party mit „Griechischer Wein“ und „Mit 66 Jahren“, dann ein Höhepunkt für sich, „Der Mann mit dem Fagott“ gemeinsam mit Francis Coletta und dem Fagottisten Christian Pietsch sowie mit Da Capo mit dem Publikum, und schließlich die Hits „Aber bitte mit Sahne“, „Liebe ohne Leiden“ und „Cottonfields“. Eine geniale Mischung aus ganz anspruchsvollen und leichteren Liedern!

Das traditionelle Bademantel-Finale fehlte auch hier nicht: „Merci Cherie“, „Vielen Dank für die Blumen“, „Siebzehn Jahr, blondes Haar“, „Ich weiß, was ich will“ und „Warum nur, warum“ ? mit dem bekannten Nachsatz „? hab´ ich nur so viele Lieder geschrieben, dass wir heute nicht alle spielen können“. Das Publikum wollte noch ein paar mehr, Udo kam sogar mit Francis Coletta zurück und setzte das Bademantelfinale zusammen mit dem Gitarristen fort mit „Was ich dir sagen will“ (deutsch, englisch und französisch), „Was wirklich zählt auf dieser Welt“ und „Gaby wartet im Park“ (angespielt). Und noch mal raus, Bademantel, Stecktuch und Schlips in die Menge geworfen ? ein großer Abend schenkte zum guten Ende dem Volk noch Souvenirs.

Man freut sich, dass das Fernsehen dieses Dokument des künstlerischen Lebens, ein Jahrhundertkonzert sicher,  aufgenommen hat.

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2 Kommentare zu Udo spielt Jürgens 2005: Gendarmenmarkt Berlin

  1. Uschi sagt:

    Sensationeller Kommentar. Wenn ich diese Zeilen lese ist als hätte man es selbst miterlebt . Schön dass wir all seine wunderbaren Lieder uns anhöhren können wenn wir es möchten . Liebe Grüsse aus der Schweiz an alle Udo Verehrer( innen)

  2. Marianne Friedhoff sagt:

    Ich war bei diesem Konzert dabei. Es war genau so wie beschrieben. Einfach unvergesslich!! Das Wetter hätte natürlich trocken und sonniger sein können. Aber es war wie es war.
    Und ich sag Danke für diese Nacht.

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