Udo Jürgens 2006: Westfalenhalle Dortmund

Jetzt oder nie in der Westfalenhalle Dortmund

"Jetzt oder nie" in der Westfalenhalle Dortmund

Am Samstag, den 11. 11. 2006 gab Udo Jürgens sein insgesamt 30. Konzert in der Dortmunder Westfalenhalle. Zusammen mit dem Orchester Pepe Lienhard trat er im Rahmen seiner Tournee „Jetzt oder nie“ auf und das Publikum war wieder einmal mehr begeistert.

Für mich war an diesem Tag der letzte Konzertbesuch dieser Tournee und es wurde ein wirklich würdiger Abschluß…

Vielen Dank für die Blumen

"Vielen Dank für die Blumen"

Udo Jürgens und sein Flügel bei Jetzt oder nie in Dortmund.

Udo Jürgens und sein Flügel bei "Jetzt oder nie" in Dortmund.

Udo Jürgens in der Westfalenhalle in Dortmund

Udo Jürgens in der Westfalenhalle in Dortmund

Ich war noch niemals in New York

"Ich war noch niemals in New York"

Dorothea Lorene und Udo Jürgens

Dorothea Lorene und Udo Jürgens

An der Bühnenrampe strecken zahlreiche Besucher ihre Hand...

An der Bühnenrampe strecken zahlreiche Besucher ihre Hand...

...entgegen und so mancher erhascht einen Händedruck!

...entgegen und so mancher erhascht einen Händedruck!

Udo Jürgens im Licht der Scheinwerfer

Udo Jürgens im Licht der Scheinwerfer

Aber bitte mit Sahne

"Aber bitte mit Sahne"

Udo Jürgens gibt alles!

Udo Jürgens leise und gefühlvoll.

Das wünsch ich dir

"Das wünsch' ich dir"

Das wünsch ich dir

"Das wünsch' ich dir"

Merci Chérie

"Merci Chérie"

Merry Christmas allerseits

"Merry Christmas allerseits"

Merry Christmas allerseits

"Merry Christmas allerseits"

Merry Christmas allerseits

"Merry Christmas allerseits"

Mit 66 Jahren

"Mit 66 Jahren"

Mit 66 Jahren

"Mit 66 Jahren"

Udo Jürgens gibt alles!

Udo Jürgens gibt alles!

Verabschiedung vom begeisterten Publikum

Verabschiedung vom begeisterten Publikum

Bademantel-Finale

"Bademantel-Finale"

Bademantel-Finale

"Bademantel-Finale"

Perfektionist und Vollblutmusiker

12.11.2006 / LOKALAUSGABE / DORTMUND

Udo Jürgens gab inzwischen zum 30. Mal in der Westfalenhalle seine musikalische Visitenkarte ab. Schwarzer Anzug mit rotem Innenfutter. Ein schwarzer Konzertflügel. Klassisch. Schnörkellos. Wie Outfit und Ausstattung, so das Programm. Zu seinem 30. Auftritt in der großen Westfalenhalle hat Udo Jürgens dem Dortmunder Publikum einen grandiosen Konzertabend geschenkt. 50 Alben hat der Mann veröffentlicht, ist inzwischen bereits zum 20. Mal auf großer Tournee durch die großen Hallen des Landes. Als Schlagersänger? Als Barde? Als Liedermacher? Udo Jürgens hat in seiner Karriere so manchen Wandel durchgemacht. Derzeit präsentiert er sich als gereifter Vollblutmusiker und doch so quirlig wie ein cappuccinokrönender Milchschaum. Kaum zu glauben, dass dies das Konzert eines 72-Jährigen ist.

Der Perfektionist beginnt ein Konzert um Punkt 20 Uhr und beendet es mit dem Glockenschlag zweieinhalb Stunden später. Der Vollblutmusiker greift in die Tasten wie auf der Klaviatur eines Liebesrausches. Zum Auftakt gibt es fast nur neue Lieder aus dem Album „Jetzt oder nie“. Darin gibt er den altersweisen Jürgens, der Verblödung und Konsum kritisiert und immer wieder „das Wichtigste im Leben“ hervorkehrt: Liebe, Erinnerungen. Seine Fans, ein bunter Querschnitt durch die deutsche Alterspyramide, begleiten das mit anerkennendem Applaus. Manchmal feiern sie ihn auch schon bei diesen kritischen Texten. Da singt eben einer, was er denkt. Mit den brillanten Musikern des Pepe-Lienhard-Orchesters (das ihn auch schon 30 Jahre lang begleitet) hält er stets Blickkontakt, kommuniziert sichtbar mit ihnen. Und die Stimmung steigt. Bei „Ich war noch niemals in New York“ singen Hunderte gleich von der ersten Zeile an den Text mit, anschließend tritt die farbige Dorothea Lorene an Jürgens Seite, beide huldigen Sinatras „New York, New York“. Dazu erstrahlt die nächtlich beleuchtete Brooklyn Bridge auf der Leinwand – ein rauschend gefeierter Höhepunkt des Abends.

Das anschließende Medley mit den frühen Klassikern „17 Jahr, blondes Haar“, „Griechischer Wein“ und „Aber bitte mit Sahne“ hebt endgültig die Altersunterschiede im Publikum auf. Die einen schwelgen in Erinnerung, die anderen sind in Gedanken bei der letzten Disco-Party. Schon erstaunlich, wie selbst bei den Oldies jeder Einsatz des Lienhard-Orchesters sekundengenau kommt, wie das Orchester gleich einem Schweizer Uhrwerk funktioniert. Dazu sagt man wohl: Handwerk. Oder auch: Hingabe. Keine Ahnung, ob Udo Jürgens und sein Bandleader „Vielen Dank für die Blumen“ nun schon zum 5000. Mal gemeinsam spielen: Sie tun es jedenfalls mit großer Leidenschaft. „Einmal verrückt sein und aus allen Zwängen fliehen..“. Schön wärs. Ja, schön wäre das.

Von Dieter Jaeschke

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Ein Kommentar zu Udo Jürgens 2006: Westfalenhalle Dortmund

  1. Brenke sagt:

    Einmal verrückt sein und aus allen Zwängen fliehen – Ja, das wäre schön.
    Ein wunderbares Orchester, eine hervorrangender Udo Jürgens mit viel Gefühl. Ein eingespieltes Team voller Harmonie. Herrlich !
    Schade, dass ich das das Live-Konzert im Dezember aus Geldmangel nicht miterleben durfte aber ich bin froh, dass es Aufzeichnungen gibt.

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